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Im Lkw über die Grenze Quarantäne-Regeln gebrochen: Australierin muss für sechs Monate ins Gefängnis

Eine Frau in Australien ließ sich zur Quarantänevermeidung im Lkw über die Grenze schmuggeln
Eine Frau in Australien ließ sich zur Quarantänevermeidung im Lkw über die Grenze schmuggeln (Symbolbild)
© David F. / Getty Images
Eigentlich hätte die 28-Jährige nach ihrem Familienbesuch in Hotel-Quarantäne gemusst. Das wollte sie vermeiden, ließ sich im Lkw über die Grenze schmuggeln und muss nun ins Gefängnis.

Der australische Staat Victoria wird derzeit so sehr vom Coronavirus gebeutelt, wie kein anderer Teil des Landes. Wegen weiterhin steigender Fallzahlen hat die Regierung einen Notstand für die Region ausgerufen. Wer Victoria verlässt, braucht nicht nur eine Sondergenehmigung, sondern muss außerdem zwei Wochen lang in einem Hotel in Quarantäne – und dafür 2500 australische Dollar bezahlen.

Eine 28-Jährige Frau wollte das gerne umgehen und muss dafür nun einen hohen Preis zahlen. Nachdem sie aus ihrer Heimat im Bundesstaat Western Australia nach Victoria gereist war, um dort etwa einen Monat lang ihre Schwester zu besuchen, holte sie eine Sondergenehmigung ein, um wieder nach Hause, in die Nähe der Stadt Perth, reisen zu dürfen. Man erlaubte ihr die Ausreise aus Victoria unter der Voraussetzung, dass sie sich vom Flughafen direkt in Quarantäne in ein Hotel begeben würde.

Statt Corona-Quarantäne im Lkw über die Grenze

Doch Asher Vander S. hatte eine andere Idee: Anstatt den für sie vorgesehenen Flug von Melbourne nach Perth anzutreten, traf sie laut dem britischen Nachrichtenportal "Daily Mail" am 31. Juli einen Lkw-Fahrer, der einwilligte, ihren Pkw auf sein Gefährt aufzuladen und so über die Grenze zu schmuggeln. In Western Australia angekommen, ließ sie sich an einer Raststätte von ihrem Freund abholen und in seine Wohnstätte in Scarborough bringen.

Nachdem sie am 11. August nicht wie geplant am Flughafen ankam, machte sich die lokale Polizei auf die Suche nach der 28-Jährigen und traf sie schließlich an der Adresse ihres Freundes an. S. beteuerte zwar, sich bei ihrem Freund isoliert und keine fremden Menschen gesehen zu haben, dennoch wurde sie verhaftet und am Dienstag zu einer Haftstrafe von sechs Monaten und einem Tag verurteilt. Der Vorwurf: Sie habe die Grenzkontrollregeln bewusst missachtet, damit ihre Umfeld in Gefahr gebracht und sich außerdem vor der Polizei verstecken wollen. Es ist die bislang heftigste Strafe für einen Verstoß gegen die Quarantäne-Regeln in Australien. S. wird in drei Monaten die Möglichkeit haben, bewährungsweise auf freien Fuß zu kommen.

Quelle: "Daily Mail"

jgs

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