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Landgericht Rostock : Radiomoderator wegen manipulierter Gewinnspiele verurteilt

Gemeinsam mit einem Komplizen hat sich ein Radiomoderator durch Gewinnspiel-Betrug 61.000 Euro erschlichen. Er hatte die Lösungen an Bekannte verraten. Auch wegen weiterer Anklagepunkte erhielt er nun eine hohe Haftstrafe.

Radiomoderator vor Gericht

Der veruteilte Radio-Mann war zuletzt für den Sender Ostseewelle in Rostock tätig

Unter anderem wegen der Manipulation von Radio-Gewinnspielen hat das Landgericht Rostock einen ehemaligen Moderator am Donnerstag zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Der 42-jährige Angeklagte hatte gestanden, zusammen mit einem Komplizen die Lösungen der Radio-Ratespiele oder den Zeitpunkt sogenannter Gewinnanrufe vorab an Bekannte verraten zu haben. Wenn sie mit dem Moderator während dessen Sendung telefonierten, gewannen sie bis zu 10.000 Euro.

Behalten konnten sie davon nur einen geringen Teil. Das meiste teilten sich der Moderator und ein 37-jähriger Mitangeklagter. Insgesamt "gewannen" die beiden auf diese Weise 61.000 Euro.

Betrüger war mit 520.000 Euro verschuldet 

Der Radio-Mann, der zuletzt für den Sender Ostseewelle in Rostock gearbeitet hatte, wurde außerdem wegen betrügerischen Bankrotts verurteilt. Weil er mit 520.000 Euro verschuldet war, meldete er Privatinsolvenz an.

Gleichzeitig ließ er sich jedoch zu einem geringen Gehalt von seiner jeweiligen festen Freundin anstellen. Als Strohfrau kassierte sie offiziell die hohen Honorare des Radiosenders, auf die die Gläubiger nicht zugreifen konnten.

In das Strafmaß floss auch eine Verurteilung zu drei Jahren und zwei Monaten Haft wegen Kindesmissbrauchs aus dem Jahr 2012 ein. Der Moderator hatte über mehrere Jahre Sex mit einem anfangs zwölf Jahre alten Mädchen.

Ex-Freundinnen erhalten geringe Bewährungsstrafen

Der Mann hatte das Mädchen kennengelernt, nachdem es bei einem Radio-Gewinnspiel einen Besuch im Studio gewonnen hatte. Von dieser Strafe verbüßte er zwei Jahre und vier Monate bereits.

Seinen Komplizen verurteilte das Gericht zu einem Jahr und sechs Monaten Gefängnis auf Bewährung. Die fingierten Gewinner wie auch zwei ehemalige Freundinnen waren bereits wegen Beihilfe zu geringen Bewährungsstrafen verurteilt worden.   

amt/DPA
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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