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Organisierte Kriminalität Razzia: Berliner Polizei geht gegen arabischen Clan vor – 77 Immobilien beschlagnahmt


Berliner Ermittler gehen massiv gegen die Organisierte Kriminalität in der Hauptstadt vor. Im Rahmen einer Razzia wurden zahlreiche Objekte beschlagnahmt, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

Nach Informationen von "Spiegel Online" werden die 77 beschlagnahmten Immobilien einer arabischen Großfamilie zugerechnet. Am frühen Nachmittag will die Ermittlungsbehörde auf einer Pressekonferenz über Einzelheiten informieren.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die Immobilien mit Geld aus Straftaten gekauft wurden. Mitglieder des Clans seien bereits durch spektakuläre Einbrüche in Berlin aufgefallen. In Deutschland gilt seit einem Jahr ein neues Gesetz zur Abschöpfung krimineller Gewinne. Es ermöglicht eine vorläufige Sicherstellung und die Einziehung von Vermögen unklarer Herkunft.

Razzia auch im Zusammenhang mit "Big Maple Leaf"

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) begrüßt die  Beschlagnahmung. Der GdP-Landesvorsitzende Norbert Cioma zeigte sich am Donnerstagmorgen froh über das "außergewöhnliche Zwischenergebnis".

Auch der Neuköllner Jugendstadtrat Falko Liecke äußerte sich erfreut: "Auf das Konto dieser weit verzweigten Familie gehen hunderte Straftaten allein in unserem Neukölln." Trotzdem betont er, dass es nicht zu einer sippenhaften Stigmatisierung aller Familienmitglieder kommen dürfe und auch "denen, die raus wollen aus der Clanstruktur, müssen wir die Hand reichen."

Einige Mitglieder des betroffenen arabischen Clans werden verdächtigt, im Frühjahr 2017 in einer spektakulären Aktion die einhundert Kilogramm schwere Goldmünze "Big Maple Leaf" aus dem Berliner Bode-Museum gestohlen zu haben.

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