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Razzia Alice Schwarzer könnte noch mehr Steuern hinterzogen haben


Kommt nun doch ein Strafverfahren gegen Alice Schwarzer? Die Feministin hatte sich im Februar wegen Steuerhinterziehung selbst angezeigt - und dabei möglicherweise nicht die ganze Wahrheit offenbart.

Der Feministin Alice Schwarzer droht in ihrer Steueraffäre möglicherweise doch noch ein Strafverfahren. Die Staatsanwaltschaft habe im Mai diverse Objekte, darunter die Wohnung der 71-Jährigen, durchsucht, berichten mehrere Medien. Gleichzeitig vollstreckten sie dem "Spiegel" zufolge mehrere Durchsuchungsbeschlüsse für Bankkonten.

Die Fahnder gingen dem Verdacht nach, dass Schwarzers Selbstanzeige unvollständig gewesen sei, heißt es in den Berichten. Laut dem "Spiegel" verfolgen sie Hinweise, die sich aus einer Überprüfung von Schwarzers Steuererklärungen beim Finanzamt Gummersbach ergeben hatten. Dort gebe es den Verdacht, dass die "Emma"-Herausgeberin dem Fiskus Steuern aus selbstständiger Arbeit vorenthalten haben könnte, offenbar in sechsstelliger Höhe.

Schwarzer hatte im Februar öffentlich zugegeben, dass sie Zinseinnahmen aus einem Geheimkonto in der Schweiz nicht versteuert hatte. Da sie rund 200.000 Euro an Steuern plus Zinsen nachzahlte wäre sie nicht mehr von Strafverfolgung bedroht.

Sollte die Frauenrechtlerin allerdings tatsächlich mehr Steuern hinterzogen haben, als von ihr angegeben, wäre die gesamte Selbstanzeige unwirksam und Schwarzer müsste doch mit der Einleitung eines Strafverfahrens rechnen.

mad

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