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Razzia in fünf Bundesländern: Bundespolizei sprengt Schleuserring

Schlag gegen Schleuser: Die Bundespolizei hat eine Bande zerschlagen, die Syrer und Iraker nach Deutschland geschleust haben soll. Sieben Personen wurden im Rahmen einer Razzia festgenommen.

Die Bundespolizei hat am Dienstag bei einer Razzia in fünf Bundesländern einen Schleuserring zerschlagen, der Syrer und Iraker nach Deutschland geschleust haben soll. Als maßgebliches Mitglied der Gruppe gilt nach Angaben der Bundespolizeidirektion Sankt Augustin ein 43-jähriger Syrer. Er wurde in seiner Wohnung im nordrhein-westfälischen Bad Sassendorf festgenommen.

Sieben Personen wurden in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen insgesamt festgenommen. Ihnen wird die gemeinschaftliche und gewerbsmäßige Einschleusung von Ausländern vorgeworfen. Die Schleuser sollen Syrer und Iraker über die Türkei oder über ein Drittland nach Deutschland gebracht haben. 350 Beamte der Bundespolizei durchsuchten bei der Razzia 21 Objekte.

Bereits seit September 2010 ermitteln die Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung in Köln und die Staatsanwaltschaft Arnsberg bereits gegen die syrisch-irakische Tätergruppe. Auf die Spur der Bande stießen sie durch eine fehlgeschlagene Schleusung. Bei der Befragung von Einreisenden waren seinerzeit Unstimmigkeiten aufgefallen. Nach den bisherigen Ermittlungen könnten der Gruppe zahlreiche Schleusungen zugeordnet werden.

Außer in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen wurden auch Objekte in Berlin, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt durchsucht. Festnahmen gab es in Bad Sassendorf, Sehnde, Lehrte, Bielefeld, Stadthagen und Nienburg.

cjf/DPA / DPA