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Razzia in Istanbul: Polizei und militante Linke liefern sich Schießerei

Bei einer Razzia in Istanbul haben sich türkische Polizisten und linksgerichtete Extremisten am Montag eine Schießerei geliefert. Mindestens neun Menschen sind verletzt worden, darunter sieben Beamte, ein Kameramann und ein Passant.

Sieben türkische Polizisten, ein Kameramann und ein Passant sind am Montagmorgen bei einer Schießerei zwischen Polizei und linksgerichteten Extremisten in Istanbul verletzt worden. Die Beamten hätten das Wohnhaus im Stadtteil Bostanci umstellt und angegriffen, weil darin militante Linke vermutet worden seien, so die Behörde.

Nach Angaben des Fernsehsenders HaberTürk wurde der Kameramann von einem Querschläger verletzt. Der getroffene Passant lag reglos und blutend am Boden, sein Zustand war zunächst unklar. In dem belagerten Haus habe sich mindestens ein Mitglied einer militanten Untergrundgruppe aufgehalten, erklärte Muammer Güler, ein Gouverneur der Provinz.

Um welche Organisation es sich handelt, wurde vorerst nicht mitgeteilt. Der Extremist habe viel Munition sowie Sprengfallen bei sich gehabt und habe deshalb lange Zeit gegen Dutzende Polizisten aushalten können.

Das Fernsehen berichtete später, mindestens drei Militante seien in die Schießerei involviert. Die Beamten hätten automatische Waffen und Tränengas eingesetzt, gelegentlich seien Explosionen vernommen worden. Güler zufolge gab es über Nacht etwa 60 Razzien, bei denen zehn Verdächtige festgenommen und zahlreiche Waffen beschlagnahmt wurden.

DPA/AP / AP / DPA
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