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Razzia in Kölner Rotlichtmilieu: Tatverdächtige Hells Angels weiter auf freiem Fuß

Bei einer Razzia im Kölner Rocker- und Rotlichtmilieu hat die Polizei 22 Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht. Dabei seien Unterlagen, Bargeld, eine Pistole sowie Messer, Morgensterne, Stahlruten und andere Waffen sichergestellt worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag in Köln mit. Auch Spezialeinheiten seien zum Einsatz gekommen.

Bei einer Razzia im Kölner Rocker- und Rotlichtmilieu hat die Polizei 22 Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht. Dabei seien Unterlagen, Bargeld, eine Pistole sowie Messer, Morgensterne, Stahlruten und andere Waffen sichergestellt worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag in Köln mit. Auch Spezialeinheiten seien zum Einsatz gekommen.

Dem Kölner Chef des "Hells Angels"-Rockerclubs, zwei weiteren führenden Mitgliedern sowie einem 36-jährigen türkischstämmigen Mann werden demnach Erpressung, Körperverletzung, Waffendelikte, Menschhandel, schwere Brandstiftung sowie bandenmäßige Steuerhinterziehung vorgeworfen. Sie sollen den sogenannten Kölner Wohnwagenstrich betrieben haben. Dabei hätten sie Prostituierte, die auf eigene Rechnung arbeiteten, bedroht oder zusammengeschlagen sowie Gewinne nicht versteuert. Ein Wohnwagen sei von unbekannten Tätern angezündet worden.

Laut Staatsanwaltschaft befinden sich die Tatverdächtigen weiter auf freiem Fuß. Den Angaben zufolge haben sich die vier Männer im Alter von 30 bis 63 Jahren Anfang des Jahres zusammengetan, um am "lukrativen Geschäft" mit der Prostitution an der Brühler Landstraße in Köln zu verdienen. Bereits im November waren bei der Durchsuchung von Vereinsräumen und Wohnungen der Kölner Hells Angels zahlreiche Waffen beschlagnahmt worden.

AP / AP