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Rechtsextreme: Razzien bei NPD-Jugendorganisation

Wieder eine Razzia bei der NPD: Die Polizei duchsuchte unter anderem die Geschäftsstelle der Nachwuchsorganisation der rechtsextremen Partei. Auf der Internetseite der "Jungen Nationaldemokraten" soll ein verbotenes Lied veröffentlicht worden sein.

Polizeibeamte haben die Bundes- und Landesgeschäftsstelle der Nachwuchsorganisation der rechtsextremistischen NPD sowie eine Wohnung im sachsen-anhaltischen Bernburg durchsucht. Zeitgleich zu der Aktion in Bernburg gab es Razzien in Wohnungen der Beschuldigten in Schwerin, Mecklenburg-Vorpommern, und in Kasel bei Trier, Rheinland-Pfalz, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Dabei gehe es um zwei Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

So sollen Tatverdächtige im Alter von 26 und 31 Jahren auf den Internetseiten der Jungen Nationaldemokraten den Text eines verbotenen Liedes veröffentlicht haben. Ein 29-Jähriger werde unter anderem verdächtigt, mit strafrechtlich relevanten CDs zu handeln. Die Beschuldigten beider Ermittlungsverfahren nutzten die angemieteten Räume in Bernburg gemeinsam. Bei der Razzia seien unter anderem Tonträger und geschäftliche Unterlagen sichergestellt worden.

Demonstration gegen Rechtsextremismus

Die Jungen Nationaldemokraten hatten im Oktober 2007 beschlossen, ihren Schwerpunkt aus Sachsen nach Sachsen-Anhalt zu verlagern. Die Bundesgeschäftsstelle hatte ihren Sitz zuvor in Dresden und zeitweise auch in Görlitz. An diesem Dienstag will das "Bernburger Bündnis für Demokratie und Toleranz - gegen Rechtsextremismus und Gewalt" gegen die JN-Aktivitäten in der Stadt demonstrieren.

Lio/ DPA/ AP / DPA / AP