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Rechtsextremismus: Zahl der Gewalttaten steigt deutlich

Die Zahl rechtsextremistischer Gewalttaten ist 2006 deutlich gestiegen. Allein aufgrund vorläufiger Zahlen befürchten Sicherheitsexperten, dass der höchste Stand seit 2002 erreicht wird. stern.de dokumentiert die Übergriffe.

Von Anton Maegerle

Die Zahl der rechtsextremen Straftaten in Deutschland ist im laufenden Jahr deutlich gestiegen. Bis Ende September habe das Bundeskriminalamt (BKA) 9013 einschlägige Delikte registriert, berichtete der "Tagesspiegel" unter Berufung auf die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion. Dies seien etwa 20 Prozent mehr als in den ersten neun Monaten 2005. Die Zahl der Gewalttaten sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 85 auf 522 gestiegen. Bei den Gewaltdelikten in diesem Jahr hätten rechte Schläger bereits 375 Menschen verletzt. Sicherheitsexperten befürchten dem Zeitungsbericht zufolge, dass am Ende des Jahres bei rechten Delikten der höchste Stand seit 2002 erreicht wird.

"Nach den bisher vorliegenden Meldungen müssen wir auch in diesem Jahr mit einer sehr hohen Zahl von Straftaten mit rechtsextremistischem Hintergrund rechnen", sagte der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Heinz Fromm, der "Bild"-Zeitung. "Sehr auffällig" sei die Gewalt unter den verfeindeten Gruppen in der extremistischen Szene. Mit Sorge registriere er Kontakte zwischen Rechtsextremisten und Islamisten. "Wir sehen ideologische Gemeinsamkeiten und gemeinsame Feindbilder", sagte Fromm. Dazu zählten das Leugnen des Holocaust und der "Hass auf Israel und die Juden".

Reuters

Januar

Gräfenhainichen / Sachsen-Anhalt

In den frühen Morgenstunden des 1. Januar 2006 wurden in Gräfenhainichen (Landkreis Wittenberg) zwei männliche Personen vietnamesischer Nationalität von sechs jugendlichen Rechtsextremisten im Alter zwischen 15 und 19 Jahren mit Holzknüppeln und Bierflaschen verprügelt. Zuvor grölten die Jugendlichen ausländerfeindliche Parolen in der Gräfenhainicher Innenstadt. Bei anschließenden Hausdurchsuchungen der Täter durch die Polizei wurden Panzerbrandgeschosse, Kleinkalibermunition, Schwarzpulver und diverse Chemikalien sichergestellt. Weiterhin wurden diverse Devotionalien der rechten Szene, sowie rechtsextremistische Musik-CDs sichergestellt. (Pressemitteilung der Polizei Dessau v. 02. Januar 2006/ dpa/Sächsische Zeitung v. 04. Januar 2006))

Großkugel / Sachsen-Anhalt

Am Neujahrsmorgen griffen in Großkugel vier mit Baseballschlägern Bewaffnete ein Paar aus Burkina Faso an. Die beiden retteten sich zur Polizei. Am Mittag tauchten die Angreifer bei ihren Opfern zu Hause auf, zusammen mit weiteren Jugendlichen und warfen Bierflaschen. Eine Nachbarin wurde an der Stirn verletzt. (TAZ v. 21. April 2006)

Dranske / Mecklenburg-Vorpommern

Am Neujahrsmorgen beschossen mindestens 16 Jugendliche im Alter von 15 bis 18 Jahren das Asylbewerberheim in Dranske auf der Insel Rügen. Sprüche wie "Ausländer raus" und "Sieg heil" wurden gebrüllt. Ein 20jähriger Armenier wurde durch den Wurf von Bierflaschen im Gesicht verletzt. (TAZ v. 21. April 2006)

Teterow / Mecklenburg-Vorpommern

Indischstämmige Einwanderer, die auf dem Marktplatz in Teterow Silvester feieren, wurden von 30 Rechtsextremisten mit Knüppeln, Pistolen und Reizgas angegriffen. Die Opfer zogen sich in ein Restaurant zurück, das der Mob belagerte und zu stürmen versuchte. (TAZ v. 21. April 2006)

Berlin

Fünf Jugendliche wurden am 6. Januar in Berlin-Friedrichshain von Neonazis angepöbelt und gejagt. Einer der Angegriffenen trug eine gebrochene Hand davon. (Jungle World v. 22. Februar 2006)

Witten / Nordrhein-Westfalen

In der Nacht vom 7. auf den 8. Januar 2006 wurde ein Mann von sechs Neonazis zusammengeschlagen. Er erlitt einen mehrfachen Nasenbeinbruch und eine schwere Gehirnerschütterung. (TAZ NRW v. 11. Januar 2006)

Pömmelte / Sachsen-Anhalt

Fünf 14 bis 19 Jahre alte Neontzis misshandelten am 9. Januar 2006 auf offener Straße in Pömmelte (bei Magdeburg) einen zwölf Jahre alten dunkelhäutigen Jungen. Der deutsche Junge äthiopischer Abstammung wurde krankenhausreif geschlagen. Die Täter, die zum Teil einschlägig vorbestraft sind, filmten die Tat mit einem Fotohandy. Es war der zweite Überfall auf den Jungen durch die gleiche Tätergruppe. (z.B.: http://www.spiegel.de/politk/deutschland/0,1518,394723,00.ht ml)

Ziegenhain / Hessen

Am 10. Januar 2006 teilte die Polizei mit, dass fünf jugendliche Rechtsextremisten einen 54jährigen Mann in Ziegenhain (Schalm-Eder-Kreis) mit einer Holzlatte zusammengeschlagen haben. Der Mann wollte die Neonazis zur Rede stellen, da sie den Hitlergruß gezeigt und "Sieg Heil" gebrüllt hätten. Die ca. 18-bis 19jährigen Täter entkamen unerkannt. (Frankfurter Rundschau online 10. Januar 2006)

Meerane / Sachsen

Am 11. Januar meldete die Chemnitzer Morgenpost, dass Lothar Ungerer, Bürgermeister von Meerane, Opfer eines Anschlages wurde. Die Windschutzscheibe seines Autos und das Fenster des Arbeitszimmers wurden zertrümmert. Auf einem Stein stand die Aufschrift "JSS", also "Jung Sturm Sachsen". (Chemnitzer Morgenpost v. 11. Januar 2006)

Erfurt / Thüringen

In der Nacht zum 09. Januar 2006 wurde ein Iraker von drei jungen Männern im Alter von 17 bis 23 Jahren während einer Straßenbahnfahrt krankenhausreif geschlagen. Zwei der Täter sind wegen Körperverletzung einschlägig vorbestraft. Polizeiangaben zufolge warend die Männer "dem äußeren Anschein nach der rechten Szene zuzuordnen". (http://www.n-tv.de/622470.html)

Berlin

Linke, die aus einer Kneipe in Berlin-Friedrichshain am 13. Januar herauskamen, wurden von Neonazis angegriffen und verfolgt. (Jungle World v. 22. Februar 2006)

Berlin

Vier Neonazis jagten am 14. Januar in Berlin-Friedrichshain vier Spanier über die Warschauer Brücke und bewarfen sie mit Steinen. Als andere Personen zur Hilfe kamen, wurden auch sie attackiert. (TAZ v. 21. April 2006)

Senftenberg / Brandenburg

Während der Bahnfahrt aus Senftenberg in Richtung Groß Köris am 14. Januar 2006 randalierte ein 22-jähriger Mann und bedroht einen Mitreisenden. Bei der Festnahme auf dem Bahnhof Groß Köris skandierte der aus Berlin stammende Mann gegenüber einer Gruppe Jugendlicher rechtsextremes Gedankengut. (Märkische Allgemeine v. 16. Januar 2006)

Rathenow / Brandenburg

Zwei dunkelhäutige Jugendliche wurden am 20. Januar in Rathenow von acht Personen beschimpft. Die Polizei ergriff drei Verdächtige, die offenbar kurz zuvor ein Messer und einen Totschläger weggeworfen hatten. (MAZ v. 23. Januar 2006)

Berlin

Am 21. Januar attackierten Neonazis mehrere Linke in Berlin-Friedrichshain. (Jungle World v. 22. Februar 2006)

Fichtenberg / Baden-Württemberg

In der Nacht vom 21. auf den 22. Januar prügelten rund 10 Rechtsextremisten, die sich zuvor in einem Szene-Treff aufhielten, in Fichtenberg auf einen Minderjährigen und zwei Erwachsene ein. (Pressemitteilung des Infolandes Ludwigsburg v. 24. Januar 2006)

Michendorf / Brandenburg

Fünf polizeibekannte rechtsextreme Gewalttäter sprengten in der Nacht zum 22. Januar im brandenburgischen Michendorf eine private Geburtstagsfeier von Heranwachsenden im dortigen Gemeindezentrum. Mehrere Gäste werden verprügelt. Ein 17-jähriger wurde mit einer kaputten Bierflasche so schwer im Gesicht verletzt, dass er in das Krankenhaus eingeliefert werden musste. Angaben von Geschädigten zufolge hatten die Rechtsextremisten bei dem Überfall einschlägige Musik abgespielt. (Potsdamer Neueste Nachrichten v. 31. Januar 2006)

Dortmund / Nordrhein-Westfalen

Mit Schlagstöcken sowie Mundschutz und Stahlkappenstiefeln ausgerüstete Neonazis prügelten am 28. Januar in der Nähe des Bahnhofs in Dortmund auf Antifaschisten ein. Mehrere Antifaschisten mussten danach ambulant behandelt werden, einer kam ins Krankenhaus. Zuvor fand in Dortmund ein Neonazi-Aufmarsch statt. (Indymedia)

Berlin

Am 28. Januar schlagen Jugendliche der rechten Szene zwei junge Männer am U-Bahnhof Frankfurter Allee zusammen. Kurze Zeit später zertrümmert vermutlich die gleiche Gruppe einem Jugendlichen das Knie. (Berlin Online)

Februar

Kelheim / Bayern

Drei Unbekannte, die laut einem Polizeibericht der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind, haben am 1. Februar in einer Gaststätte im bayrischen Kelheim randaliert. Alle drei Täter sind ungefähr 25 Jahre alt. (Mittelbayerische Zeitung v. 02. Februar 2006)

Berlin

Ein alternativer Jugendlicher wurde am frühen Abend des 1. Februar in der U-Bahn in Richtung Berlin-Friedrichshain von drei Neonazis angegriffen und verletzt. (Jungle World v. 22. Februar 2006)

Köthen / Sachsen-Anhalt

Ein 25-jähriger chinesischer Student wurde am 5. Februar in Köthen von einer Gruppe Jugendlicher in der Bahnhofsvorhalle mit rassistischen Sprüchen beleidigt und geschlagen. (TAZ v. 21. April 2006)

Berlin

Am 6. Februar tauchten Neonazis vor dem soziokulturellen Zentrum Undine in Berlin-Lichtenberg auf und griffen Jugendliche mit Flaschen und Steinen an. (Berlin Online)

Tübingen / Baden-Württemberg

In der Nacht vom 11. auf den 12. Februar attackierte ein rechtsextremer Skin aus einer mehrköpfigen Gruppe heraus eine dreiköpfige Gruppe von Punkern in der Innenstadt von Tübingen. Zwei Punker wurden zeitweilig bewusstlos geschlagen. Platzwunden mussten später genäht werden. (Alternative Tübinger Stadtzeitung "Grauzone", 1/2006)

Berlin

Zwei Jugendliche wurden am 12. Februar von drei Rechtsextremisten angegriffen. Ein zu Hilfe eilender Polizist wurde getreten. (Berlin Online)

Magdeburg / Sachsen-Anhalt

Ein 27-jähriger Mann aus Togo wurde tagsüber am 15. Februar von drei Männern in der Straßenbahn beschimpft. Er stieg aus und wurde von den Männern geschlagen. Ein 18-jähriger polizeibekannter Rechtsextremist, der in der Vergangenheit schon mehrfach wegen rechtsgerichteter Übergriffe aufgefallen war, hetzte den Hund auf den Togolesen, der ihn in die Hüfte biss. (MDR 1 Radio Sachsen-Anhalt v. 16. Mai 2006)

Rheinsberg / Mecklenburg-Vorpommern

In der Nacht zum 19. Februar beschädigten vier polizeibekannte Rechtsextremisten von Vietnamensen betriebene Lokale und Gaststätten in der Rheinsberger Innenstadt. Weitere Sachbeschädigungen nahmen die Rheinsberger im Alter von 17 bis 19 Jahren u.a. an einem China-Restaurant vor. Der Schaden beläuft sich insgesamt auf mehrere tausend Euro. Der Hapttäter, der 18-jährige Marcus M., gehört der NPD als Mitglied an. (Märkische Allgemeine v. 21. Februar 2006)

Köthen / Sachsen-Anhalt

Zwischen dem 5. und dem 23. Februar wurden mindestens vier Überfälle von jugendlichen und heranwachsenden Rechtsextremisten auf Studenten chinesischer Herkunft aktenkundig, die an der Fachhochschule Anhalt in Köthen studieren. (blick nach rechts, 5/2006)

Marl / Nordrhein-Westfalen

Am Abend des 24. Februar wurde in Marl ein Punker von mehreren Rechtsextremisten zusammengeschlagen. (Indymedia)

Frankenau - Naundorf / Sachsen

Am 26. Februar wurden die von der Sächsischen Landjugend betreuten Jugendklubs Frankenau und Naundorf von mehreren maskierten Jugendlichen überfallen. Dabei kam es zu massiven Zerstörungen und es wurden mehrere Personen verletzt. In einem Fall kam es zum Schußwaffengebrauch. (Pressemitteilung der Sächsischen Landjugend v. 04. April 2006)

Eilenburg / Sachsen

Am 27. Februar randalierten ca. 10 Rechtsextremisten am Rande des Rosenmontagsumzugs in Eilenburg (Kreis Delitzsch). Nach einem Angriff auf Ausländer und deren Geschäft nahm die Polizei zwei rechtsextreme Tatverdächtige im Alter von 18 und 27 Jahren fest. (Lausitzer Rundschau/dpa v. 01. März 2006)

Wertingen / Bayern

Im Januar und Februar wurde ein 18-Jähriger aus dem Raum Wertingen im Landkreis Dillenburg über Wochen hinweg von zwei 22 und 16 Jahre alten Rechtsextremisten gequält und erpresst. Das Opfer wurde unter anderem mit einem Messer verletzt, brennende Zigaretten auf seinem Körper ausgedrückt und seine Beine mit Benzin übergossen und angezündet. Ihre rechtsextreme Gesinnung lebten die Täter laut Anklage aus, indem sie sich von ihrem Opfer mit "Obersturmbannführer" und "Feldwebel" anreden ließen. (Bayerischer Rundfunk v. 25. September 2006)

März

Bochum / Nordrhein-Westfalen

In Bochum kamen einem Geschädigten am 3. März zwei unbekannte Personen entgegen, die den Hitlergruß zeigten und gleichzeitig "Heil Hitler" riefen. Als er "Scheiß Nazis" sagte, zog einer der beiden Personen ein Messer und schnitt dem Geschädigten in den linken Oberarm. Danach stieß diesselbe Person mit dem Messer in den oberen Bauchbereich des Geschädigten. (Zwischenbericht 2006. Entwicklungen und Analysen des Extremismus in Nordrhein-Westfalen. Hg.: Innenministerium NRW)

Berlin

Am S-Bahnhof Frankfurter Allee wurde am 4. März eine Frau aus einer Gruppe von etwa 15 rechtsgerichteten Jugendlichen heraus mit einem Fahrradschloss attackiert. Sie kam mit Kopfplatzwunden ins Krankenhaus. An der Danziger Straße wurde eine Gruppe linksgerichteter Jugendlicher von einer anderen Jugendgruppe angegriffen und mit rechtsextremen Parolen beschimpft. (Berlin Online)

Zella-Mehlis / Thüringen

Am späten Samstagabend des 4. März wurde ein linker Jugendlicher in Zella-Mehlis an einer Bushaltestelle von einem Neonazi angegriffen, zusammengeschlagen und mit Springerstiefeln traktiert. (Presseerklärung der Antifa Gruppe Südthüringen)

Stendal / Sachsen-Anhalt

Ein 40-jähriger Mann wurde am ersten März-Wochenende brutal zusammengeschlagen. Er erlitt einen Schädelbasisbruch und eine Fraktur im Gesicht. Die fünf Tatverdächtigen gehören wie das Opfer der rechtsextremen Szene an. (MDR)

Norderstedt / Schleswig-Holstein

In der Nacht vom 6. auf den 7. März wurde ein Zivilbeamter auf einen Neonazi in einer Kneipe in Norderstedt aufmerksam, der auf dem nackten Oberkörper Hakenkreuztätowierungen trug und mit Gästen stritt. Der Polizeibeamte versuchte den Neonazi zu beruhigen. Als man diesen darauf aufmerksam machte, dass ein Polizist vor ihm steht, ging dieser sofort mit einem abgeschlagenen Glas auf den Beamten los. Weitere herbeigerufene Polizisten wurden von dem 25-Jährigen mit Barhockern, Aschenbechern und Gläsern beworfen. (Hamburger Abendblatt v. 21. November 2006)

Halle / Sachsen-Anhalt

Ein 24-jähriger Mann aus der Elfenbeinküste wurde am 7. März in der Innenstadt von Halle verfolgt, beleidigt und geschlagen. Einer der Täter wurde von der Polizei schon wegen Volksverhetzung gesucht. (TAZ v. 21. April 2006)

Arnstadt / Thüringen

Drei Männer attackierten und malträtierten am Morgen des 11. März einen 22-jährigen Mann aus Südafrika. Dabei fielen Schimpfworte wie "Scheiß Schwarzer". (Thüringer Allgemeine v. 14. März 2006)

Rheinsberg / Brandenburg

In der Nacht vom 17. auf den 18. März randalierten drei Neonazis vor einem von einer Nicht-Deutschen bewohnten Haus in Rheinsberg. Parolen wie "Ausländer raus" wurden gebrüllt und die Terrasse des Hauses durch Tritte beschädigt. Drei der Festgenommen hatten zuvor am 18. Februar vier von Ausländern betriebene Geschäfte und Restaurants angegriffen. (ddp v. 18. März 2006)

Cottbus / Brandenburg

An einer Bushaltestelle in Cottbus wurde am 18. März aus einer Gruppe von rund zehn jungen Männern heraus ein Mazedonier zu Boden geschlagen. Er musste im Krankenhaus behandelt werden. Nach dem Übergriff auf den Mazedonier wurden sieben spanische Studenten der Universität Cottbus angegriffen. (TAZ v. 21. April 2006)

Schöningen / Niedersachsen

Zwei der Polizei bekannte Rechtsextremisten haben am 21. März in Schöningen (Kreis Helmstedt) drei Kinder durch die Straßen gejagt und mit einem Messer bedroht. Nach Zeugenaussagen soll das Duo auch einen nicht-deutschen Mann gejagt und bedroht haben. (dpa/Hamburger Abendblatt v. 22. März 2006)

Hildesheim / Niedersachsen

Am 22. März warf ein polizeibekannter 25-jähriger Skin vom Balkon in der dritten Etage Tonbrocken auf einen 16-jährigen Türken und rief rassistische Parolen. Der Jugendliche wurde an der Schulter verletzt. (Pressemitteilung der Polizei Hildesheim v. 23. März 2006)

Magdeburg / Sachsen-Anhalt

In Magdeburg hat eine Gruppe junger Männer am 24. März einen 24-jährigen Sudanesen angegriffen und geschlagen. 13 Tatverdächtige wurden danach von der Polizei gestellt. (MDR v. 26. März 2006)

Magdeburg / Sachsen-Anhalt

Am 25. März wurde in Magdeburg ein weiterer in einer Straßenbahn von einer Gruppe junger Leute beschimpft und bedroht. Sprüche wie "Afrika den Affen" fallen. Ein Mann bedroht den Afrikaner mit einer Machete. (TAZ v. 21. April 2006)

Neuruppin / Brandenburg

In Neuruppin drangen am 24. März ein 20jähriger und drei 15 und 16 Jahre alte Jugendliche in die Wohnung eines 27jährigen ein und schlugen auf diesen ein. Nach ihrer Festnahme gaben sie als Motiv u.a. an, dass das Opfer sich negativ über die rechte Szene geäußert habe. (Junge Welt v. 28. März 2006)

Bochum / Nordrhein-Westfalen

Acht 14 bis 28 Jahre alte Hattinger überfielen am 24. März in Bochum französische Austauschschüler. Dabei wurde der Hitlergruß gezeigt. Der Staatsschutz übernahm die Ermittlungen. (Westdeutsche Allgemeine Zeitung v. 29. März 2006)

Bocholt / Nordrhein-Westfalen

In der Nacht zum 25. März provozierte ein 18-Jähriger Mann aus Rhede einen 29-jährigen aus dem Ausland stammenden Taxifahrer in Bocholt mit dem Hitlergruß und dem Ausruf "Heil Hitler". Danach schlug der 18-jährige mit einer Holzlatte auf das Taxi ein. (Pressemitteilung der Polizei Borken v. 27. März 2006)

Blankenfelde / Brandenburg

Sechs rechtsextreme Jugendliche verprügelten am 25. März einen 17jährigen linken Jugendlichen in Blankenfelde. (ddp/Potsdamer Neueste Nachrichten v. 27. März 2006)

Calw / Baden-Württemberg

In der Nacht zum 26. März wurden zwei 16jährige Antifaschisten in Calw von zwei Gleichaltrigen verprügelt. Die jungen Antifaschisten hatten ein Emblem mit der Aufschrift "Gegen Nazis" auf ihren Jacken. Einem der beiden wurde das Emblem von der Jacke gerissen, dem anderen hat ein 20-Jähriger das Emblem aus der Jacke herausgeschnitten. Beide Opfer erlitten Prellungen im Gesicht. (Schwäbisches Tagblatt online v. 29. März 2006)

Rheinsberg / Brandenburg

Die Serie von Angriffen auf die Geschäfte von Nicht-Deutschen in Rheinsberg hält an. In der Nacht zum 26. März haben Unbekannte den Briefkasten eines chinesischen Restaurants beschädigt und bei einer italienischen Gaststätte Teile eines Holzzaunes eingetreten. (Märkische Allgemeine v. 27. März 2006)

April

Hagenow / Mecklenburg-Vorpommern

Am 01. April zerrten zehn Rechtsradikale in Hagenow einen Einwanderer aus Russland aus dem Auto und schlugen ihn zusammen. Er musste ins Krankenhaus gebracht werden. (Hamburger Abendblatt v. 04. April 2006)

Berlin

Am Abend des 03. April kam es zu einer ganzen Serie von ausländerfeindlichen Attacken in verschiedenen U-Bahnhöfen im Berliner Bezirk Neukölln. 23 Männer und Frauen grölten am U-Bahnhof Johannisthaler Chaussee einer kleinen Gruppe von Türken rassistische Parolen entgegen. Einem Türken wurde eine leere Bierflasche und eine runenverzierte Keule auf den Kopf geschlagen. (Tagesspiegel v. 24. April 2006)

Cham / Bayern

Vier 15 bis 19 Jahre alte Tatverdächtige, die der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind, haben am 04. April in der oberpfälzischen Stadt Cham einen 36jährigen irakischen Asylbewerber zusammengeschlagen und schwer verletzt. Zuvor fragten sie den ihnen Unbekannten nach seiner Herkunft, was er in Deutschland wolle und forderten ihn auf, "wieder nach Hause" zu gehen. Das Opfer musste wegen seiner Gesichtsverletzungen in einem Krankenhaus behandelt werden. (Mittelbayerische Zeitung v. 06. April 2006)

Braunschweig / Niedersachsen

Am Abend des 05. April wurden 8 Gäste des Beat Clubs in Braunschweig von 20 Neonazis angegriffen. Die Gäste konnten flüchten. (Indymedia / TAZ v. 24. Mai 2006)

Rathenow / Brandenburg

Kurz vor Mitternacht des 07. April wurden drei linke Jugendliche von einer größeren Gruppe Rechtsextremer angegriffen. Einem der Jugendlichen platzte durch einen Faustschlag die Lippe auf. (TAZ v. 19. April 2006)

Potsdam / Brandenburg

Zwei 15- und 16-jährige alternative Jugendliche wurden am späten Abend des 08. April von vier Rechten im Alter von 15 bis 20 Jahren angegriffen und geschlagen. Beim Abzug riefen diese "Heil Hitler". (TAZ v. 19. April 2006)

Rathenow / Brandenburg

Ein 20-jähriger Antifaschist wurde am 08. April in Rathenow von Neonazis der verbotenen Kameradschaft "Sturm 27" verprügelt. Die Ärzte stellten drei Brüche im Gesicht fest. (TAZ v. 19. April 2006)

Braunschweig / Niedersachsen

In der Nacht zum 10. April wurde das Jugendbüro des DGB in Braunschweig mit einem Brandbeschleuniger angezündet. Es entstand ein Sachschaden von mindestens 8.000 Euro. Als Täter wurden zwei 16-jährige aus dem Hooligan-Umfeld später verhaftet. (http://germany.indymedia.org/2006/05/146020.shtml / TAZ v. 24. Mai 2006 / ddp/e110 v. 13. Juni 2006))

Strausberg / Brandenburg

Eine 43-jährige Türkin wurde am 10. April in einem Supermarkt in Strausberg von einer 26-jährigen Frau rassistisch beschimpft und mit einem Springmesser bedroht. (Berliner Morgenpost v. 18. Mai 2006)

Arnstadt / Thüringen

Zwei Männer aus Sierra Leone wurden am 13. April in Arnstadt von drei Männern im Alter zwischen 25 und 27 Jahren bedroht und mit Bierflaschen beworfen. (TAZ v. 21. April 2006)

Lenzburg / Schweiz

Drei Männer und zwei Frauen im Alter von 16 bis 24 Jahren, von denen vier aus der Bundesrepublik stammen, haben in der Nacht zum 14. April drei jugendliche Schweizer, die sich zuvor mit einem dunkelhäutigen Fahrgast unterhalten hatten, im Bahnhof Lenzburg geschlagen und traktiert. Die Rechtsextremisten wurden später von der Polizei gestellt. (sda/Berner Rundschau v. 17. April 2006)

Berlin

Vier rechtsextreme Jugendliche haben am 15. April ein von Vietnamesen betriebenes Geschäft in Berlin-Lichtenberg überfallen. Die Männer rissen ein Regal vor dem Blumenladen um. Als sie von Mitarbeitern der Stadtreinigung daraufhin angesprochen wurden, rief einer der Täter "Heil Hitler, das macht man so in Lichtenberg". Anschließend flüchteten die Täter. (ddp/e110 v. 15. April 2006)

Potsdam / Brandenburg

Ein 37-jähriger deutscher Familienvater schwarzafrikanischer Herkunft wurde am 16. April in der Potsdamer Innenstadt bei einem rassistischen Übergriff lebensgefährlich verletzt. (ddp v. 17. April 2006)

Essen / Nordrhein-Westfalen

Drei Männer im Alter von 17, 18 und 31 Jahren haben am 17. April einen 31-jährigen indischstämmigen Mann an einer U-Bahn-Haltestelle in Essen zunächst beschimpft und dann körperlich attackiert. Der Mann musste ärztlich behandelt werden. Die Täter konnten von der Polizei gefasst werden. Zwei von ihnen hatten einige Wochen zuvor einen Afrikaner geschlagen. (Kölner Stadtanzeiger v. 18. April 2006)

Cham / Bayern

Drei Männer, die von der Polizei der rechtsextremen Szene zugeordnet werden, haben am 18. April in der Stadtpfarrkirche in Cham randaliert. Polizeiangaben zufolge gehörten zwei der Beteiligten zu den Tätern, die am 04. April am Chamer Bahnhof einen Iraker krankenhausreif geschlagen hatten. (Mittelbayerische Zeitung v. 22. April 2006)

Neuruppin / Brandenburg

Am 18. April hat ein 19-Jähriger einen 25-jährigen Asylbewerber aus dem Tschad in einem Linienbus in Neuruppin übelst angepöbelt und bedroht. Der Täter wurde erst im Januar d.J. aus der JVA Wriezen entlassen. (ddp v. 22. April 2006)

Berlin

Am 19. April wurde in Berlin-Friedrichshain mitten im Berufsverkehr ein 35-jähriger Mann aus dem Jemen von zwei 27 und 28 Jahre alten Männern im U-Bahnhof Warschauer Straße mit einem Klappmesser bedroht. Die Täter schlugen dem Mann mit einer Fasche auf den Kopf. Der Mann wurde ambulant im Krankenhaus behandelt. (TAZ v. 21. April 2006)

Rheinsberg / Mecklenburg-Vorpommern

In der Nacht zum 19. April wurde ein 16-jähriger in Rheinsberg von zwei 16 und 20 Jahre alten Tätern aus der rechtsextremen Szene geschlagen und beraubt. Gegen den 20-jährigen Täter, der erst Anfang April nach Teilverbüßung einer Jugendstrafe auf Bewährung aus dem Jugendstrafvollzug entlassen wurde, beantragte die Staatsanwaltschaft Haftbefehl. Gegen den 16-Jährigen wurde auch wegen der ausländerfeindlichen Übergriffe auf Geschäfte in Rheinsberg ermittelt. Es wurde die einstweilige Unterbringung in einem Heim der Jugendhilfe beantragt. (Märkische Allgemeine v. 21. April 2006)

Übersee / Bayern

Ein 20-Jähriger hat Mitte April in einem Lokal in Übersee (Landkreis Traunstein) ein "ausländisch" aussehendes Pärchen mit rassistischen Äußerungen beleidigt und im Freien verfolgt. Dabei wurden auch zwei Unbeteiligte durch Schläge des polizeibekannten Angreifers verletzt. (Passauer Neue Presse v. 17. April 2006)

Magdeburg / Sachsen-Anhalt

Am 20. April wurde in Magdeburg ein 39-jähriger Mann aus Mosambik und sein 14 Jahre alter Sohn von einer Gruppe rechtsextremer Jugendlicher mit ausländerfeindlichen Parolen beschimpft und beleidigt. Dem Mann wurde von einem Täter mit der Faust ins Gesicht geschlagen und dabei verletzt. Wenig später ermittelte die Polizei fünf Tatverdächtige im Alter zwischen 18 bis 26 Jahren. Alle hätten Bekleidungsgegenstände beziehungsweise Symbole verfassungswidriger Organisationen bei sich gehabt. (ddp v. 22. April 2006 / dpa/Mitteldeutsche Zeitung v. 21. April 2006)

Rastatt/Baden-Baden / Baden-Württemberg

Fünf rechtsextreme Jugendliche haben am 20. April im Raum Rastatt und Baden-Baden an vier Geschäften von Ausländern die Scheiben zerstört. Die polizeibekannten Jugendlichen stehen auch in Verdacht weitere ähnliche Beschädigungen in Rastatt und Achern verursacht zu haben. (SWR v. 21. April 2006 / Badische Neueste Nachrichten v. 21. April 2006)

Zeckerin / Sachsen

Am Abend des 20. April haben sechs Jugendliche im Alter von 15 bis 17 Jahren die Inneneinrichtung des Jugendclubs in Zeckerin (Elbe-Elster) erheblich beschädigt, NS-Symbolik verwandt und "Sieg Heil" gerufen. (Lausitzer Rundschau v. 24. April 2006 / dpa v. 23. April 2006)

Berlin

Unbekannte haben am 21. April einen Brandanschlag auf das arabische Vereinslokal "Habibi e.V." im Berliner Stadtteil Neukölln verübt. Sie warfen einen in Spiritus getränkten Brandbeschleuniger gegen die Tür des Lokals. Die Feuerwehr löschte die Flammen. (Tagesspiegel v. 22. April 2006)

Furth im Wald / Bayern

Mit einem Luftgewehr zielte ein 44-jähriger am 22. April in Furth i.W. auf einen 27-jährigen Serben, nachdem er ihn vorher auf der Straße mit einer ausländerfeindlichen Bemerkung beleidigt hatte. Der 44-Jährige wurde festgenommen. (Pressemitteilung der Polizei Regensburg v. 24. April 2006)

Cottbus / Brandenburg

Neonazis verfolgten am 22. April 2006 Linke in Cottbus. Ein Opfer erlitt einen Nasenbeinbruch. (Tagesspiegel v. 19. Mai 2006)

Hannover / Niedersachsen

Ein 23-jähriger Rechtsextremist hat am 22. April einen 24-jährigen Mann in einem Vereinsheim einer Kleingartenkolonie im Hannoveraner Stadtteil Kleefeld niedergestochen. Zuvor brüllte der Täter ausländerfeindliche Parolen. Der Täter ist den Behörden schon mehrfach als gewaltbereit aufgefallen, unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung. Auch hat die Polizei bereits wegen "Verwendens verfassungsfeindlicher Symbole" gegen ihn ermittelt. (NDR v. 24. April 2006)

Lindhorst / Niedersachsen

In den frühen Morgenstunden des 23. April wurden zwei Rechtsextremisten, darunter ein polizeibekannter Neonazi, im Alter von 20 und 21 Jahren in Lindhorst bei Nienburg festgenommen. Zuvor hatten diese ein Paar mit einer Pistole bedroht. Der 20-Jährige und seiner 17-jährige Begleiterin wurden mit den Worten "Ich bring euch alle um!" angeschrien. Zeitgleich schoß einer der Gewalttäter in die Luft. (Schaumburger Zeitung v. 25. April 2006 / Pressemitteilung der Polizei Nienburg v. 24. April 2006)

Wismar / Mecklenburg-Vorpommern

Ein aus Togo stammender 39-jähriger Mann ist in der Nacht zum 26. April in der Hafenstadt Wismar angegriffen und verletzt worden. Er erlitt ein Schädelhirntrauma. Drei Tatverdächtige im Alter von 19, 23 und 24 Jahren aus dem Landkreis Nordwestmecklenburg wurden festgenommen. (SVZ v. 27. April 2006 / Ostsee- Zeitung v. 24. Mai 2006))

Schwedt / Brandenburg

Ein 15-jähriger Punker, der ein T-Shirt mit der Aufschrift "Arbeit ist Scheiße" trug, wurde in Schwedt am 26. April 2006 von drei Rechten zusammengeschlagen und schwer verletzt. (Tagesspiegel v. 19. Mai 2006)

München / Bayern

Zwei 18 und 25 Jahre alte Männer aus dem Kongo wurden am 26. April nach Angaben der Münchner Polizei Opfer eines fremdenfeindlichen Vorfalls. Die Afrikaner wurden im Münchener Hauptbahnhof von einer dreiköpfigen Skingruppe attackiert. Der 18-Jährige Kongolese wurde von einer Bierflasche am den Stirn getroffen und erlitt eine stark blutende Platzwunde. Zu der Skingruppe gehörte auch ein Renee, das zu den beiden Kongolesen "Verpiss dich, Scheiss-Neger" gerufen haben soll. (Bayerischer Rundfunk v. 27. April 2006)

Dortmund / Nordrhein-Westfalen

Am Abend des 29. April wurde die alternative Dortmunder Kneipe "Hirsch Q" von 20 bis 30 Neonazis angegriffen. Scheiben wurden eingeworfen und Personen, die im Eingangsbereich standen, körperlich attackiert. In die Kneipe wurde in größeren Mengen CS-Gas gesprüht. Drei Personen wurden leicht verletzt. Im Umfeld der Kneipe nahm die Polizei 18 Verdächtige aus der rechtsextremen Szene vorläufig fest. Unter den Festgenommenen war auch der Sänger der Neonazi-Band "Oidoxie", Marco Gottschalk. (TAZ v. 02. Mai 2006 / Westfälische Rundschau v. 02. Mai 2006)

Langewiesen / Thüringen

Das alternative Projekt "Garage", ein Anlaufpunkt für Linke und MigrantInnen, wurde am Abend des 29. April von Neonazis zerstört und anschließend angezündet. (Indymedia)

Berlin

Am frühen Morgen des 30. April wurde eine 26-jährige Studentin in Berlin-Steglitz von einer Mädchengang verprügelt. Die Studentin, die sowohl die deutsche als auch israelische Staatsbürgerschaft besitzt, hatte per Handy hebräisch mit einem Freund in Israel telefoniert. Nach dem ersten Schlag wurde die Studentin von einem der Mädchen gefragt, welcher Nationalität sie sei. (Tagesspiegel v. 05. Mai 2006)

Mai

Hamburg

Ein polizeibekannter 36-jähriger Mann hat am 01. Mai in einer S-Bahn in Hamburg einen 35-jährigen Türken mit Worten wie "Kanake" oder "Penner" beleidigt und niedergeschlagen. Das Opfer wurde ambulant im Krankenhaus versorgt. Der Gewalttäter ist polizeibekannt. (Welt Online)

Lübbenau / Brandenburg

In der Nacht zum 05. Mai wurde eine Fensterscheibe des Kulturhofes in Lübbenau (Oberspreewald-Lausitz) eingeworfen und eine übel riechende Flüssigkeit ausgegossen. Am Freitag sollte das Theaterstück "Hallo Nazi" aufgeführt werden. (Märkische Allgemeine v. 05. Mai 2006)

Potsdam / Brandenburg

Ein 26-jähriger Student aus Tansania wurde am 05. Mai am Potsdamer Hauptbahnhof rassistisch beschimpft und angegriffen. (Tagesspiegel v. 19. Mai 2006)

Hamm / Nordrhein-Westfalen

In der Nacht vom 05. auf den 06. Mai attackierte ein 19-jähriger Neonazi in Hamm in Begleitung von zwei Gleichgesinnten drei Heranwachsende mit Reizgas. "Ey, Hitler war ein Arschloch, oder?", soll seine Frage an einen 17-jährigen Gymnasiasten gelautet haben. Als dieser mit "Ja" antwortete, habe der Angeklagte zugeschlagen. Wenige Sekunden später soll er einen weiteren Schüler verprügelt haben. Bei einem der Opfer wurde ein doppelter Jochbeinbruch -neben weiteren Verletzungen- im Krankenhaus diagnostiziert. (Westfälischer Anzeiger v. 29. September 2006)

Burladingen / Baden-Württemberg

Zwanzig rechtsextreme Schläger haben am 05. Mai friedlich feiernde Jugendliche auf einem Grillplatz bei Burladingen angegriffen und mit Baseballschlägern und anderen schweren Schlagwerkzeugen verprügelt. Unter den Tatverdächtigen im Alter zwischen 15 und 22 Jahren waren auch vier junge Frauen im Alter zwischen 16 und 20 Jahren. Als Motiv für den Überfall nannte die Polizei unter anderem die ausländerfeindliche Grundeinstellung der Beteiligten. (Reutlinger General-Anzeiger v. 21. Juli 2006)

Aachen / Nordrhein-Westfalen

Ein 57-jähriger Kubaner wurde am 08. Mai 2006 bei einem fremdenfeindlichen Übergriff in einem Supermarkt in Aachen von einem Unbekannten niedergeschlagen und getreten. Zuvor sagte der Täter an der Kasse zu dem Mann "Als Schwarzer musst Du hinter mir stehen." Der Verletzte folgte dem Tatverdächtigen nach draußen und wollte per Handy die Polizei holen. Dies unterband der Täter, indem er das Handy zerbrach und flüchtete. Wegen Nierenschmerzen und einem Hämatom am Kopf musste der Mann eine Nacht im Krankenhaus verbringen. (ddp/e110 v. 10. Mai 2005 / Pressemitteilung der Polizei Aachen v. 09. Mai 2006)

Stuttgart / Baden-Württemberg

Ein Mann aus Mosambik ist in der Nacht zum 07. Mai von einem Quartett kurzhaariger, teils glatzköpfiger Männer in der Stuttgarter Innenstadt bedrängt worden. Ein ägyptischer Wirt, der ihm zur Hilfe eilte, wurde in derselben Nacht verprügelt, wobei einer aus dem Quartett zu den Tätern gehörte. (http://www.stuttgarter-nachrichten.d/stn/page/detail.php/11 65535)

Pirna / Sachsen

Am Abend des 08. Mai haben rechtsextreme Jugendliche in Pirna eine Schülergruppe aus Heilbronn verbal beleidigt und körperlich angegriffen. Ein 17-Jähriger wurde im Zuge der Fahndung wegen antisemitischer Anfeindungen und Körperverletzung verhaftet. (dpa v. 09.05.2006 / Dresdner Morgenpost v. 10. Mai 2006))

Eisenach / Thüringen

In der Nacht zum 14. Mai schlugen zwei glatzköpfige Männer im Alter zwischen 30 bis 40 Jahren einen Tunesier in Eisenach zusammen. Der Mann wurde im Krankenhaus ambulant behandelt. Die Polizei geht von einem ausländerfeindlichen Hintergrund aus. (MDR 1 Radio Thüringen v. 14. Mai 2006 / ddp v. 15. Mai 2006)

Eisleben / Sachsen-Anhalt

Eine 18-jährige dunkelhäutige Deutsche wurde am 17. Mai am Bahnhof in Eisleben von zwei glatzköpfigen Männern und einer Frau im Alter zwischen 18 und 25 Jahren beleidigt und geschlagen. Eine Polizeisprecherin sagte, dass ein ausländerfeindlicher Hintergrund der Tat nicht ausgeschlossen werden könne. (AP v. 18. Mai 2006)

Berlin

Der migrationspolitische Sprecher der PDS im Berliner Abgeordnetenhaus, Giyasettin Sayan, wurde am Abend des 19. Mai bei einem rassistisch motivierten Überfall in Berlin-Lichtenberg schwer verletzt. Zwei Täter im Alter zwischen 20 und 25 Jahren schlugen den Politiker mit einer Flasche nieder und riefen dabei fremdenfeindliche Parolen. (Tagesspiegel v. 23. Mai 2006)

Cham / Bayern

Zwei 15 und 16 Jahre alte Deutsche haben am 19. Mai in Cham einen 44-jährigen türkischstämmigen Deutschen angegriffen. Der Mann wurde durch Schläge ins Gesicht verletzt. Die Polizei geht von einem fremdenfeindlichen Hintergrund aus. Die polizeibekannten Täter sollen Angaben der Polizei zufolge der rechtsextremen Szene angehören. (Passauer Neue Presse v. 24. Mai 2006)

Falkensee/ Brandenburg

In den Nachtstunden des 20. Mai kam es am Bahnhof Falkensee zu einem rechtsextremen Übergriff einer fünfköpfigen Gruppe von Rechtsextremisten auf fünf linksalternative Jugendliche. Unter dem Geschrei von Parolen wie "Scheiß Zecken" wurde mit Metallstangen auf die Jugendlichen eingeschlagen. (Pressemitteilung der Antifaschistischen Linken Falkensee v. 21. Mai 2006)

Berlin

In der Nacht zum 23. Mai verübten Unbekannte einen Brandanschlag mit rechtsextremem Hintergrund auf einen interkulturellen Verein in Berlin-Hellersdorf. Zudem sprühten sie zwei Hakenkreuze und den Schriftzug "White Power" an die Hauswand. (Tagesspiegel v. 24. Mai 2006)

Berlin

Am Abend des 24. Mai beobachtete eine Polizeistreife in Berlin, wie ein 14-jähriger Jugendlicher aus einer Gruppe von etwa 14 Jugendlichen heraus auf dem Vorplatz des Bahnhofs Lichtenberg einem vorbeigehenden Türken den Hitlergruß zeigte. Auf dem Display seines Handys war als Hintergrundbild ein Hakenkreuz zu sehen. (Berliner Zeitung v. 26. Mai 2006)

Lübeck / Schleswig-Holstein

Sechzehn gewalttätige polizeibekannte Skinheads wurden am Abend des 25. Mai (Himmelfahrtstag) bei einem Polizeigroßeinsatz in einer Kleingartenanlage in Lübeck festgenommen. Zuvor hatte die ca. 25 Mann starke Truppe mehrere Personen beleidigt, bedroht fremdenfeindliche Parolen gebrüllt, Sachbeschädigungen begangen und ausländische Kleingärtner angegriffen. (HL-Live v. 6. Mai 2006 / Lübecker Nachrichten v. 27. Mai 2006)

Berlin

Im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg attackierten Skinheads am 25. Mai eine 27-jährige Frau aus Norwegen. Die Frau war mit ihrem 29-jährigen aus der Türkei stammenden Freund und zwei weiteren Personen unterwegs. Als der Mann seiner Freundin half, kam es zu einem Handgemenge mit den Skins. Dabei fielen ausländerfeindliche Sprüche. Der Mann wurde leicht verletzt. Mit "Scheiß Hakennase" und anderen Beschimpfungen wurde am 25. Mai in Kreuzberg ein 31-jähriger Libanese von neun Männern beleidigt. Als er flüchten wollte, warf einer aus der Gruppe eine Bierflasche nach ihm. Auf dem S-Bahnhof Wedding wurde am 25. Mai ein 33-jähriger Mann aus Guinea von einem 38-jährigen Mann mit den Worten "Ausländer raus" beleidigt. Anschließend zündete dieser einen Feuerwerkskörper und warf ihn direkt auf den Afrikaner. Im italienischen Restaurant "Bonfini" in Berlin-Mitte wurde am 25. Mai ein dunkelhäutiger Deutscher von drei Deutschen unter anderem mit "Scheiß Kanake" beleidigt. (ddp v. 26. Mai 2006 / Tagesspiegel v. 27. Mai 2006)

Wismar / Mecklenburg-Vorpommern

Auf dem Wismarer Flohmarkt kam es am 25. Mai zu einem Handgemenge zwischen indischen Händlern und Rechtsextremisten. Vor der Auseinandersetzung wurden von den 19 bis 24 Jahre alten Tatverdächtigen rechtsextreme Parolen wie Deutschland den Deutschen, Ausländer raus" gebrüllt und das Deutschlandlied gegrölt. Mindestens zwei der Täter sind Angaben der Staatsanwaltschaft zufolge als Anhänger der rechtsextremen Szene bekannt. (dddp v. 27. Mai 2006 / Frankfurter Rundschau v. 27. Mai 2006 / Schweriner Volkszeitung v. 29. Mai 2006)

Weimar / Thüringen

15 Mitglieder und Sympathisanten der "Braunen Aktionsfront Apolda" im Alter zwischen 19 und 29 Jahren verübten am 25. Mai einen fremdenfeindlichen Überfall auf drei Männer mosambikanischer und kubanischer Herkunft. Die Gruppe griff in einem Weimarer Hinterhof die Männer an, die mit Frauen und Kindern ein Fest feierten. Die Opfer im Alter von 45 und 46 Jahren erlitten dabei zum Teil schwere Kopfverletzungen und wurden ambulant im Krankenhaus behandelt. Nachbarn, die mitfeierten, sollen zugeschaut haben. (Thüringische Landszeitung v. 27. Mai 2006 / Frankfurter Rundschau v. 27. Mai 2006)

Usedom / Mecklenburg-Vorpommern

In Zinnowitz auf Usedom wurde am 25. Mai eine Gastmannschaft aus dem niedersächsischen Wolfenbüttel von einer Gruppe Jugendlicher tätlich angegriffen. Die Polizei vermutet einen fremdenfeindlichen Hintergrund, da unter den Opfern auch türkischstämmige Jugendliche waren. (ddp v. 26. Mai 2006)

Reutlingen / Baden-Württemberg

Im schwäbischen Reutlingen wurde am 25. Mai ein 61-jähriger Äthiopier von drei etwa 20-jährigen Männern mit rasierten Köpfen und Bomberjacken angegriffen. Wegen eines Faustschlages ins Gesicht musste das Opfer im Krankenhaus behandelt werden. (Südwestpresse v. 30. Mai 2006)

Bad Harzburg / Niedersachsen

Rechte Jugendliche pöbelten am 25. Mai in Bad Harzburg eine Gruppe mit muslimischen Frauen und Mädchen an. Dabei fiel der Spruch "Ab mit euch ins KZ!". Ein Wanderer, der sich vor die Gruppe stellte, wurde nach einem Zeitungsbericht ins Gesicht geschlagen. (Junge Welt v. 01. Juni 2006)

Sömmerda / Thüringen

Rechtsextremisten im Alter zwischen 18 und 25 Jahren liefreten sich am Abend des 25. Mai in Sömmerda eine Straßenschlacht mit der Polizei. Zu der Auseinandersetzung kam es, als die Beamten ein Fest der Gruppe auflösen wollten. (dpa/Thüringer Zeitung v. 26. Mai 2006)

Witten / Nordrhein-Westfalen

Zwei etwa 20 bis 25 Jahre alte Angreifer haben am 27. Mai in Witten zwei 18-jährige Männer überfallen und verletzt. Die Täter werden der rechtsextremen Szene zugerechnet. Der Staatsschutz übernahm die Ermittlungen. (ddp v. 29. Mai 2006)

Bielefeld / Nordrhein-Westfalen

Zwei Jugendliche haben am 28. Mai in Bielefeld einen 43-jährigen Marokkaner attackiert. Die Polizei geht von einer fremdenfeindlichen Tat aus. Der Mann kam mit Stichverletzungen in der Brust und am Unterarm ins Krankenhaus. Einer der beiden Täter rief: "Der Ausländer muss raus". (ddp v. 29. Mai 2006)

Eschweiler / Nordrhein-Westfalen

Zwischen dem 24. und 29. Mai wurde die eingezäunte Lagerhalle einer Baufirma in Eschweiler stark beschädigt. Unbekannte hatten nahezu alle Fensterscheiben zerstört und die Außenwände unter anderem mit Hakenkreuzen und anderen NS-Symbolen beschmiert. Auch das Innere der Halle wurde verwüstet. Der Schaden beläuft sich auf ca. 15.000 Euro. Der Bereich, in dem die Baufirma liegt, ist als Treffpunkt rechter Jugendlicher bekannt. (Aachener Zeitung v. 31. Mai 2006)

Winsen / Niedersachsen

Ausländische Hausbewohner in Winsen wurden am Vormittag des 30. Mai von einem Deutschen massiv volksverhetzend beleidigt. Bei der Festnahme des 30-Jährigen durch die Polizei trat er einem Beamten rückwärts in die Genitalien. (Pressemeldung der Polizeiinspektion Harburg v. 31. Mai 2006)

Juni

Guben / Brandenburg

Kurz nach Mitternacht am 03. Juni attackierten Neonazis Punks, die das Stadtfest in Guben besuchten. Nach Kenntnis der Gubener Anlaufstelle für Opfer rechtsextremer Gewalt wurden mindestens 10 jugendliche verletzt, von denen zwei stationär behandelt werden mussten. (Pressemitteilung der Gubener Anlaufstelle für Opfer rechtsextremer Gewalt v. 04. Juni 2006 / ddp v. 05. Juni 2006)

Bad Langensalza / Thüringen

Bei der polizeilichen Auflösung einer rechtsextremen Musikveranstaltung am frühen 04. Juni im Bahnhof von Bad Langensalza, griffen Neonazis Polizeibeamte mit Flaschen und Steinen an. (AFP v. 04. Juni 2006)

Magdeburg / Sachsen-Anhalt

Ein aus Afrika stammender Mann wurde am 04. Juni 2006 auf dem Stadtfest in Magdeburg von zwei jungen Männern und zwei Mädchen angepöbelt. Einer der Männer schlug dem Afrikaner die Faust ins Gesicht. Daraus entwickelte sich eine Schlägere, bei der das Opfer als "Scheißneger" beschimpft wurde. (Süddeutsche Zeitung Magazin 39/2006)

Berlin

Ein 40-jähriger Franzose aus Prenzlauer Berg wurde am Abend des 05. Juni von einem 22-Jährigen aus demselben Ortsteil ausländerfeindlich beschimpft. Anschließend zeigte dieser den Hitler-Gruß und warf eine Glasflasche nach dem Franzosen. (Pressemitteilung der Polizei Berlin v. 06. Juni 2006)

Langenhagen / Niedersachsen

Ein polizeibekannter gewaltbereiter rechtsextremer Skinhead aus Langenhagen hat am 06. Juni zwei mexikanische Staatsbürger attackiert und "Ausländer raus" gerufen. Bei seiner Festnahme drohte er einem dunkelhäutigen Polizeibeamten. Auf Beschluss des Amtsgerichtes Hannover wurde gegen den Skinhead ein sogenannter Verhinderungsgewahrsam angeordnet. (Pressemitteilung des Landgerichtes Hannover v. 13. Juni 2006)

Norderstedt / Schleswig-Holstein

Am 07. Juni randalierte ein 25-jähriger Neonazi (der gleiche Täter wie beim Vorfall vom 07. März in Norderstedt) in einer Cocktailbar in Norderstedt. Er beschimpfte den portugiesischen Wirt als "Scheißausländer" und versuchte diesen mit einem Bierglas nieder zu strecken. (Hamburger Abendblatt v. 21. November 2006)

Zernitz-Strinum / Sachsen-Anhalt

Der 17-jährige Punk Ricco R., dem Ende Juli 2005 in Zerbst ein Auge von einem Rechtsextremisten ausgeschlagen wurde, wurde am 10. Juni auf einem Heimatfest in Zernitz-Strinum verprügelt. Bei dem Angriff verlor er einen Zahn und erlitt Rippenprellungen. Bei beiden Fällen hatte R. ein T-Shirt mit einer Anti-Nazi-Aufschrift getragen. (Tagesspiegel v. 12. Juni 2006)

Fulda / Hessen

Skins und Hooligans attackierten in der Nacht zum 10. Juni britische Fußballfans in einer Bar in Fulda. Zuvor wurden diese im Freien von den Schlägern belästigt. Einer der Verletzten wurde ohnmächtig. (Fuldaer Zeitung v. 11. Juni 2006)

Magdeburg / Sachsen-Anhalt

Ein 44-jähriger Angolaner wurde am 15. Juni in Magdeburg von einem 20-jährigen Rechtsextremisten attackiert und als "Nigger" beschimpft. Der polizeibekannte Rechtsextremist wurde wegen Verdachts der Volksverhetzung und Körperverletzung vorläufig von der Polizei festgenommen. (dpa / Mitteldeutsche Zeitung v. 15. Juni 2006)

Berlin

Eine in Berlin-Lichterfelde lebende 27jährige Afrikanerin aus der Elfenbeinküste wurde am 15. Juni von sechs Jugendlichen überfallen, geschlagen und fremdenfeindlich beschimpft. Zudem raubten die Täter ihr Geld. (AP v. 16. Juni 2006)

Schönefeld / Brandenburg

In der Nacht zum 18. Juni wurde ein ausländerfeindlicher Angriff auf Jugendliche in Schönefeld (Dahme-Spreewald) verübt, bei dem ein 15-jähriger Äthopier verletzt wurde. Die vier männlichen Täter im Alter zwischen 15 und 23 Jahren werden der Neonazi-Szene zugerechnet; unter der Angreifern befanden sich u.a. die Neonazis Dennis Eisters und Timo Lenning. Geprüllt wurden Parolen wie "Deutschland den Deutschen - Ausländer raus". Zwei der Täter sind einschlägig wegen Körperverletzung vorbestraft. Das Opfer hat schwere Kopfverletzungen erlitten. Vor dem Angriff waren die Täter den Ermittlern zufolge unterwegs, um NPD-Aufkleber an Laternenmasten zu kleben. (junge welt v. 20. Juni 2006/ Berliner Morgenpost v. 21. Juni 2006 / Berliner Morgenpost/dpa v. 23. Juni 2006 / Presseerklärung der Autonomen Antifa Teltow-Fläming v. 21. Juni 2006)

Arnstorf / Bayern

Drei rechte Schläger prügelten in der Nacht zum 18. Juni in Arnstorf auf ein 18-u. 19-jähriges Bruderpaar ein. Beide Opfer erlitten Verletzungen. (Unser Radio online v. 19. Juni 2006)

Merseburg / Sachsen-Anhalt

Ein 26-jähriger Serbe wurde am 18. Juni in Merseburg von drei Männern in einer Regionalbahn geschlagen und getreten. Der Mann erlitt dabei Prellungen und Schürfwunden. Die Polizei geht von einem fremdenfeindlichen Hintergrund aus. (Westfälischer Anzeiger/AFP v. 19. Juni 2006)

Frankfurt/Oder / Brandenburg

Ein 50-jähriger Pole wurde am 20. Juni in der Innenstadt von Frankfurt/Oder von zwei Männern im Alter von 22 und 27 Jahren und zwei 17 und 38 Jahre alten Frauen zusammengeschlagen. Er musste mit einer Platzwunde und Blutergüssen ins Klinikum gebracht werden. (ddp v. 23. Juni 2006)

Berlin

In der Nacht zum 21. Juni wurde ein 17-jähriger schwedischer Fußballfan in Berlin-Pankow von einem polizeibekannten 19-jährigen Straftäter in Berlin-Pankow verletzt. Der Schwede musste im Krankenhaus ambulant behandelt werden. (ddp v. 23. Juni 2006)

Dresden / Sachsen

Polizeibekannte Rechtsextremisten haben am 22. Juni eine Veranstaltung der Linkspartei in Dresden überfallen. 15 Personen im Alter zwischen 18 und 34 Jahren störten eine Veranstaltung mit dem Bundestagsabgeordneten Axel Troost. Parteimitglieder wurden beschimpft und Werbematerial beschädigt. (Netzzeitung v. 23. Juni 2006)

Berlin

Unter fremdenfeindlichen Beleidigungen wurde am 22. Juni in Berlin-Lichtenberg ein 14-jähriger Vietnamese von drei unbekannten Tätern angegriffen. (Mein Berlin)

Berlin

Ein 38-jähriger Nigerianer wurde am 23. Juni in Berlin-Gropiusstadt von einem 61-jährigen Mann mit zwei Flaschen beworfen und fremdenfeindlich beleidigt. (Mein Berlin v. 24. Juni 2006)

Grimmen / Mecklenburg-Vorpommern

In der Nacht zum 25. Juni wurde in Grimmen ein 29-jähriger türkischstämmiger Asylbewerber von zwei Männern im Alter von 20 und 30 Jahren mit fremdenfeindlichen Parolen beleidigt und angegriffen. Das Opfer erlitt leichte Verletzungen im Gesicht. (ddp v. 26. Juni 2006)

Oldenburg / Niedersachsen

Zwei Deutsche türkischer Abstammung im Alter von 15 und 17 Jahren wollten am 30. Juni in Oldenburg einem Passsanten zu Hilfe eilen, der von einem 18-Jährigen zusammengeschlagen wurde. Auf der Flucht versetzte der Täter dem 15-Jährigen einen Stich in den Bauch. Bei der Festnahme durch die Polizei gab der junge Mann fremdenfeindliche Äußerungen von sich. (Nordwest-Zeitung v. 03. Juli 2006)

Juli

Potsdam / Brandenburg

In der Nacht zum 02. Juli wurde im Potsdamer Ortsteil Marquardt eine Hochzeitsgesellschaft von zwölf Tatverdächtigen, im Alter von 20 bis 35 Jahren, darunter drei Frauen, überfallen. Alle männlichen Tatverdächtigen sind der Polizei wegen zurückliegender Ermittlungen wegen Körperverletzungen und Sachbeschädigungen bekannt. "Das ist unser Dorf, ihr habt hier nichts zu suchen", brüllte einer der Glatzköpfigen. Grund für den Angriff könnte sein, dass die jugendlichen Täter davon ausgingen, dass es eine türkische Hochzeit sei. Tatsächlich spielte jedoch lediglich eine Band vom Balkan auf. Einem der Hochzeitsgäste platzte bei einem Fausthieb auf das Ohr das Trommelfell. Hinweise auf einen rechtsextremen Hintergrund der Tat liegen angeblich nicht vor. (ddp v. 06. Juli 2006 / ddp v. 19. Juli 2006)

Döllstädt / Thüringen

In Döllstädt (Landkreis Gotha) wurde am 03. Juli ein dunkelhäutiger 17-Jähriger von einer Frau und einem Mann als "Nigger" und "schwarzes Schwein" beschimpft, angegriffen und verletzt. (MDR v. 04. Juli 2006 / ddp v. 04. Juli 2006)

Wolfsburg / Niedersachsen

Am Abend des 04. Juli, nach dem WM-Halbfinale, in dem Deutschland den Italienern unterlegen war, randalierten Hooligans in der Innenstadt von Wolfsburg, brüllten rechtsextreme Parolen und gingen auf italienische Fans und deutsche Polizisten los. (Wolfsburger Allgemeine v. 06. Juli 2006)

Friedrichshafen / Baden-Württemberg

In der Nacht zum 05. Juli randalierten in Friedrichshafen jugendliche Rechtsextremisten nach dem WM-Halbfinale, skandierten ausländerfeindliche Parolen und provozierten italienische Fans. (Südkurier v. 06. Juli 2006)

Brück / Brandenburg

Anfang Juli stellte ein türkischer Imbissbetreiber in Brück (bei Potsdam) fest, dass die Hälfte seines Hauses massiv mit Eiern beworfen worden war. Bei einem von ihm genutzten Auto wurden Reifen aufgeschlitzt und die Motorhaube mit einem Stein massiv zerkratzt. Darüber hinaus wurden in seinem Briefkasten rechtsextreme Flugblätter geworfen. Der Imbissbetreiber fürchtet einen Zusammenhang mit dem Gerichtsverfahren und der erfolgten Verurteilung von drei rechtsextremen Jugendlichen nach einem Brandanschlag vom Februar 2004 auf sein Lokal. (Märkische Allgemeine v. 24. August 2006)

Torgelow / Mecklenburg-Vorpommern

Wegen eines T-Shirts mit der Aufschrift "Nazis nehmen uns die Arbeit weg" haben vier unbekannte Männer am 08. Juli in Torgelow zwei Jugendliche angegriffen. Einer der beiden Jugendlichen wurde leicht verletzt. (dpa/Lübecker Nachrichten v. 09. Juli 2006)

Kemberg / Sachsen-Anhalt

Im Kemberger Ortsteil Bergwitz (Landkreis Wittenberg) wurde in der Nacht zum 09. Juli ein 22-Jähriger, der zur alternativen Szene gehört, von einer 20-köpfigen Gruppe Rechtsextremisten zusammengeschlagen. Anschließend liefen die Rechtsextremisten durch den Ort und brüllten ausländerfeindliche Parolen. Einige der Verdächtigen sind der Polizei bereits einschlägig bekannt. (MDR v. 10. Juli 2006 / ddp v. 10.07.2006 / dpa/Mitteldeutsche Zeitung v. 10.07.2006)

Frankfurt/Oder / Brandenburg

In der Nacht zum 09. Juli traf eine Gruppe junger Leute aus der linken Szene bei einem Fanfest in der Frankfurter Innenstadt auf eine größere Gruppe von Fans eines Frankfurter Fußballclubs, unter denen Personen mit rechtsextremer Gesinnung waren. Fünf Personen wurden nach Angriffen der Rechtsextremisten leicht verletzt. Im Laufe der Nacht attackierten die Rechtsextremisten erneut die Linken bei einem Hofgrillfest, die ins Haus flüchten konnten. In ihrer Wut zertrümmerten die Rechtsextremisten im Hof Gartenmöbel. An dem Hofgrillfest nehmen auch Mitglieder des Brandenburger Vereins "Opferperspektive" teil. (Märkische Allgemeine v. 10. Juli 2006 / Tagesspiegel v. 12. Juli 2006)

Viersen / Nordrhein-Westfalen

Ein 22-jähriger Schwarzafrikaner wurde am 11. Juli in einer Parkanlage in Viersen wegen seiner Herkunft beleidigt und anschließend von vier Betrunkenen angegriffen. (ddp v. 12. Juli 2006)

Magdeburg / Sachsen-Anhalt

In der Nacht zum 16. Juli wurde ein 19-jähriger Punker in der Innenstadt von Magdeburg von zwei Rechtsextremisten beleidigt, getreten und geschlagen. Der junge Mann erlitt Prellungen und Blutergüsse. (dpa/Mitteldeutsche Zeitung v. 16. Juli 2006 / MDR v. 16. Juli 2006)

Niepars / Mecklenburg-Vorpommern

Zwei 22 und 25 Jahre alte Iraker wurden am frühen Morgen des 16. Juli auf einem Feuerwehrfest in Niepars tätlich angegriffen. Zuvor wurden sie von Einheimischen angepöbelt und aufgefordert, das Fest zu verlassen. Nach einer verbalen Auseinandersetzung flüchteten sie Polizeiangaben zufolge in die Wohnung des 25-Jährigen. Eine Gruppe von etwa 15 Personen verfolgte sie bis in das Haus und schlug im Flur auf sie ein. (ddp v. 16. Juli 2006)

Königs Wusterhausen / Brandenburg

Weil er eine Israel-Fahne mit sich getragen hat, haben in Königs Wusterhausen zwei junge Rechtsextremisten einen Touristen einer österreichischen Reisegruppe angegriffen. Die beiden bislang unbekannten Täter im Alter von etwa 18 bis 20 Jahren hättem dem 43-jährigen Österreicher die Fahne entrissen und ihn mit antisemitischen Äußerungen beschimpft, sagte ein Polizeisprecher. Sie hätten zudem gedroht, die Flagge zu verbrennen. Ein weiterer Österreicher sei eingeschritten und habe die Fahne an sich genommen. Der 38-Jährige ist bei der anschließenden gewalttätigen Auseinandersetzung leicht verletzt worden. (ddp v. 18. Juli 2006)

Braunschweig / Niedersachsen

In der Nacht zum 21. Juli wurde ein Brandanschlag vor der Geschäftsstelle der sozialistischen Jugendorganisation Die Falken verübt. Unter einem vor dem Gebäude geparkten Kleinbus wurden nach Polizeiangaben zwei Glasflaschen mit einer brennenden Flüssigkeit abgestellt. Zudem wurden das Fahrzeug und die Eingangstür der Geschäftsstelle mit rechtsextremen Grußformeln beklebt; am Auto wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift "Braune Armee Fraktion" hinterlassen. Das Feuer konnte rechtzeitig gelöscht werden. (ddp v. 23. Juli 2006)

Magdeburg / Sachsen-Anhalt

Zwei 19 und 26 Jahre alte Iraker wurden am 21. Juli in Magdeburg von zwei 18 und 19 Jahre alten Deutschen zunächst an einer Bushaltestelle provoziert. Im Bus beleidigten sie die Iraker weiter mit ausländerfeindlichen Sprüchen. Nach einem Angriff auf einen der Iraker kam es zu einer Rangelei zwischen allen vier Beteiligten. Die beiden Deutschen sind bereits polizeibekannt. (ddp v. 21. Juli 2006)

Plattling / Bayern

Ein 28-jähriger Nürnberger wurde von einem amtsbekannten 30-jährigen Neonazi aus Ingolstadt am 22. Juli beim Nibelungenfest in Plattling mit einem Faustschlag niedergestreckt. Zuvor hatte sich der Nürnberger schützend vor zwei dunkelhäutige Frauen gestellt, die der Ingolstädter angepöbelt hatte. Der Schläger soll Medienberichten zufolge aktiv bei der oberbayerischen NPD sein. (Plattlinger Zeitung v. 01. August 2006)

Drewitz / Brandenburg

Eine Gruppe von Nigerianern wurde am 23. Juni in Drewitz von einem Mann beleidigt und mit einer Axt bedroht. Der Täter ist wegen Körperverletzungen, Sachbeschädigungen und Verkehrsdelikten polizeibekannt. (Potsdamer Neueste Nachrichten v. 25. Juli 2006)

Potsdam / Brandenburg

Zwei 21 und 22 Jahre alte Männer haben am 23. Juni in einer Straßenbahn Fahrgäste angepöbelt, den Hitlergruß gezeigt und "Sieg Heil" gerufen. (Potsdamer Neueste Nachrichten v. 25. Juli 2006)

Wolmirstedt / Sachsen-Anhalt

Einem sprachbehinderten Mann wurde am 24. Juli in Wolmirstedt ein Hakenkreuz auf den Rücken gemalt. Polizeiangaben zufolge hatte der 25-Jährige mit sechs Personen im Alter von 26 bis 33 Jahren Alkohol getrunken und sei aufgrund seiner Behinderung beleidigt worden. (dpa v. 26. Juli 2006)

Berlin

Auf dem Berliner Alexanderplatz wurde am 29. Juli eine Gruppe von Punks von rechten Schlägern beschimpft und angegriffen. Die Polizei nahm zwölf der mutmaßlichen Schläger fest. (junge welt v. 31. Juli 2006)

Oschersleben / Sachsen-Anhalt

Polizeiangaben zufolge soll ein 23-Jähriger am 29. Juli vier ausländische Markthändler in Oschersleben mit ausländerfeindlichen Parolen beleidigt und eine Eisenstange auf deren Auto geschleudert haben. Dabei ging die Frontscheibe zu Bruch. Der Tatverdächtige ist wegen Tragens von NS-Symbolen bekannt. (dpa v. 31. Juli 2006)

Salzwedel / Sachsen-Anhalt

Ein 30-jähriger niederländischer Staatsbürger libanesischer Herkunft wurde am 29. Juli in Salzwedel von drei Männern angegriffen und geschlagen. Die Männer im Alter von 21, 23 und 24 Jahren haben ihr Opfer mit ausländerfeindlichen Parolen beschimpft und auf den Kopf geschlagen. (ddp v. 01. August 2006)

August

Schwerin / Brandenburg

Eine Gruppe von jugendlichen Franzosen und Italienern, die am Schweriner See (Dahme-Spreewald) zelteten, wurde am 01. August von fünf rechten Jugendlichen mit Flaschen beworfen und angegriffen. Einer der jungen Männer skandierte den Hitlergruß. (Märkische Allgemeine v. 03. August 2006)

Oschersleben / Sachsen-Anhalt

Ein 38-jähriger Vietnamese wurde am 5. August von vier Männern im Alter von 19 bis 24 Jahren mit dem Tod bedroht. Polizeiangaben zufolge stoppten die Täter den Imbissbesitzer, der in Oschersleben mit einem Kleintransporter unterwegs war. Sie traten und schlugen gegen das Fahrzeug und drohten den Mann umzubringen und seinen Imbiss in Brand zu setzen. Die alarmierte Polizei, die von einem fremdenfeindlichen Überfall sprach, konnte die Täter fassen. (AP v. 06. August 2006)

Wismar / Mecklenburg-Vorpommern

Am 12. August konnte die Polizei in Wismar eine Gruppe von Neonazis nur mit gezogenen Pistolen stoppen. Sie wollten eine Demonstration gegen den Landtagswahlkampf der NPD mit Baseballschlägern angreifen. Einer der Neonazis versuchte noch, auf die Demonstranten einzuschlagen und warf eine Bierflasche in ihre Richtung. (TAZ v. 14. August 2006)

Kahnsdorf/Lobstädt / Sachsen

Mehrere Jugendliche, die nach Polizeiangaben der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind, haben in der Nacht zum 13. August zunächst das Parkfest in Kahnsdorf und anschließend eine Geburtstagsparty in Lobstädt gestört. In Lobstädt sei es dabei zu einer Schlägerei zwischen den Rechtsextremisten und Partybesuchern gekommen. Mehrere Verletzte mussten im Krankenhaus behandelt werden. (Dresdner Neueste Nachrichten v. 14. August 2006)

Picher / Mecklenburg-Vorpommern

Zu einer tätlichen Auseinandersetzung mit Mitgliedern der NPD kam es am 15. August zwischen einem Wahlkampfteam der Rechtsextremisten und einem Bürger in Picher bei Hagenow, als sich dieser verbat, dass an der Laterne vor seinem Grundstück NPD-Wahlplakate angebracht werden. Nach einem heftigen Disput erhielt der Bürger einen Schlag ins Gesicht. (Schweriner Volkszeitung v. 17. August 2006)

Kiel / Schleswig-Holstein

In der Nacht zum 16. August wurde in Kiel ein 33-Jähriger von vier Männern im Alter zwischen 18 und 26 Jahren zusammengeschlagen und dabei schwer verletzt. Während des Überfalls brüllten die Täter volksverhetzende Parolen. Die Polizei ordnet die Täter als Mitläufer der rechtsextremen Szene ein. Der 18-Jährige, der bei der Tat schwere Springerstiefel trug, hatte gerade eine Jugendstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung hinter sich. Er war erst am Tage zuvor auf Bewährung entlassen worden. Alle vier Täter sind bereits wegen gefährlicher Körperverletzung aufgefallen. Das Opfer hat schwere Trümmerbrüche im Kieferbereich erlitten, die mehrfache Operationen erforderlich machen. (dpa/Lübecker Nachrichten v. 17. August 2006 / Pressemitteilung der Polizeidirektion Kiel v. 17. August 2006)

Berlin

Ein 27-jähriger Sudanese wurde in der Nacht zum 19. August im Bezirk Prenzlauer Berg offenbar von drei mutmaßlichen Angehörigen der rechten Szene attackiert. Der Sudanese wurde zuerst von einem Mann bespuckt. Als der Afrikaner den Mann daraufhin zur Rede stellen wollte, schlug dieser ihn mit einer Bierflasche. Drei weitere Personen, vermutlich Kumpane des Täters, schubsten und beleidigten das Opfer. Dem Sudanesen gelang die Flucht. (ddp v. 19. August 2006)

Kaiserslautern / Rheinland-Pfalz

In der Nacht vom 19. auf den 20. August wurde ein 26-jähriger junger Mann auf dem Autobahnparkplatz "Höllenplacken" an der A6 zwischen Kaiserslautern und Landstuhl von einem Unbekannten, der einen Komplizen hatte, niedergeschossen. Das Opfer ist seitdem querschnittsgelähmt. Der Autobahnplatz ist als Treffpunkt der örtlichen Schwulenszene bekannt. Die Täter werden Polizeiangaben zufolge der rechten Szene zugeordnet. (ZDF-Sendung Aktenzeichen XY v. 07. Dezember 2006)

Ubstadt /Baden-Württemberg

Ein 26-jähriger Mann wurde in der Nacht zum 20. August bei einem Straßenfest in Ubstadt ohne jede Vorwarnung von zwei Männern aus einer fünfköpfigen Gruppe verprügelt und zu Boden geschlagen. Die Polizei rechnet die Personengruppe der rechtsextremen Szene zu. (Bruchsaler Neueste Nachrichten v. 22. August 2006)

Heinersdorf / Brandenburg

Ein 27jähriger Mann beschimpfte und bedrohte am 21. August 2006 in Heinersdorf bei Fürstenwalde ausländische Kinder und ihre dunkelhäutige Betreuerin. Der Mann rief den Kindern zu, sie seien hier "nicht erwünscht" und sollten sich "verpissen". Als die Betreuerin einschreiten wollte, beleidigte sie der Mann unter anderem mit "Belehrungen über die Herrenrasse". Er soll einen messerähnlichen Gegenstand gezogen und in die Luft gestoßen haben. (Berliner Kurier v. 22. August 2006)

Berlin

Ein 33-jähriger Mann aus Kamerun wurde am 23. August im Prenzlauer Berg von drei Männern überfallen, rassistisch beleidigt und mit einem Schirm geschlagen. Das Opfer erlitt laut Polizei Verletzungen im Gesicht und an der Schulter. Die Männer würden wegen ihres Aussehens und ihrer Kleidung der rechten Szene zugeordnet, sagte ein Polizeisprecher. (Rheinische Post v. 24. August 2006 / ddp/Tagesspiegel online v. 24. August 2006)

Berlin

15 Neonazis überfielen am 25. August einen Infostand der PDS am Berliner U-Bahnhof Rudow. Knallkörper wurden geworfen, eine Bierflasche von dem 21-jährigen Neonazi Timo Lenning auf einen Fotographen geschleudert sowie Beleidigungen gebrüllt. Die alarmierte Polizei verhinderte eine Straßenschlacht und nahm drei junge Männer vorläufig fest. (Berliner Zeitung online v. 27. August 2006 / Tagesspiegel v. 03. September 2006)

Triebel / Thüringen

In der Nacht zum 26. August vertrieben etwa 30 mutmaßlich rechtsextreme Jgendliche im Dorf Triebel bei Plauen eine Zirkusfamilie und zerstörten das Zirkuszelt. Es entstand ein Schaden von 20.000 Euro. (MDR 1 Radio Sachsen v. 27. August 2006)

Berlin

Nach einem Angriff auf zwei Polizisten wurden elf Angehörige der rechtsextremen Szene im Alter zwischen 17 und 21 Jahren festgenommen. Zunächst hatten sich am 26. August zwei Jugendliche am S-Bahnhof Schöneweide an die Zivilbeamten gewandt, weil sie von jugendlichen Rechtsextremisten geschlagen worden seien, sagte ein Polizesprecher. Die Beamten nahmen daraufhin vier Tatverdächtige fest. Eine Gruppe von rund 20 Personen warf daraufhin Flaschen auf die Beamten und die Überfallenen. Die vier Festgenommenen konnten zunächst flüchten und wurden später gestellt. (ddp/BerlinOnline v. 26. August 2006)

Ebermannstadt / Bayern

Ein ca. 21-jähriger Skinhead schlug am 26. August einem 17-Jährigen in Ebermannstadt (bei Forchheim) mit der Faust ins Gesicht. Das Opfer erlitt dabei eine Verletzung, die eine Behandlung im Krankenhaus notwendig machte. Der Täter befand sich Polizeiangaben zufolge in einer Gruppe von 4 weiteren jungen Personen. (Wiesentbote v. 28. August 2006)

Kernen / Baden-Württemberg

Unbekannte haben in der Nacht zum 30. August Steine gegen ein Asylbewerberheim in Kernen (Rems-Murr-Kreis) geschleudert und dabei ein Fenster eingeworfen. Zudem riß die laut Polizeibericht möglicherweise dreiköpfige Tätergruppe ein an der Wand des Wohnheims angebrachtes Telefon ab und nahm es mit. (Stuttgarter Zeitung v. 01. September 2006)

September

Dortmund / Nordrhein-Westfalen

Zwei 16-jährige Deutsche wurden am 01. September in der Nähe des S-Bahnhofes Dortmund-Dorstfeld von einer 6-8 Personen umfassenden Gruppe mit Baseballschlägern verprügelt und mit Reizgas besprüht. Die Opfer beschrieben die Täter als glatzköpfig und mit Springerstiefeln bekleidet. Vermutlich dieselbe Tätergruppe verprügelte am 3. September einen 18-Jährigen. (Pressemitteilung der Polizei Dortmund v. 04. September 2006)

Minden / Nordrhein-Westfalen

Am 02. September wurde ein Mann von vier Unbekannten in der Mindener Innenstadt angegriffen. Diese schlugen mit Fäusten auf ihn ein. Einer der Täter setzte einen Schlagstock ein. Als sich ein unbeteiligter Mann näherte, griffen die Unbekannten auch diesen an. Beide Opfer wurden mit Rettungswagen ins Krankenhaus eingeliefert. Alle vier Männer hatten Glatze und trugen Springerstiefel. (Pressemitteilung der Polizei Minden-Lübbecke v. 04. September 2006)

Berlin

In der Nacht zum 03. September pöbelten zwei Unbekannte in Kreuzberg ein Pärchen mit der Frage an, ob sie "Kanaken" seien. Als diese nicht antworteten, warf einer der Männer der Frau eine Bierflasche an den Kopf. Die 22-Jährige wurde leicht verletzt, ihr Begleiter durch die Flaschensplitter ebenfalls. Nahe der NPD-Zentrale in Köpenick schlug ein 25-Jähriger einem Punk ins Gesicht. (Tagesspiegel v. 04. September 2006)

Wolfenbüttel / Niedersachsen

In der Nacht zum 6. September brannte in Wolfenbüttel ein türkischer Imbiss. Ein fremdenfeindlicher Hintergrund wurde nicht ausgeschlossen, da wenige Tage zuvor an der Eingangstür an die Wand geschrieben war: "Verpisst Euch, Ausländer raus." Ebenfalls Tage zuvor wurde die Auto-Windschutzscheibe des erwachsenen Sohnes des Imbiss-Pächters mit Kot beschmiert. (Braunschweiger Zeitung v. 07. September 2006)

Magdeburg / Sachsen-Anhalt

Ein 64-jähriger Mann hat am 06. September einen elfjährigen Schüler in Magdeburg mit einem Faustschlag niedergestreckt. Eine Mitschülerin mit dunkler Hautfarbe wurde zuvor von ihm rassistisch beschimpft. Nach Aussagen von Mitschülern soll der Junge den Mann daraufhin zur Rede gestellt haben. Dieser habe dann auf den Jungen eingeschlagen. (Volksstimme v. 08. September 2006)

Berlin

Am Abend des 08. September wurden zwei Juso-Wahlkämpfer in Alt-Marzahn beim Plakatieren von zwei 20 und 21 Jahre alten Neonazis angepöbelt. Die beiden Wahlhelfer rannten weg - wurden aber verfolgt. Der 23-jährige Felix F. stürzte dabei und wurde mehrfach von einem der Neonazis gegen Kopf und Oberkörper getreten. (Berliner Zeitung v. 11. September 2006)

Bernburg / Sachsen-Anhalt

In Bernburg wurde am 09. September ein 19-jähriger Asylbewerber aus Liberia von einem Unbekannten zusammengeschlagen. Das Opfer erlitt einen Kieferbruch und musste im Krankenhaus behandelt werden. (MDR 1 Radio Sachsen-Anhalt v. 11. September 2006)

Magdeburg / Sachsen-Anhalt

Ein 22-jähriger Afrikaner aus Benin wurde an einer Straßenbahn-Haltestelle in Magdeburg am 09. September von vier 16 bis 26 Jahre alten Tatverdächtigen rassistisch beschimpft. Als sich der Afrikaner zur Wehr setzte, rief einer der Tatverdächtigen über Notruf die Polizei. Als diese eintraf, waren nur noch der Afrikaner und der Anrufer vor Ort. Als der 26-jährige Magdeburger in die Polizeidirektion gebracht werden sollte, griff dieser unvermittelt die Polizeibeamten an und schlug auf den Funkstreifenwagen. Unterdessen waren die drei anderen Täter zurückgekehrt. Nach erneuten beleidigenden Äußerungen gegenüber dem Afrikaner schlugen und traten sie auf diesen ein. Zeugen riefen die Polizei, die die Tatverdächtigen jedoch nicht mehr vor Ort antrafen. Diese hatten sich zwischenzeitlich in die Polizeidirektion begeben, um sich nach ihrem Kameraden zu erkundigen. Dort wurde das betrunkene Trio schließlich festgenommen. (ddp v. 10. September 2006)

Stralsund / Mecklenburg-Vorpommern

Eine Protestaktion gegen den möglichen Einzug der NPD in den Landtag wurde am 09. September in Stralsund durch Rechtsextreme gestört. Demonstrationsteilnehmer wurden beleidigt, gefilmt, fotographiert und bedroht. (dpa/Lübecker Nachrichten v. 10. September 2006)

Schönebeck / Sachsen-Anhalt

Ein 18-Jähriger ist nach einem Trinkgelage am 09. September in Schönebeck im Gesicht und auf dem Kopf mit NS-Symbolen beschmiert worden. (MDR 1 Radio Sachsen-Anhalt v. 11. September 2006)

Meerane / Sachsen

Auf den ehemaligen sächsischen PDS-Landtagsabgeordneten Uwe Adamczyk wurde in der Nacht vom 15. auf den 16. September ein Brandanschlag verübt. Adamczyk sprach von einem versuchten Mordanschlag. Mehrere Neonazis seien über ein Schaufenster in ein von ihm bewohntes Haus in Meerane eingedrungen und hätten dort ein abgestelltes Mofa angezündet. Es sei Absicht der Täter gewesen, "seinen Tod billigend in Kauf zu nehmen". Es war bereits der vierte Angriff auf den Rollstuhlfahrer Adamczyk, der sich für antifaschistische Politik einsetzt. Wegen der Anschläge hat Adamczyk seinen Rücktritt als Meeraner Stadtrat und Kreistagsabgeordneter erklärt. Adamczyk kündigte an, aus Meerane wegzuziehen. (ddp v. 19. September 2006 / junge Welt v. 20. September 2006)

Berlin

Drei Neonazis im Alter zwischen 20 bis 22 Jahren haben am 16. September in Pankow einen Infostand der WASG angegriffen. Zwei Wahlhelfer wurden leicht verletzt. (Berliner Zeitung v. 18. September 2006)

Trier / Saarland

Ein dunkelhäutiger Deutscher wurde am 24. September in Trier von zwei Personen aus dem saarländischen Mettlach beschimpft und mit einem Messer angegriffen. Die Polizei vermutet fremdenfeindliche Motive. (dpa v. 26. September 2006)

Magdeburg / Sachsen-Anhalt

Zwei Pakistaner wurden am 29. September in Magdeburg Opfer von rassistischen Beschimpfungen. Sie wurden von zwei Männern mit ausländerfeindlichen Parolen beleidigt und verfolgt. (ddp v. 01. Oktober 2006)

Murrhardt / Baden-Württemberg

Eine Gruppe von Skinheads im Alter zwischen 17 und 25 Jahren hat Polizeiangaben zufolge am 30. September am Bahnhof in Murrhardt drei farbige Frauen attackiert, bespuckt und beschimpft. Drei Zeugen des Vorfalls sprachen die Skinheads auf dem Bahnsteig an und wurden daraufhin von einem der Täter mit gestreckten Beinen angesprungen. (SWR v. 04. Oktober 2006)

Grabow / Sachsen-Anhalt

Am 30. September wurden drei Mädchen aus der Punkerszene von bis zu zehn rechtsextremen Jugendlichen in Grabow (Jerichower Land) beleidigt und mit Steinen angegriffen. Ein Mädchen wurde bei dem Angriff am Kopf verletzt. (MDR v. 01. November 2006 / Mitteldeutsche Zeitung v. 02. November 2006)

Oktober

Artern / Thüringen

Auf einem Stadtfest in Artern am 01. Oktober provozierten 20 Neonazis aus Sachsen und Sachsen-Anhalt die Feiernden. Nach Mitternacht schlugen diese brutal einen 21-Jährigen zusammen. Daraufhin ergriffen die Festbesucher die Initiative und jagten die Neonazis selbst aus der Stadt. (Thüringer Allgemeine v. 02./03. Oktober 2006)

Bochum / Nordrhein-Westfalen

Am Abend des 6. Oktober wurden Jugendliche in Bochum von einer Gruppe mit mehreren Skinheads überfallen, die mit Baseballschlägern, Eisenstangen und Schlagstöcken bewaffnet waren. Zwei 16 und 17 Jahre alte Opfer wurden durch Schläge verletzt. (Pressemitteilung der Polizei Bochum v. 09. Oktober 2006)

Bremen

Die Geschäftsstelle der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten (VVN/BdA) war in der Nacht zum 11. Oktober Ziel eines Anschlages. Die Scheibe eines Büros wurde eingeworfen. Zu einer Serie ähnlicher Attacken auf das Büro war es im Jahr 2000 im Vorfeld eines geplanten Neonazi-Aufmarsches gekommen. (TAZ Nord v. 12. Oktober 2006)

Wittstock / Mecklenburg-Vorpommern

Der Wirt des italienischen Restaurants "La Torre" in Wittstock wurde am Abend des 11. Oktober von vier Skinheads im Alter zwischen 17 bis 28 Jahren mit ausländerfeindlichen Parolen beschimpft. Als die Situation zu eskalieren drohte, rief der Gastwirt die Polizei. (Märkische Allgemeine v. 13. Oktober 2006)

Nordkreis / Nordrhein-Westfalen

Wegen Körperverletzung und ausländerfeindlicher Äußerungen hat die Aachener Polizei gegen einen 16-jährigen Jugendlichen und einen 20-jährigen Heranwachsenden ein Strafverfahren eingeleitet. Ihnen wird vorgeworfen in der Nacht zum 14. Oktober in einer Diskothek im Nordkreis einen ausländischen Gast mit ausländerfeindlichen Sprüchen beleidigt und geschlagen zu haben. Als sie von der Polizei abgeführt wurden, skandierten die Täter rechtsextreme Grüße. Der 20-Jährige hatte noch eine Bewährungsstrafe offen und blieb in Haft. (Pressemitteilung der Polizei Aachen v. 16. Oktober 2006)

Chüden / Sachsen-Anhalt

Eine Mutter aus Chüden zeigte am 17. Oktober die Misshandlung ihres dunkelhäutigen Sohnes durch drei Schüler im Alter von 13 und 14 Jahren an. Dieser wurde auf dem Schulhof als "Nigger" beschimpft. Dem Opfer wurde auch sein Busfahrausweis abgenommen. (Volksstimme v. 08. Dezember 2006)

Rathenow / Brandenburg

In Rathenow haben am 20. Oktober rechtsgerichtete Jugendliche eine Gruppe von gleichaltrigen Linken angegriffen. Der Großteil der Angreifer ist schon in der Vergangenheit durch Gewaltdelikte und rechte Propaganda aufgefallen. (ddp/Tagesspiegel online v. 23. Oktober 2006)

Dortmund / Nordrhein-Westfalen

Vier Neonazis im Alter zwischen 16 und 21 Jahren aus Dortmund, Arnsberg und Witten haben am 21. Oktober in einem Zug von Winterberg nach Dortmund einen dunkelhäutigen Bahnmitarbeiter mit Tritten und Schlägen leicht verletzt. Das Opfer wurde auch mit rassistischen Sprüchen beleidigt. Alle vier Täter sind in der Vergangenheit bereits wegen einschlägiger Straftaten wie z.B. Propagandadelikten in Erscheinung getreten. (AP v. 23. Oktober 2006 / Pressemitteilung der Polizei Dortmund v. 23. Oktober 2006)

Gerwisch / Sachsen-Anhalt

Mehr als ein Dutzend vermummter Neonazis stürmte am 21. Oktober eine Geburtstagsfeier linker Jugendlicher im Bürgerhaus von Gerwisch bei Stendal. Drei Menschen wurden dabei verletzt. Die Täter sollen Kinder und Jugendliche geschlagen, Bierflaschen geworfen und Teile der Einrichtung zerstört haben. (Spiegel online v. 25. Oktober 2006 / MDR v. 24. Oktober 2006 / Berliner Zeitung v. 26. Oktober 2006)

Poing / Bayern

Ein 21-jähriger Skinhead aus Markt Schwaben hat am 22. Oktober in Poing ein afrikanisches Pärchen angepöbelt und geschlagen, außerdem stieß er eine 59-jährige Frau zu Boden, die zur Hilfe kommen wollte. Dabei verletzte sich die Frau an der Hand. Während dieser Aktion brüllte er die Frau als "Judensau" und "Judenfotze" an. Der amtsbekannte Skin musste von der Polizei mit Gewalt festgenommen werden. (Süddeutsche Zeitung v. 24. Oktober 2006 / Ebersberger Zeitung v. 31. Oktober 2006)

Leipzig / Sachsen

Unbekannte haben am vorletzten Oktober-Wochenende eine Scheibe des Wahlkreisbüros des Linkspartei-Abgeordneten Dietmar Pellmann in Leipzig eingeworfen. Die Linkspartei vermutet die Täter in der rechten Szene, da aus dieser Richtung in der Vergangenheit mehrfach Drohgebärden geäußert worden seien. (ddp/Freie Presse v. 23. Oktober 2006)

Gefrees / Bayern

Mehrere Neonazis griffen am 23. Oktober in Gefrees drei junge Russlanddeutsche an, nachdem sich diese über laute rechtsextreme Musik, die von einer Wohnung aus auf der Straße zu hören war, beschwerten. (Frankenpost v. 25. Oktober 2006)

Löbau / Sachsen

Rechte Parolen rufend traten am 23. Oktober in Löbau vermutlich rechte Gewalttäter gegen das Auto eines 21-Jährigen. Als der Geschädigte ausstieg, wurde er von mehreren Angreifern zusammengeschlagen und von einem Hund gebissen. Das Opfer erlitt unter anderem eine Mittelgesichtsfraktur. (TAZ v. 31. Oktober 2006)

Wismar / Mecklenburg-Vorpommern

Zwei 24 und 29 Jahre alte Marokkaner sind von einer Gruppe Jugendlicher in Wismar am 23. Oktober 2006 mit rassistischen Pöbeleien beschimpft und angegriffen worden. Als einer der Marokkaner einem der Jugendlichen, der ihn mit einem Messer bedrohte, abnahm, verletzte er sich an der Hand. Sein Begleiter erhielt einen Faustschlag ins Gesicht. (Ostsee-Zeitung v. 25. Oktober 2006)

Ohrdruf / Thüringen

In der Nacht zum 28. Oktober wurde ein 22-Jähriger in Ohrdruf (Landkreis Gotha) angegriffen und mit einem Knüppel niedergeschlagen. Einen rechtsextremen Hintergrund konnte die Polizei nicht ausschließen. (dpa/Thüringer Allgemeine v. 29. Oktober 2006)

Berlin

Mehrere Passanten wurden in der Nacht zum 29. Oktober 2006 in Berlin-Friedrichshain wahllos von rechten Randalierern angegriffen. Ein Autofahrer wurde dabei von den Tätern mit Reizgas besprüht. (ddp v. 29. Oktober 2006)

Berlin

Ein 37-Jähriger hat am 31. Oktober auf dem U-Bahnhof Zoologischer Garten seinen Hund auf einen 22-jährigen Mann aus Ghana gehetzt. Zuvor wurde der Afrikaner, der Bisswunden am linken Fuß erlitt, mehrfach fremdenfeindlich beleidigt. Auch nach seiner Festnahme setzte der Täter seine Beleidigungen und Bedrohungen gegen den Ghanaer fort. (ddp v. 01. November 2006)

November

Welzheim / Baden-Württemberg

Ein 20-jähriger Neonazi hat in Welzheim am 01. November aus einer Gruppe heraus einen 18-jährigen farbigen Deutschen angegriffen und mit einem Teleskopstock auf ihn eingeschlagen. Dem Opfer wurde bei dem Angriff die Hand gebrochen. zudem erlitt er eine Platzwunde am Kopf. Der Täter ist polizeibekannt und wegen anderer Körperverletzungen vorbestraft. (ddp v. 23. November 2006)

Augsburg / Bayern

Am Rande einer Gedenkveranstaltung für die Opfer des NS-Regimes kam es am 01. November in Augsburg zu einer Schlägerei mit Neonazis. Die Auseinandersetzung ging los, als die vermummten Neonazis damit begannen, die rund 60 Teilnehmer der Veranstaltung auf dem Westfriedhof zu fotographieren. Als Antifaschisten versuchten, das zu unterbinden, gab es ein Gerangel, bei dem fünf Teilnehmer der Kundgebung leicht verletzt wurden, wie die Polizei mitteilte. Nachdem sie zusätzlich noch Pfefferspray gesprüht hatten, flüchteten die Neonazis. Die Polizei nahm mit einem Großaufgebot von 17 Streifenwagen und einem Hubschrauber die Verfolgung auf und konnte sieben Tatverdächtige festnehmen. (ddp v. 01. November 2006)

Berlin

Sechs bis acht Personen vermutlich aus der rechten Szene haben am 03. November im Berliner Bezirk Lichtenberg einen 19-Jährigen und seine 17-jährige Begleiterin angegriffen. Der Mann sei mehrfach geschlagen und getreten, die Frau zu Boden gestoßen worden, sagte ein Polizeisprecher. Hintergrund der Tat, so die Polizei, sei möglicherweise das äußere Erscheinungsbild der Opfer, die optisch der linken Szene zuzuordnen seien. (ddp v. 05.11.2006)

Gerwisch / Sachen-Anhalt

In der Nacht zum 04. November haben zwei junge Rechtsextremisten in Gerwisch Polizisten angegriffen und einem der beiden Beamten die Nase gebrochen. Der Vorfall ereignete sich, als die Polizisten drei 17- und 19-Jährige wegen einer eingeworfenen Fensterscheibe an einer Turnhalle überprüfen wollten. (dpa/Mitteldeutsche Zeitung online v. 04. November 2006)

Friedrichswalde-Ottendorf / Sachsen

Bei der Auflösung eines illegalen Skinhead-Konzertes am 04. November in Friedrichswalde-Ottendorf bei Pirna sind Polizisten von 50 Neonazis massiv bedroht worden. Unter anderem hätten die Neonazis mit leeren Bierflaschen geworfen. Vor Ort waren 250 Neonazis aus Sachsen, Berlin, Brandenburg, Bayern und Sachsen-Anhalt. (AP v. 05. November 2006)

Blankenfelde / Brandenburg

Am Rande des 06. Märkischen Kulturtages, der maßgeblich von der rechtsextremen Heimattreuen Deutschen Jugend (HDJ) ausgerichtet wird, am 4. November in Blankenfelde, wurde die Journalistin Andrea Röpke von einem Neonazi zusammengeschlagen. An der nicht-öffentlichen Veranstaltung nahmen 200 Neonazis aus Brandenburg, Berlin, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern teil. (TAZ v. 06. November 2006 / rbb-online v. 04. November 2006)

Bremen

Die Geschäftsstelle der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten (VVN/BdA) war am Abend des 04. November erneut Ziel eines Anschlages. Die Scheibe eines Büros wurde mit einem Gullydeckel eingeworfen. Am gleichen Tag fand eine NPD-Demonstration in Bremen statt. (Weserkurier v. 07. November 2006)

München

Ein 22-jähriger dunkelhäutiger Mann wurde in der Nacht zum 06. November in einer Münchner u-Bahn von einem Neonazi durch mehrere Faustschläge ins Gesicht verletzt. Das Opfer erlitt unter anderem einen Nasenbeinbruch. Die Polizei stellte bei dem Schläger, einem 28-jährigen Einzelhandelskaufmann, der ursprünglich aus Schwedt stammt, einen MP-3-Player sicher, auf dem sich rechtsextremes Liedgut befand. Gefunden wurde auch die sogenannte "NPD-Schulhof"-CD. (ddp v. 07. November 2006 / Münchner Merkur v. 08. November 2006)

Quedlinburg / Sachsen-Anhalt

Auf ein Bekleidungsgeschäft eines Vietnamesen ist am 08. November ein Brandanschlag verübt worden. Die Täter beschädigten die Schaufensterscheibe und warfen eine Flasche mit brennender Flüssigkeit gegen den Fenstersockel. (TAZ v. 09.11.2006)

Celle / Niedersachsen

In den frühen Morgenstunden des 11. November kam es in Celle zu einem Angriff von Rechtsextremisten auf zwei Celler Kurden. Neonazis, darunter der bundesweit bekannte Rechtsextremist Dieter Riefling, feierten in einem Szenelokal eine Geburtstagsparty. Dabei fielen den Neonazis draußen die beiden Kurden ins Auge, die daraufhin von einer 20-köpfigen Gruppe von Rechtsextremisten mit den Worten "Euch machen wir kalt, haut hier ab." bedroht wurden. Die Opfer flüchteten in eine Sportsbar und verschlossen die Eingangstür. Die Angreifer liefen hinterher und versuchten vergeblich in die Bar einzudringen. Weitere Drohungen und rassistische Äußerungen wurden ausgesprochen und zudem schlugen die Rechtsextremisten gegen Fenster und Türen der Bar. Neben Polizeibeamten aus Celle kam auch eine Einsatzgruppe der Bundespolizei zum Einsatz, da sich die Rechtsextremisten äußerst aggressiv bei der Personalienfeststellung zeigten. Die Polizisten mussten Pfefferspray und Schlagstöcke einsetzen. (Pressemitteilung der Polizei Celle v. 11. November 2006 / TAZ v. 16. November 2006)

Gotha / Thüringen

Ein Skinhead hat am 11. November in Gotha einen Schweizer und einen US-Amerikaner beschimpft und bedroht. Den Amerikaner schlug der Glatzkopf mehrfach mit der Faust gegen den Oberkörper. Auch als die beiden Männer in ein Cafe gingen, wurden sie von dem Täter erneut bedroht. Andere Gäste haben daraufhin den Skin vertrieben. (ddp/e110.de v. 13. November 2006)

Berlin

Ein 21-jähriger Musiker aus Brandenburg wurde in der Nacht zum 12. November in Treptow-Köpenick von zwei Rechtsextremisten schwer verletzt. Einer der Rechtsextremisten warf dem Opfer aus kurzer Distanz eine Glasflasche an den Kopf. Außerdem fiel der Ausruf "Ihr Zecken". Die Polizei stellte einen 24-jährigen Täter, der bereits wegen rechts motivierter Straftaten bekannt geworden ist. (dpa/Hamburger Abendblatt v. 12. November 2006 / ddp v. 12. November 2006)

Jena / Thüringen

Am 12. November wurde in Jena ein 18-jähriger Jugendlicher aus Syrien von fünf Fußballfans des FC Carl-Zeiss Jena zusammengeschlagen. Die Täter im Alter zwischen 21 und 38 jahren wurden ermittelt. Einige der Täter sind als Rechtsextremisten bekannt. (Thüringer Allgemeine v. 13. November 2006 / Thüringer Allgemeine v. 27. November 2006)

Eggenfelden / Bayern

Eine achtköpfige Gruppe von Rechtsextremisten sprengte am frühen Morgen des 12. November eine Privatparty eines 15-jährigen Landwirtsohnes in Eggenfelden. Uneingeladen pöbelten und randalierten die Rechtsextremisten und schlugen Mobiliar kurz und klein. (Passauer Neue Presse v. 13. November 2006)

Berlin

Ein Beamter der Polizeispezialeinheit PMS (Politisch Motivierte Straßengewalt) wurde in der Nacht zum 17. November zusammengeschlagen und schwer verletzt. In Sicherheitskreisen wird vermutet, dass Rechtsextremisten die Täter waren. In der Nähe des Tatorts stellte die Polizei ein Transparent fest, auf dem für einen Neonazi-Aufmarsch mobilisiert wird. (Tagesspiegel v. 18. November 2006)

Quedlinburg / Sachsen-Anhalt

Innerhalb weniger Tage wurde in Quedlingburg erneut ein Brandanschlag auf ein vietnamesisches Bekleidungsgeschäft verübt. Am 16. November zertrümmerten Unbekannte die Schaufensterscheibe des Geschäftes mit einem Stein und einem Gullydeckel. Außerdem warfen die Täter zwei Molotow Cocktails auf das Geschäft. Die Brandsätze erloschen auf dem Gehweg. (ddp v. 16. November 2006)

Frankfurt / Brandenburg

Aus einer etwa zehnköpfigen Gruppe heraus beleidigten und attackierten drei Rechtsextremisten, zwei Männer und eine Frau im Alter von 18 und 19 Jahren, am 18. November linksorientierte Jugendliche aus Berlin in einer Straßenbahn in Frankfurt/Oder. Drei linke Jugendliche trugen leichte Verletzungen davon. Die Tatverdächtigen sind den Angaben der Polizei schon wegen anderer Delikte bekannt. (dpa/Hamburger Abendblatt v. 20. November 2006)

Kriebethal / Sachsen

Eine Truppe offenbar rechts gesinnter Jugendlicher ist am 18. November in den Jugendklub Kriebethal einmarschiert. Die Tür zu einem Büro wurde eingetreten. Die etwa 15 Täter zertrümmerten mehrere Flaschen Bier, pöbelten Männer mit langen Haaren an und rissen Flyer von der Wand. Der Jugendklub wird vom Verein Sächsische Landjugend betreut. (Freie Presse/Sächsische Landjugend v. 21. November 2006)

Quedlinburg / Sachsen-Anhalt

Am Abend des 24. November pöbelten mehrere rechtsextreme Männer in Quedlingburg eine 18-jährige Frau, die zur alternativen Szene gehört, an. Als diese weglaufen wollte, stießen sie die Angreifer zu Boden und traten sie mit Füßen. Dabei wurde sie am Oberkörper verletzt. Die Frau wurde bereits zum wiederholten Mal Opfer eines gewalttätigen Übergriffs. (dpa/Mitteldeutsche Zeitung v. 25. November 2006 / ddp v. 26. November 2006)

Halberstadt / Sachsen-Anhalt

In Halberstadt griff eine Gruppe von fünf Rechtsextremen einen 30-jährigen Spätaussiedler in der Nacht zum 25. November an und verletzte ihn durch Schläge mit einem Baseballschläger. Ein 21-jähriger Mann aus der Gruppe baute sich anschließend vor dem Opfer auf, zeigte den Hitlergruß und rief "Heil Hitler". (dpa/Heilbronner Stimme v. 26. November 2006 / Volksstimme v. 27. November 2006)
Ebenfalls in der Nacht zum 25. November wurde ein 16-jähriger Jugendlicher aus der alternativen Szene in Halberstadt von zwei Unbekannten auf der Straße zunächst verbal attackiert und dann geschlagen und getreten. Das Opfer trug bei dem Angriff Prellungen und Blutergüsse an Kopf und Oberkörper davon. (dpa/Mitteldeutsche Zeitung v. 27. November 2006)

Quedlinburg / Sachsen-Anhalt

Ein 20-jähriger Mann wurde am 25. November in Quedlinburg von einer Gruppe Neonazis zusammengeschlagen und schwer verletzt. Nach Angaben der Polizei war das Opfer am frühen Morgen unterwegs, als ihm eine Gruppe rechtsextreme Parolen skandierender jünger Männer entgegenkam. Als er diese daraufhin als Nazis bezeichnete, verfolgten sie ihr flüchtendes Opfer und schlugen es nieder. Das Opfer wurde schwer am Kopf und an einem Bein verletzt und musste ins Krankenhaus gebracht werden. (dpa/Mitteldeutsche Zeitung v. 25. November 2006)

München / Bayern

In der Nacht zum 26. November wurden einem dunkelhäutigen Deutschen bei einem rassistisch motivierten Angriff drei Vorderzähne ausgeschlagen. Ein ehemaliger 22-jähriger Arbeitskollege traf sein 29-jähriges Opfer zufällig auf der Straße, skandidierte die Parole "White Power" und schlug den Mann nieder. Der Täter ist wegen Körperverletzung und Beleidigung polizeibekannt. (Süddeutsche Zeitung v. 01. Dezember 2006)

Lahr / Baden-Württemberg

Neun deutsche und französische Skinheads haben am frühen Morgen des 26. November in Lahr einen 35-jährigen Deutschen tunesischer Abstammung überfallen und brutal zusammengeschlagen. (SWR v. 26. November 2006)

Berlin

Der 18-jährige Berliner PDS-Bezirksverordnete Kirill Jermak wurde am frühen Morgen des 27. November in Lichtenberg von Unbekannten überfallen und verletzt. Jermak hatte eine antifaschistische Demonstration angemeldet, die am Tag zuvor von Berlin-Friedrichshain nach Berlin-Lichtenberg zog. (AFP v. 27. November 2006)

Krefeld / Nordrhein-Westfalen

Am Abend des 27. November beleidigte ein 30-jähriger wohnungsloser Mann einen 31-jährigen Krefelder mit ausländerfeindlichen Beschimpfungen. Nach einem Wortwechsel trat der Täter seinem Opfer derartig heftig gegen den Körper, dass dieser durch die Eingangstür einer Krefelder Traditionsgaststätte flog. Der Täter skandierte nun antisemitische Parolen und zeigte den Hitlergruß. (Pressemitteilung der Polizei Krefeld v. 28. November 2006)

Berlin

Eine 27-jährige Frau wurde am 29. November auf dem U-Bahnhof Yorckstraße aus wahrscheinlich fremdenfeindlichen Gründen von einem jungen Mann geschlagen und mißhandelt. Die Türkin wurde leicht verletzt. (Berliner Kurier v. 30. November 2006)

Dezember

Quedlinburg / Sachsen-Anhalt

Erneut Opfer eines rechtsextremen Überfalls wurde eine 18-jährige Frau aus der alternativen Szene. Die junge Frau wurde am Abend des 01. Dezember zusammen mit einer gleichgesinnten 15-jährigen Jugendlichen von vier Rechtsextremisten angepöbelt. Anschließend schlugen und traten die drei Männer im Alter von 19 bis 24 Jahren und eine 16-jährige auf die beiden Frauen ein. Die Opfer erlitten dabei Prellungen im Gesicht und mussten ambulant versorgt werden. Die 18-jährige war bereits am vergangenen Wochenende auf dem Marktplatz von Rechtsextremisten überfallen und verletzt worden. (ddp v. 02. Dezember 2006)

Berlin

Am Berliner Bahnhof Ostkreuz pöbelten am frühen Morgen des 03. Dezember zehn Männer zwei Schwarze mit rassistischen Sprüchen an. Polizeiangaben zufolge soll aus dieser Gruppe heraus auch ein volksverhetzendes Lied gesungen worden sein. Ein Paar aus Treptow verbat sich dieses Verhalten, woraufhin ein 20-jähriger Rechtsextremist das Paar beleidigte. Am S-Bahnhof Treptower Park stiegen das Paar, aber auch die Rechten aus. Dabei stießen gleich drei Rechte den 26-jährigen zu Boden und beleidigten ihn. Der 20-jährige Täter trat gegen den Kopf des Opfers. Schlimmeres konnte von weiteren Zeugen verhindert werden. (Tagesspiegel Online v. 03. Dezember 2006)

Berlin

In der Nacht zum 08. Dezember wollten zwei Skinheads den letzten noch verbliebenen türkischen Döner-Imbiss in der Lichtenberger Weitlingstraße attackieren. Die Angreifer im Alter von 20 und 38 Jahren wurden von den Betreibern vertrieben. (Berliner Kurier v. 09. Dezember 2006)

Berlin

Polizeibeamte nahmen am 09. Dezember im Berliner Bezirk Charlottenburg einen 56-Jährigen fest. Der Mann war zuvor vom Personal eines Supermarktes nach einem Diebstahl bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten worden. Dabei versuchte er, die Angestellten mit einer Bierflasche zu schlagen und griff eine Verkäuferin an. Als die Einsatzkräfte erschienen, rief der Mann Nazi-Parolen und machte rassistische Bemerkungen. (Pressemitteilung der Polizei Berlin v. 10. Dezember 2006)

Burladingen / Baden-Württemberg

Auf dem Weihnachtsmarkt im schwäbischen Burladingen hat am 09. Dezember eine Gruppe glatzköpfiger junger Männer in Bombenjacken "ausländisch ansehende" und deutsche Besucher angepöbelt. Es flogen Glühwein-Tassen, eine Frau wurde durch einen Tritt in den Unterleib schwer verletzt. (Schwarzwälder Bote v. 11. Dezember 2006)

Remshalden / Baden-Württemberg

Im schwäbischen Remshalden wurde am 10. Dezember ein 18-jähriger Punk von mehreren unbekannten Skins geschlagen. Danach wurde das Opfer von den Schlägern zu Boden gestoßen und mit Füßen getreten. (Backnanger Kreiszeitung v. 12. Dezember 2006)

Blankenfelde / Brandenburg

Ein 19-Jähriger Punk wurde in der Nacht zum 17. Dezember in Blankenfelde (Kreis Teltow-Fläming) von einem Rechtsextremisten aus einer Gruppe heraus mit Faustschlägen attackiert und mehrfach gegen den Kopf getreten. Das Opfer wurde Polizeiangaben zufolge leicht verletzt. (Lausitzer Rundschau v. 19. Dezember 2006)

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