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China: Tiger getötet als Gästeunterhaltung - 13 Jahre Haft

Ein Mann aus China ist zu einer hohen Haftstrafe verurteilt worden. Er hatte einen Tiger vor den Augen einer Partygesellschaft töten und zerlegen lassen - als Unterhaltungsprogramm.

Tiger sind weltweit vom Austerben bedroht

Tiger sind weltweit vom Austerben bedroht

Wegen des Verzehrs von drei Tigern ist ein reicher Chinese zu 13 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der Immobilienhändler namens Xu habe gemeinsam mit Freunden Trips in die südliche Provinz Guangdong unternommen, wo er lebendige Tiger gekauft habe, berichtete das staatliche Nachrichtenportal gxnews am Dienstag. Anschließend seien die Raubkatzen vor den Augen der Reisegesellschaft getötet und zerlegt worden. Einer der Teilnehmer filmte die Prozedur mit seinem Handy, das Video wurde später von der Polizei beschlagnahmt.

Laut chinesischen Staatsmedien war es Xus "Hobby", Tigerknochen und Tigerfleisch zuzubereiten und zu verspeisen sowie "Alkohol mit Tigerblut" zu trinken. In seinem Kühlschrank seien Tigerfleisch sowie 16 Geckos und eine Kobraschlange gefunden worden. In zweiter Instanz wurde Xu am Montag zu 13 Jahren Haft sowie einer Geldstrafe von umgerechnet rund 205.000 Euro verurteilt. 15 Mitangeklagte erhielten Haftstrafen zwischen fünf und sechseinhalb Jahren.

Tigerknochen waren lange Zeit fester Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin, sie sollten den menschlichen Körper stärken. In Teilen Asiens gelten Tiger- oder Robbenpenisse bis heute als Potenzmittel. Durch Wilderei und die Zerstörung ihres Lebensraums ist die Zahl der Tiger weltweit von rund 100.000 vor einem Jahrhundert auf etwa 3000 geschrumpft. Der Tiger steht auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten.

steh/AFP / AFP
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