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Rektorin der Odenwaldschule: Schüler wurden bis weit in die 90er Jahre missbraucht

Die Rektorin der Heppenheimer Odenwaldschule hat in einem Zeitungsinterview von "furchtbaren Misshandlungen" an Schülern berichtet. "Das sprengt unsere Vorstellungskraft", sagte Margarita Kaufmann der "Frankfurter Rundschau" laut Vorabmeldung.

Die Rektorin der Heppenheimer Odenwaldschule hat in einem Zeitungsinterview von "furchtbaren Misshandlungen" an Schülern berichtet. "Das sprengt unsere Vorstellungskraft", sagte Margarita Kaufmann der "Frankfurter Rundschau" laut Vorabmeldung. Die Vorfälle reichten bis weit in die 90er Jahre hinein. Kaufmann sagte dem Blatt zufolge, zu den Misshandlungen habe das Versengen und Verbrühen von Genitalien gehört. Minderjährige seien von Schulkameraden als "Sandsack missbraucht" und vor anderen erniedrigt worden.

Nach Auskunft von Kaufmann meldeten sich inzwischen weitere Missbrauchsopfer, die auch von "furchtbaren Misshandlungen von Schülern an Schülern" berichteten. Dazu habe das Versengen und Verbrühen von Genitalien gehört, Minderjährige seien von Schulkameraden als "Sandsack missbraucht" und vor anderen erniedrigt worden. Mehrere Schüler sollen inzwischen einen Vorfall beschrieben haben, bei dem ein gefesselter Schüler von Mitschülern mit einer Banane vergewaltigt worden sei, während der verantwortliche Lehrer untätig daneben gestanden haben soll.

Bei der Darmstädter Staatsanwaltschaft laufen mehrere Ermittlungsverfahren gegen Lehrer der Odenwaldschule wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs von Schülern. Die Einrichtung ist eine integrierte Gesamtschule und galt viele Jahrzehnte lang als Vorzeigeschule für die Reformpädagogik.

APN/AFP