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Rheinland-Pfalz: Fahrlehrer belästigte Schülerinnen

Mehrfach hatte er seine Schülerinnen sexuell belästigt, nun hat das Gericht die Quittung geliefert: Ein Fahrlehrer aus Speyer muss seinen Betrieb schließen. Er habe das Vertrauen der Schülerinnen missbraucht, als er ihnen die Hand auf den Oberschenkel legte, hieß es in der Begründung.

Eine Fahrschülerin nimmt Unterricht. Dass der Fahrlehrer die Situation nicht ausnutzt, sollte selbstverständlich sein

Eine Fahrschülerin nimmt Unterricht. Dass der Fahrlehrer die Situation nicht ausnutzt, sollte selbstverständlich sein

Ein Fahrschullehrer, der mehrfach Schülerinnen sexuell belästigt hat, muss seinen Betrieb schließen und darf keinen Unterricht mehr erteilen. Das hat das Verwaltungsgericht im rheinland-pfälzischen Neustadt nach Justizangaben entschieden. Der Betreiber mehrerer Fahrschulen hatte sich über Jahre hinweg an Schülerinnen vergriffen: Immer wieder berührte er junge Frauen unter dem Vorwand der Hilfestellung, und legte auch ihre Hand auf seinen Oberschenkel. Zudem machte er wiederholt Äußerungen sexuellen Inhalts, wie die Justiz weiter mitteilte. Nach mehreren Anzeigen widerrief die Stadt die Fahrlehrererlaubnis des Mannes und untersagte ihm auch, eine Fahrschule zu betreiben.

Einen Eilantrag gegen diese Entscheidung wies das Verwaltungsgericht nun zurück: Der Fahrlehrer aus Speyer habe seine Stellung als Ausbilder und das ihm von den jungen Frauen entgegengebrachte Vertrauen dazu missbraucht, diese verbal und körperlich sexuell zu belästigen. Damit habe er sich als charakterlich ungeeignet erwiesen, den Beruf auszuüben und eine Fahrschule zu führen. Das Fehlverhalten rechtfertige auch ein sofortiges Einschreiten der Behörde, denn nur so könnten weitere Übergriffe verhindert werden. Der frühere Fahrlehrer kann gegen diesen Beschluss Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz einlegen.

AP / AP
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