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Richter entscheidet Breivik bleibt in Isolationshaft


Die Unterbringung in der Isolationshaft wird für Anders Behring Breivik um vier Wochen verlängert. So entschied heute ein Richter in Oslo. Für den geständigen Amokläufer sei die Unterbringung eine moderne Art der Folter. Der Richter hatte aber gute Gründe die Haftbedingungen nicht zu verändern.

Der geständige Attentäter von Norwegen muss vier weitere Wochen in Isolationshaft bleiben. Ein Gericht in der Hauptstadt Oslo entschied am Freitag, dass der 32-jährige Anders Behring Breivik noch bis zum 19. September in Isolationshaft bleiben muss. Richter Hugo Abelseth begründete dies mit der Gefahr, dass über eine Kommunikation Behring Breiviks mit der Außenwelt Beweise verschwinden könnten. Der Angeklagte hatte ein Ende der Isolationshaft beantragt. Behring Breivik sagte dem Richter zufolge in seiner kurzen Anhörung im Gerichtssaal, die Einzelhaft sei "langweilig und monoton und wie eine Methode der sadistischen Tortur". Nach Angaben eines Anwalts, der einige Opfer vertritt, zeigte Breivik "keine Reue". Es war die zweite Anhörung seit seiner Festnahme.

Behring Breivik befindet sich in einem Hochsicherheitsgefängnis nahe Oslo in Untersuchungshaft. Er hatte gestanden, am 22. Juli einen Bombenanschlag im Regierungsviertel von Oslo verübt und anschließend auf der Insel Utøya das Feuer auf Teilnehmer eines Jugendlagers der regierenden Arbeiterpartei eröffnet zu haben. 69 Menschen wurden bei dem Massaker getötet, acht weitere Menschen starben bei dem Anschlag in Oslo. Als Motiv gab der Rechtsextremist seinen Kampf gegen Multikulturalismus und die "muslimische Invasion" an.

Am Freitag besuchten Angehörige der Opfer von Utøya die Insel, um sich ein Bild vom Ort des Massakers zu machen. Am Samstag wollten Überlebende mit ihren Familien und Freunden den Ort aufsuchen

ono/AFP/DPA DPA

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