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Ritter-Sport-Prozess: Stiftung Warentest gesteht unglückliche Formulierung

Nachdem Stiftung Warentest behauptet hatte Ritter Sport würde künstliche Aromastoffe verwenden, zog der Schokoladenhersteller vor Gericht - und bekam recht. Nun rudern die Warentester zurück.

Nach der Niederlage vor Gericht hat die Stiftung Warentest sprachliche Ungenauigkeiten in ihrem umstrittenen Artikel über Ritter Sport und andere Schokoladen eingeräumt. Die Tester hatten behauptet, sie hätten in einer Nuss-Schokolade einen künstlich hergestellten Aromastoff nachgewiesen. "Die Formulierung ist sicherlich etwas unglücklich", sagte Stiftungsvorstand Hubertus Primus nun der "tageszeitung". Von einem inhaltlichen Fehler wollte er allerdings nicht sprechen. Personelle Konsequenzen schloss er aus.

In dem Test von Vollmilch-Nuss-Schokoladen hatten die Prüfer der Ritter Sport-Tafel wegen des angeblich künstlichen Aromas die Note fünf gegeben. Der Schokoladenhersteller hatte vor Gericht eine einstweilige Verfügung erstritten und behauptet, der Stoff sei natürlich. Nach einer Entscheidung des Münchner Oberlandesgerichts muss die Passage über Ritter Sport im Testbericht nun geschwärzt bleiben.

amt/DPA / DPA