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Rückkehr aus dem Iran: Freigelassene Journalisten wieder zu Hause

Die beiden im Iran inhaftierten Reporter sind wieder in Deutschland. Außenminister Westerwelle hatte sie aus Teheran abgeholt - und dabei erstmals mit Irans Präsidenten gesprochen.

Nach mehr als vier Monaten in iranischer Haft sind die beiden "Bild am Sonntag"-Reporter wieder in Deutschland. Wie ein Sprecher des Auswärtigen Amtes bestätigte, landeten sie begleitet von Außenminister Guido Westerwelle am frühen Sonntagmorgen auf dem Flughafen Berlin-Tegel. Der FDP-Chef war eigens in die iranische Hauptstadt geflogen, um die beiden Journalisten mit einem Regierungsflugzeug zurück nach Deutschland zu holen.

Die beiden Journalisten waren am Samstag in der iranischen Provinzhauptstadt Täbris freigelassen worden. Sie waren am 10. Oktober 2010 beim Versuch verhaftet worden, den Sohn und den Anwalt von Sakineh Mohammadi-Aschtiani zu interviewen. Die Frau war wegen Ehebruchs zum Tode verurteilt worden. Nach offiziellen Angaben mussten die beiden Deutschen jeweils 35.700 Euro Geldbuße zahlen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel reagierte mit großer Erleichterung auf die Nachricht von der Freilassung. "Ich bin sehr froh, dass Marcus Hellwig und Jens Koch endlich als freie Menschen zu uns nach Deutschland zurückkehren können", sagte Merkel "Bild am Sonntag". Sie dankte "allen im Auswärtigen Amt in Berlin und der deutschen Botschaft in Teheran, die in den letzten Monaten unermüdlich für diese Freilassung gearbeitet haben." Auch die Angehörigen waren voller Freude. "Wir sind dankbar und glücklich und freuen uns, dass das lange Bangen und Hoffen doch noch ein gutes Ende gefunden hat", sagten die Schwestern von Marcus Hellwig, Miriam Lobinsky und Christina Hellwig, der Zeitung.

Westerwelle sprach mit Ahmadinedschad

Vor dem Rückflug sprach Westerwelle in Teheran mit dem iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad und Außenminister Ali Akbar Salehi. Westerwelle dankte nach Angaben seines Amtes allen, die an der Lösung mitgewirkt hatten. Er sei erleichtert, "dass der Fall der beiden deutschen Staatsangehörigen gelöst werden konnte."

Westerwelle ist seit siebeneinhalb Jahren der erste deutsche Außenminister, der den Iran besucht. Zuletzt war sein Vorgänger Joschka Fischer (Grüne) im Oktober 2003 in Teheran zu Gast. Der Iran steht wegen seines Atomprogramms und Menschenrechtsverstößen international heftig in der Kritik.

Der iranische Außenminister Salehi wies kategorisch zurück, dass die spontane Kurzreise des Bundesaußenministers und das Treffen gegen Mitternacht Ortszeit, nur wegen der beiden freigelassenen deutschen Reporter erfolgt sei. "Das Ziel der Reise war es, wichtige bilaterale und internationale Themen anzusprechen." Es habe "Übereinstimmungen, aber auch Meinungsverschiedenheiten" gegeben.

"Fachgespräch geführt"

Westerwelle erläuterte, dass er als Außenminister die Aufgabe habe, die Interessen deutscher Staatsbürger wahrzunehmen. Seine Reise habe in diesem Zusammenhang gestanden. "Es war nicht der Tag der großen Verhandlungen", sagte der Bundesaußenminister. Dennoch habe er die Gelegenheit gehabt, zum ersten Mal persönlich mit seinem iranischen Amtskollegen ein Fachgespräch zu führen.

Der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer AG, Mathias Döpfner, sagte: "Wir freuen uns sehr, dass nach so langer Zeit die Reporter Jens Koch und Marcus Hellwig wieder frei sind." Er dankte allen, die zur Freilassung beigetragen hätten. "Besonders danken wir dem Auswärtigen Amt und Bundesminister Guido Westerwelle, der sich mit großem persönlichem Engagement unermüdlich für die Freilassung der beiden Reporter eingesetzt hat und dessen Bemühungen schließlich erfolgreich waren."

Belastungsprobe für Verhältnis zum Iran

Der Fall war eine Belastungsprobe für das Verhältnis zwischen Deutschland und dem Iran. Am 27. Dezember bestellte das Auswärtige Amt den iranischen Botschafter ein, nachdem an Weihnachten ein Treffen mit Verwandten verweigert worden war. Kurz danach durften die Angehörigen die beiden Männer in einem Hotel in Täbris für mehrere Stunden sehen. Zuletzt hatte sich der Staatssekretär im Auswärtigen Amt, Wolf-Ruthart Born, Ende Januar im Iran um die Freilassung der beiden Reporter bemüht.

san/DPA/AFP / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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