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Russland: Er fuhr sie in den Wald und hackte ihre Hände ab - die Geschichte des "russischen Othello"

An einem kalten Tag im November fuhr Dmitrij Grachew seine Frau in den Wald. Er fesselte sie und zwang sie, ihre Hände auf einen Baumstumpf zu legen. Dann schlug er mit der Axt zu. 

Russland: Dmitrij Grachew wurde zu 14 Jahren Haft verurteilt

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Dmitrij Grachew lernte seine Margerite noch in der Schule kennen. Nach dem College heirateten die beiden, bekamen zwei Söhne. In einer Mietwohnung in der russischen Stadt Serpuchow nicht weit von Moskau führte die junge Familie ein einfaches Leben. Er ging zur Arbeit und studierte nebenbei Psychologie, sie kümmerte sich um die Kinder. Doch alles änderte sich schlagartig, als Margerite ihren Mutterschaftsurlaub beendete, berichten russische Medien.

Im Dezember 2016 trat sie eine Stelle als Marketingleiterin einer lokalen Nachrichtenagentur an. Dmitrij reagierte eifersüchtig. Viel zu hübsch habe sie sich jeden Morgen gemacht, fand er. Er begann sie des Betrugs zu verdächtigen. Dabei habe er selbst eine Affäre gehabt, erzählte Margerite später der Online-Zeitung "Lenta.ru". Im Oktober 2017 erklärte sie ihm, dass sie die Scheidung einreichen wolle. Dmitrij habe mit Gleichgültigkeit reagiert.

Am 29. Oktober 2017 erhielt Margerite schließlich eine verhängnisvolle SMS. Ein Kollege fragte die junge Frau, ob sie zu Hause sei. Als Dmitrij die Nachricht entdeckte, verlor er die Beherrschung. Um 4 Uhr morgens zerrte er seine Frau aus dem Bett, prügelte auf sie ein, wollte sie zu einem Geständnis zwingen. Doch Margerite stritt alles ab. 

Am nächsten Morgen verließ Dmitrij die gemeinsame Wohnung, zog zu seiner Mutter. In den folgenden Tagen blieb alles ruhig - wie sich herausstellen sollte, war es die Ruhe vor dem Sturm.

Erster Versuch

Wie die russischen Ermittler später rekonstruieren, holte Dmitrij am 10. November seine Frau und die Kinder mit dem Auto ab. Gemeinsam wollte man die beiden Jungs in den Kindergarten bringen. Anschließend sollte er sie zu einem Schönheitssalon fahren. 

Nichts ahnend stieg Margerite wieder in den Ford Focus, nachdem die beiden Söhne den Wagen verlassen hatten. Sie setzte sich auf den Vordersitz. Wie vereinbart schlug Dmitrij den Weg zum Schönheitssalon ein. Doch dann änderte er plötzlich die Route, blockierte die Türen des Autos und nahm seiner Frau das Handy weg. Mit einem Messer, das er ihr an die Brust hielt, stellte er sie ruhig, fuhr aufs Land raus.

Mitten im Wald zwang er sie auszusteigen, bedrohte sie mit dem Messer, wollte, dass sie eine Affäre gesteht. Doch Margerite verneinte erneut. Es gelang ihr, ihren Mann zu beruhigen. Zusammen fuhren sie wieder zurück in die Stadt.

Der Tag an dem Margerite ihre Hände verliert

Kurze Zeit später zog Dmitrij wieder bei seiner Frau ein. Die beiden wollten es noch einmal versuchen. Doch den damals 26-Jährigen quälte die Eifersucht weiter. Er nötigte seine Frau, einen Lügendetektortest abzulegen. Die Ergebnisse fielen nicht eindeutig aus. Für Dmitrij der Beweis für den Betrug. 

Am 11. Dezember 2017 stieg Margerite wieder ins Auto zu ihrem Mann. Dieses Mal sollte er sie zur Arbeit bringen. Doch dort kam sie nicht mehr an.

Dmitrij verriegelte die Türen und fuhr wieder in den Wald. Dort angekommen befahl er ihr auszusteigen und den Mantel auszuziehen, sagte sie später bei der Polizei aus. Als sie sich weigerte, zerrte er sie mit Gewalt hinaus, riss ihr den Mantel vom Leib und fesselte ihre Hände. Er knebelte ihr den Mund und band ihr mit medizinischen Gurten mehrmals die Arme ab. 

Dann schleppte er sie in den Wald. Margerite schrie, weinte und bettelte, sie loszulassen. Alles vergebens. Dmitrij zog sie zu einem Baumstumpf, befahl ihr sich niederzuknien und ihre Hände daraufzulegen. Margerite tat wie befohlen, streckte die Arme aus und wandte sich ab. Dann schlug Dmitrij zu - mit einer Axt schlug er ihr die Hände ab. 

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"Kein Urteil der Welt wird mir meine Hände zurückbringen"

Immer wieder hackte er mit der Axt auf die Arme seiner Frau ein, längst nachdem ihre Hände auf dem Boden lagen. "Wenn du nicht mir gehörst, wirst du keinem gehören", schrie er dabei immer wieder. Nach ihren Armen schlug er auch auf ihr Bein ein.

Schließlich ließ er von ihr ab, brachte sie blutüberströmt zurück ins Auto und fuhr sie ins Krankenhaus. Um 9.56 Uhr übergab Dmitrij seine Frau den Ärzten, ging dann zur Polizei und legte ein Geständnis ab.

Am vergangenen Donnerstag wurde er nun verurteilt: 14 Jahre strenge Lagerhaft lautet das Urteil für den "russischen Othello", wie ihn die russische Presse getauft hat. Dagegen will er Revision einlegen. Margerite ist aber keine Strafe hart genug. Die Ärzte konnten zwar ihre linke Hand zum Teil retten, doch sie kann sie nur minimal bewegen. Die rechte Hand musste durch eine Prothese ersetzt werden. "Kein Urteil der Welt wird mir meine Hände zurückbringen", sagte sie nach der Urteilsverkündung. "Ich muss mein ganzes Leben damit leben. Ich will, dass er lebenslänglich bekommt."

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