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350.000 Menschen evakuiert: Hunderte Bombendrohungen: Rätselhafter Telefonterror verstört Russland

Seit fast zwei Wochen gehen bei den russischen Behörden hunderte Bombendrohungen ein - jeden Tag. Mehr als tausend Kinos, Schulen, und Einkaufszentren mussten evakuiert werden. Wer hinter dem Telefonterror steckt, bleibt bislang ein Rätsel.

Russland: In Moskau wir nach einer Bombendrohung ein Einkaufszentrum evakuiert.

Russland: In Moskau wir nach einer Bombendrohung ein Einkaufszentrum evakuiert.

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Alles beginnt am Abend des 10. September. Bei der Polizei in Omsk, rund 2200 Kilometer von Moskau entfernt, gehen an diesem Sonntag die ersten Drohanrufe ein. Am Telefon meldet sich eine Computerstimme: Schulen, Kinos, Einkaufszentren, Hotels, Behörden und sogar das Rathaus seien vermint. In der ganzen Stadt seien Sprengsätze angebracht worden. Bis zum folgenden Montagabend gehen bei den städtischen Behörden Dutzende solcher Anrufe ein. 24 Einrichtungen werden evakuiert und durchsucht. Doch eine Bombe wird nirgendwo gefunden.

Doch als Omsk gerade aufatmet, klingeln bei der Polizei von Brjansk, einer Stadt unweit der weißrussischen Grenze, die Telefone. Es meldet sich wieder eine Computerstimme. Wieder Bombenalarm. Wieder werden Einkaufszentren, Supermärkte und die U-Bahn evakuiert. Die Behörden rücken mit einem Großaufgebot an Spezialkräften und Krankenwagen an. Und wieder erweisen sich die Anrufe als eine leere Drohung.

In den folgenden Tagen spielen sich überall in Russland dieselben Szenen ab: Ufa, Stawropol, Jekaterinburg. In Wladiwostok im fernen Osten des Landes beginnen die Massenevakuierungen am Morgen des 12. September. Es folgen Perm, Magadan und viele andere Städte. Bis die Welle der rätselhaften Bombendrohungen am 14. September Moskau erreicht. 

Mindestens 350.000 Menschen betroffen

Rund 100 anonyme Anrufe gehen im Laufe des Tages ein, wie die Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Behördenkreise berichtet.  Einkaufszentren, Hotels, Universitäten und Bahnhöfe werden geräumt. Der Terroralarm erreicht sogar den Roten Platz. Dort wird das symbolträchtige Kaufhaus GUM evakuiert.  Am 21. September wiederholt sich das Schauspiel in der Hauptstadt.

Seit dem Beginn des Telefonterrors mussten mehr als 350.000 Menschen die Evakuierungsmaßnahmen über sich ergehen lassen, meldet die Nachrichtenagentur Ria. In keinem einzigen Fall, wurde jedoch ein Sprengsatz entdeckt. Wer hinter den Anrufen steckt, bleibt bislang ein Rätsel. Immer wieder wurden in den vergangenen zwei Wochen Festnahmen gemeldet, doch die Bombendrohungen nehmen kein Ende.

"Aufgrund dieser Anrufe wurde bereits ein Strafverfahren eröffnet", sagte der Leiter der Behörde für regionale Sicherheit der Stadt Moskau der Zeitung "RBK". Er vermutet, dass Spaßvögel hinter dem Telefonterror stecken. "Hooliganismus" nannte er wörtlich das Vorgehen. Ein Begriff, der im Russischen auch für Telefonstreiche oder Pöbeleien verwendet wird.

Wer steckt hinter dem Telefonterror in Russland?

Doch in den russischen Medien kursieren auch andere Versionen. Zuerst wurde vermutet, dass es sich um eine breit angelegte Anti-Terror-Übung handeln könnte. Doch diese Theorie ließ sich nicht halten. Dann wurden ukrainische Nationalisten, der IS oder auch ultraorthodoxe Christen beschuldigt. Diese geben in den letzten Wochen ihr Bestes, um Vorführungen des Films "Matilda" zu verhindern. Der Streifen erzählt die Geschichte der Affäre des Zaren Nikolaus II. mit der Ballett-Tänzerin Matilda Kschessinskaja. Das Problem dabei: Die russische Kirche hat Nikolaus II. heiliggesprochen. Da passt eine Affäre natürlich nicht ins Bild. Mehrere Kinos, in denen der Film aufgeführt wurde, waren von Bombendrohungen betroffen. 

Zuletzt wurde jedoch die Theorie laut, eine internationale Hacker-Gruppe könnte hinter den Anrufen stecken. Die Zeitung "RBK" berichtete, dass die Bombendrohungen aus Brüssel erfolgt seien und die Hacker "große Geldsummen" dafür verlangt hätten, den Telefonterror zu stoppen. Doch hierfür nennt nennt das Wirtschaftsblatt nur eine Quelle, einen anonymen Mitarbeiter des russischen Innenministeriums.

Russland bangt also weiter, und die Drohungen lassen nicht ab. Nachdem die Anrufe am Donnerstag Moskau betrafen, nahmen sich die "Hooligans" am Freitag Machatschkala vor, eine Stadt in Südrussland in der Nähe der georgischen Grenze. Sie wollen offenbar beweisen: Es kann derzeit jede Stadt treffen.

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ivi
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.