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Er soll sie vorher gestalkt haben Ex-Partnerin vor den Augen ihrer Kinder getötet? Polizei fahndet nach Verdächtigem

Die Polizei in Saarbrücken suchte nach Markus Z.
Die Polizei in Saarbrücken suchte nach Markus Z.
© Polizei Saarland
Wurde eine dreifache Mutter Opfer ihres Ex-Partners und Stalkers? Nach dem gewaltsamen Tod der Frau in Saarbrücken sucht die Polizei nach einem 46-jährigen Mann. Vorsicht: Er soll weiterhin bewaffnet sein.

Die Polizei im Saarland sucht mit Fahndungsbildern nach einem 46-Jährigen, der vor knapp einer Woche seine Ex-Freundin auf offener Straße in Saarbrücker Stadtteil Dudweiler getötet haben soll.

Bei dem Gesuchten handelt es sich um Markus Christian Zipfel aus der Kleinstadt Friedrichsthal im Saarland. Er ist etwa 1,80 Meter groß, hat eine athletische Figur und trägt einen Bart sowie eine Glatze mit Haarkranz. Zuletzt soll er mit einer Bundeswehr-Tarnhose und einem dunklen Pullover bekleidet gewesen sein und einen Rucksack bei sich getragen haben.

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Die Polizei warnt: Zipfel ist wahrscheinlich noch mit einem Messer bewaffnet und gilt als gefährlich!

Der Gesuchte soll sein Opfer am vergangenen Dienstag gegen 14.30 Uhr in der Lortzingstraße am Rande von Saarbrücken mit einem Messer angegriffen haben. Die Frau sei blutüberströmt zusammengebrochen und noch in dem Wohngebiet ihren Verletzungen erlegen. Laut Saarländischem Rundfunk mussten die drei Kinder der 48-Jährigen die Tat mutmaßlich mitansehen.

Nach bisherigen Ermittlungen handelt es sich bei dem Tatverdächtigen um den Ex-Partner der Frau. "Am Tatort konnten Spuren gesichert werden, die einen eindeutigen Rückschluss auf den Verdächtigen zulassen", teilte die Polizei nach dem Verbrechen mit. Zipfel soll die Frau in der Vergangenheit massiv gestalkt haben. Der "Pfälzische Merkur" berichtete, er habe auch ihren Kindern nachgestellt. Die dreifache Mutter habe sich daher bereits an den Opferhilfe-Verein Weißer Ring und an einen Rechtsanwalt gewandt.

Eine sofort eingeleitete Fahndung ist bisher ohne Erfolg geblieben. Der mutmaßliche Täter sei zunächst zu Fuß, später mit einem Auto geflüchtet, berichtete die Polizei. Der Wagen sei inzwischen rund fünf Kilometer vom Tatort entfernt entdeckt worden. Es sei davon auszugehen, dass Zipfel im Sulzbachtal oder im Saarbrücker Bereich zu Fuß unterwegs sei. Die Beamten warnen daher ausdrücklich davor, in der Region Anhalter mitzunehmen. 

Hinweise auf den Aufenthaltsort des Gesuchten nimmt der Saarbrücker Kriminaldauerdienst unter (0681) 9622133 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Quellen:Polizei Saarland (1), Polizei Saarland (2), Saarländischer Rundfunk, "Pfälzischer Merkur"


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