Saarland Neue Spur der Polizistenmörderin


Seit mehr als einem Jahr sucht die Polizei nach ihr, bislang vergebens. Nun hat die mutmaßliche Mörderin einer Heilbronner Polizistin erneut zugeschlagen. Diesmal traf es eine Gastwirtin im Saarland.

Eine neue DNA-Spur der mutmaßlichen Mörderin einer Heilbronner Polizistin und Serientäterin ist im Saarland aufgetaucht. Diese stammt aus einem Überfall am 9. Mai dieses Jahres im Vereinsheim eines Angelsportvereins im Landkreis Merzig-Wadern, teilte das saarländische Landeskriminalamt mit.

Nach der Täterin wird seit mehr als einem Jahr intensiv gefahndet, spätestens seit am 25. April 2007 eine 22 Jahre alte Polizeibeamtin und ihr damals 24-jähriger Kollege auf dem Festplatz Theresienwiese in Heilbronn mit Kopfschüssen gefunden wurden. Die Polizistin starb, ihr Kollege überlebte schwer verletzt. Am Streifenwagen wurde die DNA-Spur der gesuchten Täterin entdeckt. Mittlerweile wurde ihr genetisches Profil an zahlreichen weiteren Tatorten in Deutschland und in Österreich gefunden.

Opfer des Überfalls im Saarland wurde eine 57-jährige Frau, die im Vereinsheim einmal in der Woche die Gastronomie betreibt. Am 9. Mai wollte sie die Hütte im Wald reinigen. Kurz vor 18 Uhr hörte sie vor dem Gebäude die Stimmen von mindestens zwei Personen. Plötzlich kam ein Mann hinein und schlug ihr gegen den Kopf. Dabei hatte er einen spitzen Gegenstand in der Hand, mit dem er die Frau, die ihren Kopf mit den Händen und Armen schützte, an beiden Unterarmen verletzte. Sie verlor das Bewusstsein. Die Täter leerten ihren Geldbeutel und flüchteten damit.

150.000 Euro Belohnung

Das Opfer wurde kurz nach 18 Uhr gefunden und ins Krankenhaus gebracht. Wie die Ermittlungsbehörden weiter berichteten, war die DNA-Spur schon einmal im Oktober 2006 im Saarland aufgetaucht. Nach einem versuchten Einbruch in ein Wohnhaus im Saarbrücker Stadtteil Burbach wurde die Spur an einem Stein gesichert, mit dem die Täter eine Terrassentür eingeschlagen hatten. Damals hatten Zeugen einen Mann am Tatort beobachtet. Das könnte den Verdacht erhärten, dass die gesuchte Täterin sich als Mann tarnt. In Baden-Württemberg wurde die DNA der Frau zuletzt nach einem Einbruch im Main-Tauber-Kreis und im Kreis Ludwigsburg gesichert.

Nach Angaben der Polizei ist die gesuchte Frau sehr mobil und hält sich häufig in Kleingartenanlagen auf. Das Landeskriminalamt appelliert an die Bevölkerung, vor allem in der Nähe von Kleingärtneranlagen auf verdächtige Personen oder Fahrzeuge zu achten. "Verdächtig erscheinende Personen sollten dabei jedoch nicht angesprochen werden", rät die Polizei. Für Hinweise, die zur Aufklärung des Polizistenmordes führen, ist eine Belohnung in Höhe von 150.000 Euro ausgesetzt.

AP AP

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