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Sado-Maso-Anhänger: Urteil für Mord an Internet-Sexsklavin

In einem Chatroom für Sado-Maso-Anhänger hatte sich eine Frau als Sklavin angedient. Ein Mann aus dem Saarland nahm das Angebot an. Doch eine Begegnung der zwei nahm ein furchtbares Ende. Der 41-Jährige erschlug die Frau und zerstückelte die Leiche. Nun wurde ein Urteil gegen ihn gefällt.

Lebenslange Haft für Mord an einer Internet-Partnerin: Das Landgericht Saarbrücken verurteilte den 41-jährigen Frank E. aus Merzig (Saar) wegen heimtückischer Tötung einer gleichaltrigen Frau aus Nordhessen, deren Leiche er zerstückelt hatte. In einem Chatroom für Sado-Maso-Anhänger hatte sie sich ihm als Sexsklavin angeboten.

Das Gericht ging über die Forderung der Staatsanwaltschaft hinaus, die eine 15-jährige Haftstrafe wegen Totschlags beantragt hatte, obwohl sie den Mann wegen Mordes angeklagt hatte. Die Verteidigung hatte auf acht Jahre Gefängnis plädiert. Der Anwalt der Nebenklage dagegen hatte eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes gefordert und die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld.

E. bewahrte Leichteile in Tiefkühltruhe auf

Die 41-Jährige war im Juli vergangenen Jahres als vermisst gemeldet worden. Monate später stießen die Fahnder bei einer Computerdurchsuchung auf ihre Chats mit dem verheirateten Familienvater aus Merzig. Die Polizei nahm ihn am 10. April fest. Er gestand, wo er Leichenteile vergraben hatte, und Spürhunde fanden die Stellen. Die Frau war zu dem Computertechniker gezogen, er aber wollte sie loswerden, wie die Strafkammer in der Urteilsbegründung erklärte.

Im Juli 2006 erschlug er sie nach einer sexuellen Begegnung auf einem Parkplatz am Waldweg bei Mettlach. Die Leiche brachte er in sein Haus, zerstückelte sie mit einer Kettensäge und bewahrte Teile in einer Tiefkühltruhe in der Garage auf, weitere Körperteile vergrub er in Behältern in seinem Garten.

AP / AP