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Sal.-Oppenheim-Prozess: Gericht verurteilt Ex-Bankchefs zu Freiheitsstrafen

Nach rund zwei Jahren ist der Prozess gegen vier Ex-Gesellschafter der Privatbank Sal. Oppenheim zu Ende gegangen. Das Kölner Landgericht verhängte Haftstrafen zwischen einem Jahr und elf Monaten und zwei Jahren und zehn Monaten.

Die Privatbank Sal. Oppenheim in Köln

Die Privatbank Sal. Oppenheim in Köln

Im Strafprozess gegen die frühere Führung des Bankhauses Sal. Oppenheim sind die vier ehemaligen Chefs des Geldinstituts zu Freiheitsstrafen verurteilt worden. Sie hätten Untreue in zwei Fällen zulasten der einst größten europäischen Privatbank begangen, entschied das Kölner Landgericht am Donnerstag nach mehr als zwei Jahren Verhandlungsdauer.

Der für das Risikomanagement der Bank zuständige Friedrich Carl Janssen (71) wurde zu einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten verurteilt und soll als einziger ins Gefängnis. Der Sprecher der Bank, Matthias Graf von Krockow (66), und der für das Investmentgeschäft zuständige Dieter Pfundt (62) wurden zu zwei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt, Christopher von Oppenheim (49) zu einem Jahr und elf Monaten. Alle drei Strafen wurden zur Bewährung ausgesetzt.

Den damaligen Geschäftspartner der Ex-Bankführung, Josef Esch, verurteilte das Gericht wegen des fahrlässigen unerlaubten Betreibens von Bankgeschäften zu einer Geldstrafe von 495.000 Euro. Die Staatsanwaltschaft hatte in dem Prozess um den Niedergang von Sal. Oppenheim für alle vier früheren Top-Banker eine Gefängnisstrafe, für Esch dagegen eine Geldstrafe gefordert.

and / DPA