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Schießerei in US-Kaserne: Fort-Hood-Täter setzt auf Unzurechnungsfähigkeit

Major Nidal Malik Hasan stürzte die USA in Trauer: Auf der Militärbasis von Fort Hood in Texas erschoss er 13 Menschen. Dem 39-Jährigen wird wegen mehrfachen Mordes der Prozess gemacht. Seine Verteidigung plädiert auf nicht schuldig.

Nach dem Amoklauf eines muslimischen Militärpsychiaters mit 13 Toten plädiert die Verteidigung wahrscheinlich auf Unzurechnungsfähigkeit. "Ich gehe davon aus, dass das Plädoyer auf nicht schuldig lauten wird", sagte Anwalt John Galligan dem TV-Sender "ABC". Er sei zuversichtlich, dass das Gericht der Forderung nach einer Untersuchung auf den Geisteszustand seines Mandaten nachkommen wird, fügte er hinzu. Der 39-jährige Major Nidal Malik Hasan werde sich vor einem Militärgericht verantworten müssen. Derzeit liege er noch in einem Krankenhaus und sei von der Brust abwärts gelähmt.

Hasan hatte vor gut zwei Wochen auf dem texanischen Militärstützpunkt Fort Hood zwölf Soldaten und einen Zivilisten erschossen sowie 42 Menschen verletzt. Seine Motive sind weiter unklar. Medienberichten zufolge hatte Hasan Kontakte zu einem radikalen Iman. Zudem habe er sich negativ über die Kriege im Irak und in Afghanistan geäußert und die Behandlung von Muslimen in der US-Armee kritisiert. Der Major war von der Polizei mit mehreren Schüssen außer Gefecht gesetzt. Er ist wegen 13-fachen vorsätzlichen Mordes angeklagt.

DPA / DPA
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