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Schmerzensgeld in Millionenhöhe: Jörg Kachelmann verklagt Springer

Fernsehmoderator Jörg Kachelmann fordert wegen Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte vom Springer-Verlag Schmerzensgeld in Millionenhöhe. Nach den Vergewaltigungsvorwürfen wurde sein Privatleben in der Öffentlichkeit ausgebreitet.

Wegen der Berichterstattung über sein Privatleben will der Fernsehmoderator Millionen vom Springerverlag erstreiten. "Wir können bestätigen, dass es Forderungen gibt, die sich etwa auf zwei Millionen Euro summieren", bestätigte Tobias Fröhlich, Sprecher der Bild-Gruppe. Einzelheiten nannte Fröhlich nicht. Der Verlag weise die Forderungen aber allesamt zurück. Kachelmanns Anwalt Ralf Höcker wollte sich zu der Sachlage auf Anfrage nicht äußern.

Wie "Faz.net" am Freitag berichtete, haben die Anwälte des Wettermanns entsprechende Forderungen an "Bild" und "Bild am Sonntag" gestellt. Rechtsexperten hatten zuvor auch die Pressearbeit der Staatsanwaltschaft kritisiert. Sie sei Auslöser für eine mediale Hetzjagd auf Kachelmann gewesen, sagte der Berliner Presserechts- Anwalt Christian Schertz.

Das Oberlandesgericht Karlsruhe hatte den Haftbefehl gegen den Schweizer am Donnerstag aufgehoben. Die Staatsanwaltschaft legt dem 52-jährigen Wettermoderator Vergewaltigung in einem besonders schweren Fall und Körperverletzung zur Last. Er soll Anfang Februar seine frühere Freundin zum Sex gezwungen und mit einem Messer am Hals verletzt haben.

Kachels Videobotschaft

Am Freitag hatte sich der Wettermann erstmals öffentlich geäußert und erneut seine Unschuld beteuert. "Der Alptraum ist für mich noch nicht zu Ende", sagte er in ersten Interviews auf freiem Fuß. Unschuldig im Gefängnis zu sitzen, sei das bisher Furchtbarste in seinem Leben gewesen, meinte er mit Blick auf viereinhalb Monate Untersuchungshaft.

Nach der Entlassung will Kachelmann nun vor Gericht gegen die Vergewaltigungsvorwürfe kämpfen. Der Prozess beginnt vor dem Landgericht Mannheim am 6. September. Kachelmann war am 20. März nach der Rückkehr von den Olympischen Winterspielen aus Kanada verhaftet worden.

Kritik an der Öffentlichkeitsarbeit der Staatsanwaltschaft

"Ich gehe davon aus, dass die sehr frühe Information der Öffentlichkeit über die Inhaftierung die Persönlichkeitsrechte Kachelmanns verletzt hat", sagte Schertz. "Sollte Kachelmann im Hauptverfahren freigesprochen werden, stehen Amtshaftungsansprüche im Raum". Der Präsident des Verbandes deutscher Strafrechtsanwälte, Jürgen Möthrath, kritisierte, das Privatleben des Wettermoderators sei in einer Weise an die Öffentlichkeit gezerrt worden, wie es bei weniger prominenten Verdächtigen nie der Fall gewesen wäre.

Die ARD macht das Drama rund um ihren Wettermoderator zum Thema in der Talkrunde "Anne Will" an diesem Sonntag. "Der Fall Kachelmann - Justiz-Alltag oder Promi-Pranger?" lautet der Titel der Sendung.

DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.