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Haushaltshelferin in Dinslaken: Sie soll einen Rentner mit Schmerzmitteln ermordet haben - gibt es weitere Opfer?

Sie soll als Haushaltshelferin einen 87-Jährigen aus Dinslaken mit Schmerzmitteln ermordet haben. Jetzt sucht die Polizei nach weiteren Haushalten, in denen Aneta Kurkowska gearbeitet hat.

Aneta Kurkowska soll einen Rentner aus Dinslaken mit Schmerzmitteln ermordet haben

Aneta Kurkowska soll einen Rentner aus Dinslaken mit Schmerzmitteln ermordet haben. Die Polizei fragt: Bei wem hat die 30-Jährige noch gearbeitet?

Eine 30 Jahre alte Haushaltshelferin steht im Verdacht, einem pflegebedürftigen 87-Jährigen in Nordrhein-Westfalen eine tödliche Dosis eines Schmerzmittels verabreicht zu haben. Die Frau wurde im März in Baden-Württemberg festgenommen und kam in Untersuchungshaft, wie die Staatsanwaltschaft Duisburg mitteilte. Die Ermittler suchen jetzt weitere Haushalte, in denen die Frau vor oder nach Dezember 2016 gearbeitet hat. Staatsanwaltschaft und Polizei wollen klären, ob es weitere Fälle gab, in denen sie ältere Menschen betreut hat und ob es währenddessen Stürze und/oder Todesfälle gab. Hinweise darauf gebe es bislang aber nicht, hieß es.

Wurde der 87-Jährige mit Schmerzmitteln umgebracht?

Die Frau war im Dezember 2016 sechs Tage im Haushalt des 87-Jährigen aus Dinslaken beschäftigt, als er stürzte und ins Krankenhaus kam. Dort starb er einen Tag später. Nachdem in der Wohnung des Mannes ein nicht ärztlich verordnetes Schmerzmittel gefunden worden war, ordnete die Staatsanwaltschaft eine chemisch-toxikologische Untersuchung an. Erst Ende Februar 2018 lag das Gutachten vor. Demnach war die Konzentration des Schmerzmittels Tramadol im Blut des Mannes so hoch, dass dies als Todesursache angenommen werden könne.

Hinweise nimmt die Polizei Duisburg unter (0203) 2800 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Krankenpfleger Niels H. vor Gericht im Jahr 2015
wue / DPA