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Schmuck und Computer gestohlen: Apple-Geräte verraten Einbrecher in Steve Jobs' Haus

Ein Dollar Bargeld, Schmuck und ein Wassersprudler: Das ist die Beute eines Einbrechers, der in Steve Jobs' Haus eindrang. Da der Mann mehrere Apple-Produkte klaute und einschaltete, wurde er geortet.

Weil er vor mehreren Wochen in das Haus des verstorbenen Apple-Mitbegründers Steve Jobs eingebrochen sein soll, ist im US-Bundesstaat Kalifornien ein Mann festgenommen worden. Dem 35-Jährigen wird vorgeworfen, Mitte Juli in das Anwesen der Familie Jobs in Palo Alto eingedrungen zu sein.

Laut einem Medienbericht hat er Jobs' Brieftasche mit Führerschein geklaut. Darin befand sich ein Dollar. Jobs hatte sich bei der Rückkehr zu Apple 1997 ein Jahresgehalt in dieser Höhe geben lassen. Seine Aktien und vor allem das Animationsstudio Pixar machten ihn allerdings auch so zum Milliardär. So ging auch der Dieb nicht ganz leer aus: Er nahm außerdem noch zwei Schmuckstücke im Wert von 60.000 Dollar, einen Wassersprudler, zwei iMac-Computer und drei iPads mit. Das berichtet die Zeitung "The Daily Mail" unter Berufung auf Polizeiunterlagen.

Um in Steve Jobs' Haus zu kommen, musste der Täter nicht einmal die Tür aufbrechen. Er hatte einen versteckten Ersatzschlüssel gefunden und merkte angeblich auch erst, in wessen Haus er war, als er einen Brief des Apple-Gründers fand. Jobs' Witwe Lauren war zur Zeit des Einbruchs nicht in dem Haus, weil es renoviert wurde.

Den Schmuck hatte er bereits verschickt

Die Ermittler kamen dem Mann schließlich auf die Schliche, weil er die Apple-Geräte angeschaltet hatte und so sein Aufenthaltsort ermittelt werden konnte. Sie fanden außerdem den Ersatzschlüssel, die Brieftasche und den Brief bei ihm. Den Schmuck hatte der Einbrecher bereits an einen Händler in einem anderen Bundesstaat verschickt.

Das Haus von Jobs, der im vergangenen Oktober im Alter von 56 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben war, liegt in einer gutbürgerlichen Wohngegend von Palo Alto und ist nicht durch außergewöhnliche Sicherheitsvorkehrungen geschützt.

Wegen Einbruchs und Verkaufs gestohlener Ware drohen dem Mann bis zu sieben Jahre und acht Monate Haft.

fro/DPA/AFP / DPA