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Schock in Frankreich: Lehrerin stirbt nach Selbstverbrennung

Mitten auf dem Schulhof hat sich eine verzweifelte Lehrerin in Südfrankreich selbst in Brand gesetzt. Nun starb sie an ihren Brandwunden.

An ihren schweren Brandwunden ist am Freitag eine 44-jährige Lehrerin gestorben, die sich einen Tag zuvor auf einem Schulhof im südfranzösischen Bézieres in Brand gesteckt hatte. Das Lehrer-Kollegium ihrer Schule reagierte schockiert auf die Verzweiflungstat und kündigte eine Aussetzung des Unterrichts für die kommende Woche an. Zudem solle es am Montag einen Schweigemarsch geben. Die Frau hatte sich nach Medienberichten die Kritik von Schülern zu Herzen genommen, die sie zu streng fanden.

Am Vortag hatte sie sich dann vor den entsetzten Schüler des Jean-Moulin-Gymnasiums in der Pause auf dem Schulhof mit Benzin übergossen und in Brand gesetzt. Die Mathematiklehrerin habe dabei äußerlich ruhig gewirkt, nach Augenzeugen-Berichten aber geschrieen: "Das tue ich euretwegen". Schüler und Lehrern war es gelungen, die Flammen zu löschen. Ihre Brandwunden waren aber so schlimm, dass sie am Freitag im Krankenhaus starb.

Bestürzung in Frankreich

Der Fall hat große Bestürzung und Debatten ausgelöst. Im Rundfunksender "Europe 1" sprach am Freitag eine frühere Lehrerin von einer mitunter unerträglichen Aggressivität im Klassenraum und berichtete von einem hohen Druck, dem Lehrer ausgesetzt seien. Das Lehrer-Kollegium der Schule betonte in einer Erklärung, die Verzweiflungstat der Kollegin werfe Fragen zu den Arbeitsbedingungen der Pädagogen auf. Gefordert seien auch die Behörden.

Die 44-jährige Mathematiklehrerin hatte rund zehn Jahre lang an dem Gymnasium mit seinen mehr als 3000 Schülerinnen und Schülern gearbeitet. Die Behörden haben eine psychologische Betreuung für die Augenzeugen der Verzweiflungstat bereitgestellt.

DPA/AFP / DPA