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Schüsse bei Papstbesuch: Schütze ist wieder auf freiem Fuß

Der Mann, der gestern am Rande der Papstmesse in Erfurt Schüsse aus einem Luftgewehr abgegeben hat, ist wieder auf freiem Fuß. Er hat die Tat gestanden. Der Papst wurde nicht über den Vorfall informiert.

Nach den Luftgewehrschüssen am Rande des Papstbesuchs in Erfurt ist der Tatverdächtige wieder auf freiem Fuß. Es handele sich um einen 30-jährigen Mann aus Berlin, sagte ein Sprecher der Thüringer Polizei am Sonntag auf Anfrage. Gegen ihn wird wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Waffengesetz weiter ermittelt. Der Mann hat die Tat gestanden.

Wegen der Heiligen Messe mit Papst Benedikt XVI. hatte es hohe Sicherheitsvorkehrungen in der Thüringer Landeshauptstadt gegeben. Der Berliner soll mit einem Luftgewehr vier Schüsse auf Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes abgegeben haben. Verletzt wurde dabei niemand.

Den Angaben zufolge fielen die Schüsse bereits zwischen 07.00 und 08.00 Uhr morgens und damit vor dem Beginn der Messe. Die Polizei nahm einen Verdächtigen in einer Wohnung fest und beschlagnahmte zwei Luftdruckwaffen. Der Verdächtige sei aber nicht Mieter dieser Wohnung. Die Polizei ermittelt wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung.

Papst Benedikt XVI. feierte mit knapp 28.000 Menschen auf dem Domplatz von Erfurt einen Gottesdienst. Niemand habe von dem Vorfall etwas mitbekommen, sagte Papstsprecher Federico Lombardi. Der Vorfall habe nichts mit dem Papstbesuch zu tun.

roh/DPA/AFP / DPA