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Polizei ermittelt in Mainz Schuss auf Rettungswagen abgegeben – Sanitäter verletzt

Rettungswagen
Der Schuss auf einen Rettungswagen in Mainz wurde vermutlich mit einem Luftgewehr oder einer Luftpistole abgegeben, vermutet die Polizei (Symbolbild)


vermutlich
© Arne Dedert / DPA
Der 24-jährige Fahrer eines Rettungswagens wurde in Mainz durch das Projektil eines Luftgewehrs oder einer Luftpistole verletzt. Die Polizei ermittelt nun, ob gezielt auf das Fahrzeug geschossen wurde.

In der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz ermittelt die Polizei nach einem Schuss auf einen fahrenden Rettungswagen und dessen Besatzung.

Nach Angaben der Ermittler war der Krankenwagen am Sonntagabend gegen 23.05 Uhr auf der Mombacher Straße in der Nähe des Hauptbahnhofes unterwegs. Auf Höhe der Goethestraße sei der 24-jährige Fahrer am linken Oberarm von einem Geschoss getroffen worden, das durch das geöffnete Seitenfenster eingedrungen sei. Der Sanitäter sei leicht verletzt worden. Nach bisherigem Ermittlungsstand handelte es sich bei dem Geschoss um das Projektil eines Luftgewehrs oder einer Luftpistole.

Rettungswagen ohne Patient unterwegs

"Der Rettungswagen war nicht im Einsatz, es war durch den Vorfall auch kein Einsatz gefährdet. Es war kein Patient im Fahrzeug", sagte ein Polizeisprecher am Morgen zum stern. Bei den Ermittlungen vor Ort haben Beamte ein weiteres Projektil entdeckt, mit dem offenbar auf einen Verkehrsspiegel am Straßenrand geschossen worden sei. "Wir untersuchen nun, ob der Schuss vorsätzlich auf den Einsatzwagen abgeben wurde oder das Fahrzeug zufällig in Schussfeld geriet", so der Sprecher weiter. Die Ermittlungen laufen laut Nachrichtenagentur AFP wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Der Rettungswagen und seine Besatzung gehören zum Kreisverband Mainz-Bingen des Arbeiter-Samariter-Bundes. Die Hilfsorganisation zeigte sich entsetzt: "Es lässt uns wirklich betroffen zurück. Und irgendwie sprachlos", hieß es in einem Statement.

Das Schießen mit Luftgewehren oder -pistolen ist in Deutschland außerhalb von Privatgrundstücken verboten. Ein Treffer kann schwerste Verletzungen hervorrufen, unter Umständen sogar zum Tod führen.

Die Mainzer Polizei sucht noch Zeugen der Tat. Sie werden gebeten, sich unter der Telefonnummer (06131) 654210 zu melden.

Quellen: Polizeipräsidium Mainz, Arbeiter-Samariter-Bund Kreisverband Mainz-Bingen, Nachrichtenagentur AFP

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