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Texas, USA Sie wollte ihr ungeborenes Baby: Frau wegen Mordes an Schwangerer verurteilt

Polizisten in den USA vor einem Absperrband als Symbolfoto für Artikel über Tötung einer Schwangeren
Die Polizei entdeckte die Leiche der Schwangeren im Oktober 2020 in einem Haus in New Boston, Texas (Symbolfoto)
© Getty Images
Vor zwei Jahren tötet eine Frau in Texas eine schwangere 21-Jährige, um deren ungeborenes Baby zu rauben. Das Opfer fand die Frau, die selbst monatelang eine Schwangerschaft vortäuschte, im Internet. Jetzt fiel das Urteil gegen die 29-Jährige.

In Texas ist eine Frau wegen Mordes verurteilt worden. Die 29-Jährige hatte im Oktober 2020 eine 21-jährige Schwangere getötet, um deren ungeborenes Baby zu entführen. Wie unter anderem die Nachrichtenagentur Associated Press berichtete, brauchten die Geschworenen von Bowie County im Nordosten von Texas rund eine Stunde lang, um sich zu beraten.

Polizisten hatten am 9. Oktober 2020 die Leiche der jungen Frau in einem Haus in New Boston entdeckten, einer Stadt mit etwa 4.600 Einwohnern, die rund 260 Kilometer nordöstlich von Dallas liegt. Die Angeklagte Taylor P. hatte der Schwangeren zuvor ihre ungeborene Tochter aus dem Mutterleib geschnitten. Auch das Baby überlebte die brutale Attacke nicht.

Schwangere ermordet, um Baby zu entführen: Grausame Zeugenaussagen 

Das Urteil der Geschworenen, bestehend aus sechs Männern und sechs Frauen, fiel nach drei Wochen mit teilweise grausamen Zeugenaussagen. Die Anwälte der Angeklagten argumentierten, dass das Baby nie am Leben war und beantragten daher eine Anklage wegen Entführung, nicht wegen Mordes.

Die 29-Jährige hatte lange vor dem Mord eine Schwangerschaft vorgetäuscht. "Nicht, weil sie ein Baby wollte, sondern um zu verhindern, dass sie ihren Freund verliert ", wie die stellvertretende Staatsanwältin Kelley Crisp am Montag vor Gericht erklärte. Fast zehn Monate lang hatte sie sich so verkleidet, dass sie schwanger aussah, hatte Ultraschalluntersuchungen gefälscht, eine Party zur Enthüllung des Geschlechts veranstaltet und in den sozialen Medien über ihre vorgetäuschte Schwangerschaft gepostet – auf der Suche nach einem möglichen Opfer. Crisp bezeichnete die Angeklagte als eine "Schauspielerin der höchsten Stufe", die solange gelogen und betrogen hatte, "bis der Punkt überschritten war, an dem es kein Zurück mehr gab" und es mit einem Mord endete.

Wie ein Ermittler der Staatspolizei während des Prozesses aussagte, hatte sie sich am Tag des Mordes ein Video über die körperliche Untersuchung eines Säuglings angeschaut, der mit 35 Wochen zu früh entbunden wurde. Auch das spätere Opfer war in der 35. Woche schwanger.

Das Strafmaß soll ab dem 12. Oktober verkündet werden. Die Staatsanwaltschaft fordert die Todesstrafe. Die Geschworenen können sich jedoch auch für eine lebenslange Haftstrafe ohne Bewährung entscheiden.

DAHMER – Monster: Die Geschichte von Jeffrey Dahmer

Sehen Sie im Video: Netflix zeigt die Verbrechen des berüchtigten Serienmörders und Kannibalen Jeffrey Dahmer in der neuen True-Crime-Serie "Dahmer". Die Serie startet am 21. September bei dem Streaminganbieter.

Quellen:  Associated Press, NBC News

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