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Seeunfall in USA: Deutscher Held wird zum Schwerverbrecher

Er ist ein Held, hat bei der Rettung hunderter Schiffbrüchiger geholfen. Doch nach einem tragischen Unfall mit einem Toten wird der deutsche Kapitän Wolfgang Schröder wie ein Schwerverbrecher in einem US-Hochsicherheitsknast festgehalten. Heute wird das Urteil gesprochen. Dem Hamburger drohen zehn Jahre Haft.

Von Malte Arnsperger

Er hat einfach nur Pech gehabt. Doch dieses Pech könnte Wolfgang Schröder nun zehn Jahre Haft in einem der berüchtigtsten Hochsicherheitsgefängnisse der USA einbringen. Schuldig gesprochen wurde er schon, am 7. Februar wird die Richterin das Strafmaß verkünden. Die Ereignisse der vergangenen Monate lassen jedoch nichts Gutes für Schröder hoffen.

Was war passiert? Schröder, deutscher Kapitän der "Zim Mexiko 3", will am 2. März 2006 vom Ladedock des Tiefwasserhafens von Mobile im US-Bundestaat Alabama ablegen. Dann geschieht das Unglaubliche, das Unfassbare, das aus dem respektierten, erfahrenen Seebären Wolfgang Schröder einen Schwerverbrecher macht. Das Bugstrahlruder des Containerschiffs der Hamburger Reederei Rickmers verweigert den Dienst. Verzweifelt versucht der Kapitän, den 160 Meter langen Koloss unter Kontrolle zu halten. Doch alle Anstrengungen sind vergeblich. Strömung und Wind drücken das Schiff gegen die Kaimauer. Der Bug knallt gegen einen Kran, der fällt um und begräbt einen Hafenarbeiter unter sich. Der Mann ist sofort tot.

"Es sollte nicht das Gesetz sein"

Für Wolfgang Schröder beginnt eine grausame Leidenszeit. Der 59-Jährige wird wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Begründet wurde dies mit der Tatsache, dass das Ruder einige Monate zuvor schon einmal ausgefallen war, Schröder dies hätte berücksichtigen müssen. Doch nach Angaben der Reederei Rickmers hatte das Ruder noch beim Einlaufen in den Hafen einwandfrei funktioniert. Die Behörden in den USA interessiert dies herzlich wenig. Sie setzen Schröder wenige Tage nach der Katastrophe unter Hausarrest.

Es folgt ein Prozess, bei dem Schröder die ganze Härte des amerikanischen Gesetzes traf. Die Geschworenen sprechen ihn gemäß der Anklage schuldig. Sie berufen sich dabei nach Angaben auf einen über 150 Jahre alten Gesetzesabschnitt. Dieser besagt, dass bei einem Seerechtsfall schon einfache Fahrlässigkeit ausreicht, um wegen fahrlässiger Tötung verurteilt zu werden.

Für Schröders Anwalt Irwin Schwartz ein Unding. "Dies ist das Gesetz, aber es sollte nicht das Gesetz sein", sagte er stern.de. Wäre Schröder ein ähnlicher Unfall als Pilot eines Flugzeugs oder Fahrer eines Autos passiert, wäre der Vorfall als tragischer Unfall angesehen und sein Mandant vielleicht gar nicht angeklagt worden, meint Schwartz. "Doch dieses veraltete Gesetz ist das einzige Gesetz in den USA, dass eine Gruppe von Menschen isoliert."

Kritik an der amerikanischen Rechtssprechung übt auch der Völkerrechtsprofessor Andreas Zimmermann. "Es ist ein uraltes Gesetz. In Deutschland gibt es keine vergleichbare Regelung. Bei uns wäre Schröder allenfalls wegen fahrlässiger Tötung angeklagt worden. Eine Bestrafung wäre aber sehr fraglich", sagt der Kieler Wissenschaftler. "Denn Schröder hat nicht grob fahrlässig gehandelt, wenn das Ruder, wie angegeben, ordentlich repariert wurde." Zimmermann sieht auch ein Problem in dem amerikanischen Jury-System: "In den USA fällt eine Jury das Urteil. Es besteht die Gefahr, dass sie den Maßstab, was noch als grobe Fahrlässigkeit gilt, falsch angelegt hat."

Auch der Arbeitgeber von Schröder ist entsetzt ob des Urteils gegen den geschätzten Mitarbeiter: "Es war ein Unfall", sagt Reederei-Sprecher Marko Stampehl. "In anderen Ländern gelten zwar andere Gesetze. Doch die Verwunderung bei uns ist sehr groß." Sogar die amerikanischen Kollegen von Wolfgang Schröder haben den Glauben in ihr eigenes Justizsystem verloren. Das veraltete Seemanns-Totschlags-Gesetz gehöre geändert oder abgeschafft, schreibt der "Council of American Masters Mariners" auf seiner Homepage. Für den Seefahrer-Verband ist klar: "Kapitän Schröder gehört nicht ins Gefängnis."

Aus dem Held wird ein Schwerverbrecher

Nein. Wolfgang Schröders Welt ist seit 32 Jahren die weite See. Vor 19 Jahren wurde er sogar zum Helden. 1987 sank die Fähre "MV Herald of Enterprise" im Ärmelkanal - für 193 Menschen kam jede Rettung zu spät. Doch 400 Passagiere konnten geborgen werden. Unter anderem deshalb, weil Wolfgang Schröder mit seinem Schiff schnell und als erster am Unglücksort eintraf. Dafür wurde der Kapitän von Premierministerin Margret Thatcher mit einem Dankesschreiben bedacht und vom belgischen König mit einem Heldenorden geehrt.

Beim Kampf um seine eigene Zukunft hilft der Orden Wolfgang Schröder nichts. Seit dem Urteilsspruch im Oktober wartet er im "Correction Center" von Bay Minette mit Mördern und anderen Schwerverbrechern auf sein Strafmaß. Anfangs wurde er unter höchster Sicherheitsstufe festgehalten, saß angeblich mit Hand und Fußfesseln in einer rund um die Uhr beleuchteten Zelle ohne Möbel. Diese Haftbedingungen wurden nach Angaben der Reederei Rickmers inzwischen gelockert, das Generalkonsulat habe interveniert. Schröder gehe "es den Umständen entsprechend gut", sagt Stampehl. "Aber wir können jetzt nichts mehr tun als abzuwarten." Auch der Gefangene selber hat sich in sein Schicksal ergeben. Er lebe von einem Tag zum nächsten, sagte Schröder der ARD. Anders sei das alles nicht zu ertragen.

18jähriger Kater und Welpe geht das?
Hallo, wir haben einen 18-jährigen Kater der aber noch recht fit ist. Er ist zwar eigentlich nur zu meiner Mutter anhänglich also kommt immer am Abend auf die Couch und lässt sich streicheln von ihr sonst ist er eigentlich den ganzen Tag in seinem Bett im Keller oder oben auf einer Decke die im Schrank liegt. Erzieht sich also zurück. Nun ist der Wunsch nach einem Welpen doch sehr groß und der einzige Grund der dagegen spricht oder der infrage kommt warum wir keinen holen würden wäre unser Kater. Habt ihr Erfahrung mit alten Katzen und welchen gemacht? Unser Kater ist nämlich Hallo, wir haben einen 18-jährigen Kater der aber noch recht fit ist. Er ist zwar eigentlich nur zu meiner Mutter anhänglich also kommt immer am Abend auf die Couch und lässt sich streicheln von ihr sonst ist er eigentlich den ganzen Tag in seinem Bett im Keller oder oben auf einer Decke die im Schrank liegt. Erzieht sich also zurück. Nun ist der Wunsch nach einem Welpen doch sehr groß und der einzige Grund der dagegen spricht oder der infrage kommt warum wir keinen holen würden wäre unser Kater. Habt ihr Erfahrung mit alten Katzen und welchen gemacht? Unser Kater ist nämlich eigentlich nicht So gut auf Hunde zu sprechen also wenn ein Hund an seinem Garten vorbeigeht springt er schon hinterm Zaun ein bisschen hoch und fängt an zu fauchen. Denkt ihr nicht das Man wird vorsichtiger Eingewöhnung es schaffen könnte dass die beiden sich verstehen? LG und danke im Voraus
  • Malte Arnsperger