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Tierquälerei: Sehbehinderter Engländer schlägt seinen Blindenhund "zehn Mal ins Gesicht"

Es ist das erste Mal, dass in England einem Sehbehinderten sein Blindenführhund weggenommen wurde. Doch das war offenbar die richtige Entscheidung: Der Mann hatte das Tier zuvor brutal misshandelt.

Ein schwarzer Labrador als Blindenführhund

Ein schwarzer Labrador als Blindenführhund (Symbolbild)

Picture Alliance

Sie sind aufwendig ausgebildet, treue Freunde und Helfer im Alltag. Eigentlich bilden sehbehinderte Menschen und ihre Führhunde ein eingespieltes Team. Sie verlassen sich aufeinander und passen gut aufeinander auf. Das sollte auf Gegenseitigkeit beruhen. In England sah das ein Mann jedoch offenbar anders - was dazu führte, dass dort erstmals einem Menschen sein Blindenführhund weggenommen wurde.

In England werden Blindenführhunde von der Guide Dogs For The Blind Association an Blinde und Menschen mit Sehbehinderungen vergeben. Dabei handelt es sich um eine gemeinnützige Organisation. Ein Tier vermittelten sie auch an einen Mann aus Blackburn. Der wurde von einem anderen Hundebesitzer im Park allerdings bei einer schrecklichen Tat beobachtet.

Zusammen mit seiner Frau warf der sehbehinderte Mann Stöckchen für einen weiteren Hund des Paares. Seinem Führhund befahl er, zu "bleiben". Das Kommando kam offenbar nicht bei dem schwarzen Labrador an und so spurtete auch er dem geworfenen Stöckchen hinterher. Das machte den Mann so wütend, dass er dem Tier "zehn Mal" kräftig ins Gesicht schlug.

"Ich konnte nicht glauben, was ich sehe", so der Zeuge in einem Interview mit den britischen "Metro News". "Es war absolut fürchterlich." Während der Hundebesitzer den Labrador grob zum Auto zerrte, sprach der Beobachter ihn an und sagte, dass er den Vorfall der Polizei melden werde. Daraufhin seien ihm lediglich wütend zwei Mittelfinger gezeigt worden. Rückblickend sagt der Zeuge: "Ich hätte den Hund direkt mitnehmen und ihn zur Polizei fahren sollen, oder die Situation auf Video festhalten sollen."

Die Polizei ermittelte gegen den Hundebesitzer

Die Polizei nahm die Vorwürfe zum Glück ernst und sprach direkt mit dem Beschuldigten, befragte weitere Zeugen und kontaktierte auch die Guide Dogs For The Blind Association, die ebenfalls Ermittlungen anstellte. Das führte dazu, dass der sehbehinderte Mann tatsächlich seinen Blindenhund verlor.

"Wir nehmen die Gesundheit und das Wohlergehen unserer Hunde extrem ernst", kommentierte die Guide Dogs For The Blind Association. "Aus Gründen der Vertraulichkeit können wir den Fall aber nicht weiter kommentieren."

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wt