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Selbstjustiz in Neuenburg: "Er hat es für mich getan. Er liebt mich sehr"

Nach der Vergewaltigung seiner Schwester tötet ein 17-Jähriger den mutmaßlichen Täter auf einem Parkplatz bei Neuenburg mit 23 Messerstichen. Im stern erzählt die Frau ihre Geschichte.

Der Tatort bei Neuenburg in Baden-Württemberg: Die Farbe markiert die Umrisse des Getöteten.

Der Tatort bei Neuenburg in Baden-Württemberg: Die Farbe markiert die Umrisse des Getöteten.

Im Selbstjustiz-Fall von Neuenburg hat sich jetzt zum ersten Mal das Opfer der mutmaßlichen Vergewaltigung geäußert. Die 26-Jährige soll am 12. Juni missbraucht worden sein. Sechs Tage später soll der Bruder des Opfers den mutmaßlichen Täter Patrick H. mit einem Messer getötet haben. Gegenüber dem stern zeigte die Frau Verständnis für die Tat ihres 17-jährigen Bruders. "Ich kann es echt verstehen", sagte sie. "Er hat es für mich getan, seine Schwester. Er liebt mich sehr. Und er wollte mich immer beschützen."

Unklar ist immer noch, wie es zu der tödlichen Attacke auf den mutmaßlichen Vergewaltiger auf einem Parkplatz gekommen war. Ob nur der Bruder oder auch der Vater an der Tat beteiligt war, ist bislang ebenfalls offen. Die 26-Jährige behauptete gegenüber dem stern, ihr Vater sei erst nach dem Angriff auf den Mann hinzugekommen.

"Er sagte: 'Ich kriege diesen Mann'"

Die junge Frau erklärte, dass ihr Bruder zuvor Rachegedanken geäußert habe. Als er von ihrer Vergewaltigung erfuhr, sei er ausgeflippt. "Er sagte: 'Ich kriege diesen Mann.'" So habe sie ihren Bruder noch nie erlebt. "Ich dachte, er bricht ihm alle Knochen und bringt ihn zur Polizei.“ Sie hätte sich aber nicht vorstellen können, dass es tödlich enden würde.

Die 26-jährige behauptete gegenüber dem stern, dass die Polizei frühzeitig von der Gefahr erfahren habe, die von ihrem Bruder ausging. Ihr Vater habe den Polizisten bereits auf dem Revier in Müllheim, kurz nach der Vergewaltigung, gewarnt. Er habe gesagt: "Finden Sie diesen Mann, denn ich weiß nicht, was passiert, wenn mein Sohn ihn findet." Polizei und Staatsanwaltschaft geben an, von solchen Warnungen vor einem Racheakt bisher nichts zu wissen.

Bruder und Vater sitzen derzeit in Untersuchungshaft. Der Bruder hat die Tat bereits gestanden. Ihm drohen nun bis zu zehn Jahre Haft.

"Ist alles OK bei dir?"

Die 26-Jährige bestätigte dem stern, dass sie ihren mutmaßlichen Vergewaltiger kannte. Patrick H. habe vor zehn Jahren die gleiche Hauptschule wie sie besucht. Seitdem hätten sie sich nur flüchtig auf der Straße getroffen, bis zu dem Tag, an dem Patrick H. sie per Handynachricht auf einen Feldweg gelockt und dort vergewaltigt haben soll.

Die Frau schilderte auch, dass Patrick H. ihr nach dem mutmaßlichen Missbrauch noch eine Handynachricht per Whatsapp geschickt habe mit der Frage: "Ist alles OK bei dir?" So als sei nichts passiert.

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Von Anette Lache / print
Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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