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Selbstmordanschlag in Bagdad: Sprengstoff-Lkw rast in Kontrollpunkt

Mehr als 20 Menschen sind bei Bombenanschlägen in und um Bagdad getötet worden. Die meisten von ihnen starben, als ein mit Sprengstoff beladener Lkw in einen Kontrollpunkt raste.

Bereits vergangene Woche ereigneten sich in Bagdad tödliche Anschläge. Auch hier wurden Autobomben benutzt.

Bereits vergangene Woche ereigneten sich in Bagdad tödliche Anschläge. Auch hier wurden Autobomben benutzt.

Bei mehreren Bombenanschlägen sind in der irakischen Hauptstadt Bagdad und ihrer Umgebung nach Angaben von Sicherheitskräften und Ärzten mindestens 24 Menschen getötet worden. Mindestens 20 Menschen starben demnach, als sich ein Selbstmordattentäter in einem mit Sprengstoff beladenen Lastwagen am Samstag an einem Kontrollpunkt an der südlichen Zufahrt nach Bagdad in die Luft sprengte. Ein Arzt sprach von einer zweiten Autobombe in der 25 Kilometer südlich von Bagdad gelegenen Stadt Jussifija. Eine weitere Autobombe explodierte in Bagdad in der Nähe eines Zeltes, in dem schiitische Pilger mit Wasser und Essen versorgt wurden.

Hunderttausende Pilger sind derzeit auf dem Weg nach Kerbela, um an den Aschura-Feierlichkeiten teilzunehmen. Der Höhepunkt des wichtigsten Fests der Schiiten ist am Dienstag.

In der Vergangenheit gab es in Kerbela immer wieder Anschläge auf schiitische Pilger. Nach der Offensive der radikalsunnitischen Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS), die seit Juni weite Teile des Iraks kontrolliert, ist die Gefahr noch größer. Hauptopfer der Anschläge des IS im Irak sind Mitglieder der schiitischen Mehrheit. Die Miliz bezeichnet sie als "Ungläubige".

fin/AFP / AFP