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Selbstmordversuch: Mutmaßlicher Frauenmörder schneidet sich die Pulsadern auf

Der mutmaßliche Frauenmörder von Mespelbrunn hat kurz vor Prozessbeginn versucht sich umzubringen. Der 37-Jährige habe sich mit einer Rasierklinge die Pulsadern aufgeschnitten. Der Mann sei weiter akut selbstmordgefährdet, sagte der Vorsitzende Richter am Landgericht Aschaffenburg, Stefan Tratz, am Montag zu Verhandlungsbeginn.

Der mutmaßliche Frauenmörder von Mespelbrunn hat kurz vor Prozessbeginn versucht sich umzubringen. Der 37-Jährige habe sich mit einer Rasierklinge die Pulsadern aufgeschnitten. Der Mann sei weiter akut selbstmordgefährdet, sagte der Vorsitzende Richter am Landgericht Aschaffenburg, Stefan Tratz, am Montag zu Verhandlungsbeginn.

Der Mordprozess wurde bis zum 6. Mai ausgesetzt. Der Gefängnis-Psychiater hofft, dass der Mann dann wieder prozessfähig ist. Er ist schon seit Wochen im Hungerstreik.

Der Angeklagte soll im Juli 2008 eine 32 Jahre alte Frau auf dem Parkplatz des Schlosshotels im unterfränkischen Mespelbrunn mit einem Küchenmesser erstochen haben, weil sie ihn nicht liebte. Beide hatten im Schlosshotel gearbeitet.

Oberstaatsanwalt Walther Schmidt wirft dem 37-Jährigen unter anderem Mord, schweren Raub, erpresserischen Menschenraub, Geiselnahme und Freiheitsberaubung vor. Er fordert eine lebenslange Haftstrafe mit anschließender Sicherungsverwahrung.

Der mutmaßliche Mörder hatte sich nach der Tat fast ein Jahr lang vor der Polizei versteckt, war aber auch immer wieder zurück in den Spessart gekehrt - etwa im März 2009, als er in Mespelbrunn seine Verwandten im Schlaf überraschte. Er bedrohte die Familie damals laut Polizei mit einem Messer und forderte Geld, Bankkarten und die dazugehörigen PIN-Nummern. Der Angeklagte hat sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert.

DPA / DPA
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