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Selfies mit Hitlergruß: Polizei ermittelt gegen Schüler

Neuntklässler posieren mit dem Hitlergruß, klopfen rechte Sprüche und tauschen alles per WhatsApp aus. So soll es an einem Gymnasium in Sachsen-Anhalt passiert sein. Die Polizei ermittelt.

Schüler eines Gymnasiums in Sachsen-Anhalt stehen im Verdacht, sich mit Hitlergruß begrüßt zu haben

Schüler eines Gymnasiums in Sachsen-Anhalt stehen im Verdacht, sich mit Hitlergruß begrüßt zu haben

Die Polizei ermittelt wegen mutmaßlich rechtsextremer Vorfälle an einem Gymnasium in Sachsen-Anhalt. Mehrere Neuntklässler der Schule in Landsberg sollen mit dem Hitlergruß posiert, rechte Parolen zitiert und alles über den Smartphone-Nachrichtendienst WhatsApp verbreitet haben. In dem Fall werde wegen Volksverhetzung und der Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole ermittelt, erklärte die Polizei. Der Sachverhalt liegt den Angaben zufolge schon einige Tage zurück.

Medienberichten zufolge hatte ein jüdischer Schüler seinem Vater von den Bildern und Sprüchen erzählt, nachdem diese bei ihm per Gruppennachricht auf dem Smartphone gelandet waren. Auch Plakate der rechtsextremen NPD sollen als Kurznachricht versendet worden sein.

Die Schule wolle nach Ende der Ferien am Montag eine Versammlung mit den Schülern und Eltern der neunten Klasse unter Beteiligung des Landesschulamtes einberufen, berichtete die "Mitteldeutsche Zeitung". Schulleitung, Klassenlehrerin und Schulelternrat seien von den Vorwürfen überrascht worden, hieß es. Schuldirektor Lutz Feudel wird in der Zeitung mit den Worten zitiert: "Tabubrüche gehören zu den Erfahrungen, die wir mit Jugendlichen immer wieder machen". Er gehe nicht davon aus, dass die Schüler offen rechtsextreme Propaganda machen wollten.

ivi/DPA / DPA