HOME

Missbraucht und aufgeschlitzt: Nach fast 30 Jahren: Polizei fasst "chinesischen Jack the Ripper"

Sie nannten ihn den "chinesischen Jack the Ripper": In China wurde ein 52-Jähriger festgenommen, der zehn Frauen sowie eine Achtjährige missbraucht und getötet hat. Ein Vergehen des Onkels brachte die Ermittler auf seine Spur.

Serienkiller - blutiges Messer

Blutiges Messer

Sie waren alle in Rot gekleidet, er folgte ihnen stets in die Wohnung, wo er sie missbrauchte und anschließend die Kehle aufschlitzte. Zehn Frauen und sogar ein achtjähriges Mädchen wurden zwischen 1988 und 2002 auf diese Weise getötet - eine Mordserie, die jetzt aufgeklärt wurde. Die chinesische Polizei hat offenbar den "Gansu-Schlitzer" oder auch "chinesischer Jack the Ripper" genannten Mann gefasst. Der 52-Jährige habe gestanden, die Morde in der nordwestlichen Provinz Gansu und der benachbarten Inneren Mongolei begangen zu haben, schreibt die staatliche Zeitung "China Daily".

Serienkiller in Supermarkt gefasst

Auf die Spur kamen die Ermittler dem Mann durch einen Zufall: Der Zeitung zufolge war bei einem Onkel von ihm wegen eines kleineren Vergehens ein DNS-Test gemacht worden. Dabei entdeckten die Ermittler, dass dieser mit dem seit 28 Jahren gesuchten Mörder verwandt sein musste. Nach einem Test der männlichen Verwandten stieß die Polizei auf den Verdächtigen. Der Beschuldigte wurde einem Supermarkt in Baiyin festgenommen, in jener Stadt, in der der 52-Jährige neun Morde verübt hat.

Fahndungsfoto des Mannes:


2004 hatte die Polizei erstmals die Taten einem Täter zugeordnet und für Hinweise, die zu seiner Ergreifung führten, eine Belohnung in Höhe von umgerechnet rund 30.000 US-Dollar ausgesetzt. Laut "China Daily" seien damals vor allem Frauen derartig verunsichert gewesen, dass viele nicht mehr ohne Begleitung das Haus verlassen hätten. Die Ermittler gingen zu dem Zeitpunkt von einem Mann im Alter zwischen 33 und 40 Jahren aus, der Frauen hasse. "Der Verdächtige lebe zurückgezogen und sei unauffällig", so die Ermittler. 

nik