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Ausbruch im Gerichtssaal Trauernder Vater attackiert grinsenden Killer


Van Terry sprach von seiner Tochter, da grinste der Mann, der die 18-Jährige zu Tode gefoltert hatte, ihn frech an. Terry rastetet aus und sprang quer durch den Saal.

Während der Gerichtsverhandlung gegen den mehrfachen Mörder Michael Madison konnte auch der Vater eines seiner Opfer sprechen. Madison hatte Van Terrys 18-jährige Tochter Shirellda bestialisch gefoltert und getötet. "Jetzt erwartet wohl jeder von uns, dass wir diesem Clown in unserem Herzen vergeben, der unsere Familien zerstört hat, der mir mein Kind genommen hat", sagte Terry gerade, da grinste der Mörder den Vater frech an und Van Terry verlor die Beherrschung. In einem unglaublichen Satz sprang er quer durch den Raum, überwand die Absperrung  und stürzte sich auf Madison.

Terrys Schwester Sonya Richardson, die Tante des Opfers, sagte zu Cleveland.com: "Er war außer sich. Er sagte uns, dass er sein Kind verloren hatte, sie war wie ein Stück Himmel für ihn, und uns alle. Und der saß da nur und grinste. Das war schrecklich. Das konnte man nicht aushalten."

Drei Opfer

Madison wurde danach zum Tode verurteilt, weil er mehrere Frauen zu Tode gefoltert hatte. Neben Shirellda Terry tötete er die 28-jährige Shetisha Sheeley und die 38-jährige Angela Deskins. Im Jahr 2013 wurden ihre Leichen in der Nähe von Madisons Wohnort gefunden. Schon im Jahr 2002 wurde Madison wegen Vergewaltigung verurteilt. Nur ein Zufall führte zur Entdeckung der Verbrechen. Ein Elektriker bemerkte einen durchdringenden Verwesungsgeruch, der aus Madisons Garage drang. Dort fand die Polizei die zersetzte Leiche einer Frau, die Madison mit Tape in Müllsäcke eingewickelt hatte.

Die Verteidigung bestritt die Taten nicht, versuchte aber, dem Angeklagten die Todesstrafe mit Hinweisen auf seine traumatische Kindheit zu ersparen. Doch Richter und Jury ließen sich nicht beirren. Nachdem ihnen die zwölf Tage lang allein die Ergebnisse der Forensiker präsentiert wurden und ihnen im Detail enthüllt wurde, was Madison seinen Opfern angetan hatte, gab es kein Mitgefühl für den Täter. Der Ankläger Tim McGinty sagte, die Todesstrafe sei geschaffen für Täter wie Madison, den er den "Schlechesten der Schlechten" nannte. Die Richterin erklärte in der Urteilverkündung, sie sei getroffen von der nackten Unmenschlichkeit, die ein Mensch nicht nur einer Person sondern gleich dreien antun konnte. "Leute, die Verbrechen begehen, wie Sie es getan haben, müssen bestraft werden. Und sie müssen so hart bestraft werden, wie es das Gesetzt nur erlaubt. Das ist absolut notwendig."

Ob gegen Terry wegen seines Ausbruchs ermittelt wird, wird noch entschieden.

Kra

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