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Sexualdelikt in Köln: Praktikant missbraucht Kita-Kinder

Es ist der Albtraum aller Eltern: In einer Kindertagesstätte in Köln sollen sieben Kinder von einem Praktikanten missbraucht worden sein. Der 24-jährige Verdächtige schweigt zu den Vorwürfen.

Ein Praktikant soll sich in einer Kölner Kindertagesstätte an mehreren Kleinkindern vergangen haben. Wegen des Verdachts auf schweren sexuellen Missbrauch wurde der 24-Jährige am Mittwoch festgenommen. Anfang April hätten mehrere Eltern gegen den Mann Anzeige erstattet, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der Beschuldigte wollte Erzieher werden und war seit Januar in der Kita als Praktikant tätig. Insgesamt seien ihm rund 40 Kinder anvertraut gewesen. Der Mann schweigt bisher zu den Vorwürfen.

Ein Sprecher der Polizei sagte, zum Schutz der Kinder sollten zunächst keine weiteren Angaben zu den Fällen gemacht werden. Es handele sich aber um massive Missbrauchsvorwürfe. Zeitungsberichten zufolge soll er die Kinder an intimen Stellen angefasst, sie oral und vaginal missbraucht haben. Der Mann werde voraussichtlich in Untersuchungshaft genommen.

Dem "Express" berichtete eine betroffene Mutter: "Eines Abends hat mir meine Kleine alles erzählt. Ich musste mich fast übergeben. Es war so widerlich."

Seit Bekanntwerden der Vorwürfe habe es viele Gespräche mit betroffenen Eltern gegeben, erklärte ein Sprecher der Stadt. Das Jugendamt habe auch Erzieherinnen und die Kita-Leitung angehört. In der Kita arbeiten elf Erzieherinnen, die 89 Kinder betreuen. Die Stadt Köln prüft personelle Konsequenzen bei den Beschäftigten der Einrichtung.

DPA/AP / AP / DPA
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