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Sexvideo-Prozess um Ottfried Fischer: "Wenn du denen nichts gibst, bist du am Ende"

Gefängnisstrafen gab es keine, trotzdem war das Urteil der Richter ein deutliches: Zwischen 600 Euro und 14.400 Euro müssen fünf Angeklagte zahlen, die in die Affäre um ein heimlich gedrehtes Sexvideo von Schauspieler Ottfried Fischer verwickelt sind. Die "Bild"-Zeitung kritisierte die Entscheidung als "für Journalisten und Verlage absolut nicht hinnehmbar".

Im Prozess um ein heimlich gedrehtes Sexvideo von dem Schauspieler Ottfried Fischer hat das Amtsgericht München am Montag einen früheren Journalisten der "Bild"-Zeitung und vier Vertreter des Rotlichtmilieus zu Geldstrafen zwischen 600 Euro und 14.400 Euro verurteilt. Der Schauspieler und Kabarettist trat in dem Prozess selbst als Zeuge auf.

Das Gericht verurteilte alle fünf Beschuldigten wegen Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs Fischers, den ehemaligen "Bild"-Journalisten außerdem wegen Nötigung. Der inzwischen unabhängig von dem Verfahren zu einem anderen Verlag gewechselte Journalist erhielt mit 180 Tagessätzen zu 80 Euro die höchste Geldstrafe. Sollte das Urteil rechtskräftig werden, würde er damit als vorbestraft gelten. Auch der als Auftraggeber des Films verurteilte Mike P., der 12.000 Euro zahlen muss, wäre damit vorbestraft, ebenso ein zu 3600 Euro Geldstrafe verurteilter Zuhälter.

Eine inzwischen in die Türkei geflohene Bekannte Fischers hatte laut Anklage im vergangenen Jahr über gefälschte Kreditkartenabrechnungen gut 74.000 Euro für einen nie vereinbarten Dirnenlohn von Fischers Konten abbuchen wollen. Dazu laufen gesonderte Ermittlungen. Nachdem Fischer die Zahlung verweigerte, soll der 56-Jährige bei einem späteren Treffen mit zwei Prostituierten heimlich beim Sex gefilmt worden sein, um die Auszahlung der Summe zu erzwingen. Außerdem soll der Hauptangeklagte den Film bewusst der "Bild"-Zeitung zugespielt haben.

Fischer sagte, er habe sich durch das Sexvideo in seiner Karriere bedroht gefühlt. Seine Agentin habe ihm deshalb zur Anfrage der "Bild"-Zeitung nach einem Interview gesagt, "wenn du denen nichts gibst, dann verlierst du deinen Pfarrer Braun, dann bist du am Ende", sagte der Darsteller des "Pfarrer Braun" in der gleichnamigen ARD-Serie.

Der frühere "Bild"-Journalist Wolf-Ulrich Sch. bestätigte zwar, dem Hauptangeklagten 3500 Euro für den Film gezahlt zu haben. Es sei aber Fischers PR-Agentin gewesen, die ihm in einem Telefonat ein Interview mit Fischer angeboten habe. Da er "zu keinem Zeitpunkt" Fischer habe Schaden zufügen wollen, habe er der Agentin außerdem angeboten, ihr die CD mit den Aufnahmen zu geben. Schließlich habe er diese selbst vernichtet.

Die PR-Agentin Fischers unterstützte die Aussage des Journalisten. "Sowohl ich als auch Herr Fischer hätten zu jedem Zeitpunkt die Möglichkeit gehabt, nein zu sagen", sagte Brigitte Maydt. Im Kern folgte der Richter dennoch dem Staatsanwalt.

Die "Bild"-Zeitung kritisierte die Entscheidung in einer Erklärung: "Nach den eindeutigen Zeugenaussagen ist dieses Urteil falsch und für Journalisten und Verlage absolut nicht hinnehmbar". Dass der Vorwurf der Nötigung gegen den Journalisten haltlos sei, belegten schon die Aussagen von Fischer und dessen Agentin, erklärte das Blatt in Berlin.

AFP / AFP
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.