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Siegburg: Häftling zu Tode gequält

In der Justizvollzugsanstalt Siegburg ist ein 20 Jahre alter Häftling Opfer eines Gewaltverbrechens geworden. Die Staatsanwaltschaft hat den dringenden Verdacht, dass seine Mithäftlinge ihn misshandelt und stranguliert haben.

Ein 20-jähriger Häftling in der Justizvollzugsanstalt Siegburg soll von seinen Zellengenossen getötet worden sein. Es bestehe der dringende Verdacht, dass das Opfer von seinen Mitgefangenen zunächst erheblich misshandelt und dann stranguliert worden sei, teilte die Bonner Staatsanwaltschaft mit. Der Mann sei bereits am Sonntag leblos in seiner Zelle aufgefunden worden. Die Tatverdächtigen hätten schon zur Sache ausgesagt.

Nordrhein-Westfalens Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter zeigte sich bestürzt über den gewaltsamen Tod des 20-Jährigen. "Den Angehörigen des Getöteten gehört mein Mitgefühl", sagte die CDU-Politikerin. Sie versprach, die Staatsanwaltschaft werde den Fall gründlich und lückenlos aufklären. "Vom Ergebnis der Ermittlungen werde ich es abhängig machen, welche Konsequenzen zu ziehen sind", sagte die Ministerin.

AP / AP