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Siegburg Verwirrter Feuerteufel fackelt Linienbus ab


Es ist der Alptraum jeden Busfahrers: Ein Mann besteigt den Bus, in der einen Hand einen Brandsatz, in der anderen ein Feuerzeug. Am Montagabend geschah genau dies auf dem Europaplatz in Siegburg. Kurze Zeit später stand das Fahrzeug lichterloh in Flammen. Zurück blieben 100 000 Euro Sachschaden - und eine Menge verstörter Fahrgäste.

Ein geistig verwirrter Mann hat in Siegburg bei Bonn einen Linienbus in Brand gesetzt. Die rund 25 Fahrgäste ließ der 37-Jährige nach Polizeiangaben vom Dienstag am Siegburger Busbahnhof aussteigen, bevor er Brandbeschleuniger in dem Bus verschüttete und die Flüssigkeit anzündete. Der 40-jährige Busfahrer konnte sich bei dem Zwischenfall vom Montagabend durch ein Seitenfenster neben der Führerkabine ins Freie retten. Dabei stürzte er und zog er sich Schürfwunden zu.

Der Brandstifter kletterte wenig später durch dasselbe Fenster aus dem brennenden Bus und ließ kurz danach von Polizisten widerstandslos festnehmen. Der 37-Jährige aus Troisdorf wurde noch in der Nacht zum Dienstag mit akuten Symptomen einer psychischen Erkrankung in die Rheinischen Landeskliniken Bonn zwangseingewiesen. Die Staatsanwaltschaft Bonn beantragte die vorläufige Unterbringung des Mannes in der Psychiatrie wegen schwerer Brandstiftung und versuchten Mordes. Alle Fahrgäste blieben unverletzt. Den Schaden an dem komplett ausgebrannten Linienbus bezifferte die Polizei auf rund 100.000 Euro.

DPA/APN DPA

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