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Staatsanwaltschaft spricht von "Vorfall": Silvesternacht: Frau in Schönberg bei Kiel erschossen?

Eine Frau sackt am Silvesterabend in Schönberg bei Kiel unvermittelt zusammen und kommt ins Krankenhaus. Nach stern-Informationen stirbt die Frau wenig später. Ärzte sollen Metallsplitter im Kopf des Opfers entdeckt haben.

Die Behörden in Schleswig-Holstein haben nach einem "Vorfall" in der Silvesternacht ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet

Die Frau starb nach der Verletzung aus der Silvesternacht im Krankenhaus

Picture Alliance

Am Silvesterabend sackte eine 39-jährige Frau in Schönberg (Kreis Plön, Schleswig-Holstein) plötzlich zusammen. Sie sei aus "noch ungeklärter Ursache von einem Gegenstand am Kopf getroffen und schwer verletzt worden", teilte die Polizei in einer ersten Meldung mit.

Nun ist die Frau trotz Not-OP an ihren schweren Kopfverletzungen gestorben. Und: In der Klinik sollen die Ärzte nach stern-Informationen festgestellt haben, dass Metallsplitter in den Kopf des Opfers eingedrungen waren. Wurde die Frau womöglich erschossen?

Tödliche Schüsse an Silvester?

Auf Nachfrage des stern bestätigte die Staatsanwaltschaft Kiel nur, dass es in der Silvesternacht zu einem "Vorfall" gekommen sei, bei dem eine Frau verletzt wurde. Die Frau sei später an ihren Verletzungen gestorben, so Birgit Heß, Behördenleiterin der Staatsanwaltschaft Kiel. Dass Metallsplitter in den Kopf der Frau eingedrungen waren, wollte die Staatsanwaltschaft indes nicht bestätigen. Die Todesursache sei bisher "völlig unklar", so Heß zum stern. Womöglich komme es noch im Laufe des Mittwochs zu einer gerichtsmedizinischen Untersuchung. Auch die Hintergründe des Vorfalls seien noch nicht geklärt. "Derzeit ist überhaupt nicht klar, was genau passiert ist", sagte Heß. Daher sei ein "Todesermittlungsverfahren" eingeleitet worden, man ermittle also in der "vollen Bandbreite": von einem möglichen Unfall bis Mord. 

Die Frau hatte gemeinsam mit Mann und Tochter draußen gestanden, um sich das Feuerwerk anzusehen, als sie plötzlich zusammen gebrochen war.

An Silvester 2016 war die elfjährige Janina in dem Dorf Unterschleichach in Unterfranken erschossen worden. Auch sie war plötzlich zusammengesackt und in der Klinik gestorben. Gerichtsmediziner fanden in ihrem Kopf das Projektil eines Kleinkalibers. Als Täter wurde ein Nachbar ermittelt. Roland E., ein Sportschütze. Er gestand, aus Wut über Silvesterlärm geschossen zu haben. Das Landgericht Bamberg verurteilte den Täter Roland E. im Dezember 2017 zu über zwölf Jahren Haft wegen Mordes. Die Richter gingen von einer verminderten Steuerungsfähigkeit wegen Depression aus. 


Quelle: Pressemitteilung Polizeidirektion Kiel

stern