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Somalia: Piraten schlagen erneut zu

Mit einem weiteren Überfall vor der Küste Somalias haben Seeräuber einen griechischen Frachter in ihre Gewalt gebracht. Die "MV Irene" war im Golf von Aden unterwegs und hat 22 Matrosen an Bord. Ersten Informationen zufolge ist die Besatzung unverletzt.

Nur wenige Tage nach zwei Befreiungsaktionen gegen somalische Piraten haben Seeräuber vor der Küste Somalias erneut zugeschlagen. Die Piraten überfielen in der Nacht zum Dienstag das Frachtschiff "MV Irene" im Golf von Aden. Das 35.000-Tonnen-Schiff ist für eine griechische Reederei unterwegs. Wie das Internationale Maritime Büro in London am Dienstag mitteilte, fährt es unter der Flagge des karibischen Inselstaats St. Vincent. Die 22 Mann starke Besatzung ist unverletzt, berichtet die EU-Operation für Maritime Sicherheit in Northwood.

Erst am Sonntag hatten US-Elitesoldaten den amerikanischen Schiffskapitän Richard Phillips aus der Hand von Piraten befreit und dabei drei der vier Seeräuber getötet. Am Karfreitag waren zwei Piraten und der französische Bootseigner bei der Befreiung einer Jacht ums Leben gekommen. Derzeit halten somalische Piraten mehr als ein Dutzend Schiffe in ihrer Gewalt, darunter auch die "Hansa Stavanger" mit fünf Deutschen an Bord.

DPA/AFP / DPA