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Festnahme zu einem hohen Preis: Nach tödlicher Schießerei: Gesuchter Doppelmörder "Igor, der Russe" in Spanien geschnappt

Monatelang wird "Igor, der Russe" nach einem Doppelmord in Italien gesucht. Dann kommt es zu einer weiteren Tat mit drei Toten in Spanien - und der Verdächtige sitzt fest. Die Überlebenden sind erleichtert.

Gesuchter Doppelmörder "Igor, der Russe" in Spanien geschnappt

Acht Monate war "Igor, der Russe" auf der Flucht, bevor er nun in Spanien geschnappt wurde (Symbolbild)

Ein mutmaßlicher Doppelmörder aus Italien ist nach acht Monaten auf der Flucht in Spanien gefasst worden - kurz zuvor soll er drei weitere Menschen getötet haben. Zwei Polizisten der Guardia Civil und ein Zivilist seien bei der Schießerei in der Provinz Teruel im nordöstlichen Aragonien umgekommen, wie die spanische Polizei am Freitag mitteilte.

Der Mann - der eigentlich Serbe ist, aber "Igor il russo" (Igor, der Russe) genannt wird, soll im April in der Nähe von Bologna einen Barmann und einen Wächter umgebracht haben. Zunächst hieß es in , der 36-Jährige sei ein Ex-Militär aus Russland, was sich jedoch später nicht bestätigte. Der Name "Igor il russo" blieb ihm allerdings erhalten. 

Ein Verkehrsunfall wurde ihm in Spanien zum Verhängnis

Vor seiner Festnahme im Nordosten  kam es zu der tödlichen Schießerei. Die Polizei hatte zuvor die Verfolgung des Serben aufgenommen, nachdem er in der vergangenen Woche in Spanien einen landwirtschaftlichen Betrieb überfallen haben soll. Dabei waren zwei Menschen verletzt worden.

Nachdem er am Donnerstag die Sicherheitskräfte und einen Landwirt, der der bei der Suche half, getötet hatte, flüchtete er in einem Kleinlaster. Jedoch hatte er einen Unfall, wonach die Polizei ihn in der Ortschaft Cantavieja festnehmen konnte.

Wird "Igor, der Russe" an Italien ausgeliefert?

Der Verdächtige habe drei Waffen bei sich gehabt, hieß es. Zwei gehörten demnach den getöteten Beamten der Guardia Civil. Innenminister Juan Ignacio Zoido reiste in die Region, um sich ein Bild von der Lage zu machen.

"Ich zittere überall. Ich hatte gedacht, dass Igor nie gefasst werden würde, aber jetzt will ich, dass wirklich Gerechtigkeit geübt wird", sagte die Witwe eines der italienischen Opfer im Fernsehen. Staatsanwalt Giuseppe Amato betonte, Italien wolle eine Auslieferung beantragen, "aber das Land, von dem wir die Auslieferung fordern, hat ja jetzt selbst Ermittlungen wegen schwerster Verbrechen auf seinem Territorium aufgenommen." Die Arbeit zwischen beiden Ländern müsse koordiniert werden, fügte Amato hinzu. "Aber ich kann versichern, dass dem Recht Genüge getan werden wird."

tyr/DPA