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Spektakulärer Gefängnisausbruch: Geliebte schmuggelte Werkzeuge in gefrorenen Hamburgern

Sie sägten sich durch Stahlwände und bahnten sich durch Tunnel ihren Weg - die filmreife Flucht zweier Mörder aus einem US-Gefängnis war möglich, weil ihnen die Gefängnisschneiderin die Werkzeuge hinein schmuggelte.

Die Mörder David Sweat (l.) und Richard Matt (r.)

Die Mörder David Sweat (l.) und Richard Matt (r.) brachen im Juni aus einem Hochsicherheitsgefängnis aus. Mit ihrer Helferin Joyce M. sollen beide eine sexuelle Beziehung gehabt haben.

Nach dem spektakulären Gefängnisausbruch im US-Bundesstaat New York hat sich eine Mitarbeiterin der Haftanstalt wegen Fluchthilfe schuldig bekannt. Die 51-jährige Joyce M. räumte am Dienstag ein, dass sie Werkzeuge in gefrorenem Hamburgerfleisch in das Hochsicherheitsgefängnis in der Ortschaft Dannemora schmuggelte. Mit dem Schuldeingeständnis vermeidet sie einen Prozess. Das Strafmaß soll am 28. September festgelegt werden, der Frau drohen bis zu sieben Jahre Haft.

Die Flucht der beiden Mörder David Sweat und Richard Matt hatte im Juni für Schlagzeilen gesorgt. Die 35 und 49 Jahre alten Schwerverbrecher sägten ein Loch in die Stahlwände ihrer Zellen, zwängten sich durch Schächte und bahnten sich durch Tunnelsysteme und Rohre einen Weg in die Freiheit. Drei Wochen lang fahndete die Polizei nach den Männern und spürte sie schließlich nahe der kanadischen Grenze auf. Matt wurde erschossen, Sweat verletzt festgenommen.

M. soll eine sexuelle Beziehung zu den beiden Verbrechern geführt haben. Die Frau, die in dem Gefängnis als Näherin beschäftigt war, besorgte den Männern Sägeblätter und Bohrer. Ursprünglich wollte sie die Ausbrecher auch mit dem Auto abholen, änderte aber im letzten Moment ihre Meinung. Die Behörden kamen ihr dennoch auf die Spur, eine Woche nach dem Ausbruch wurde sie festgenommen.

ivi / AFP