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Stade: 16-Jährigen bei Überfall erschossen - Bewährung

Ein Rentner tötet einen 16-Jährigen, der ihn zuvor überfallen hat. Die Richter verurteilen den Schützen zu einer Bewährungsstrafe und entscheiden: Auf Notwehr kann sich der Mann nicht berufen.

Der wegen Totschlags Angeklagte 81-Jährige steht im Verhandlungssaal des Landgerichtes in Stade

Der wegen Totschlags Angeklagte 81-Jährige steht im Verhandlungssaal des Landgerichtes in Stade

Ein Rentner, der einen 16-Jährigen nach einem Überfall erschossen hat, ist wegen Totschlags in einem minder schweren Fall zu einer Freiheitsstrafe von neun Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Der 81-Jährige war 2010 in seinem Haus in Sittensen überfallen worden. Als die fünf Täter flüchteten, schoss ihnen der Rentner mit einer Pistole hinterher und tötete den Jugendlichen.

Nach Ansicht des Gerichts gab der Angeklagte die Schüsse aus Angst um sein Leben bewusst ab, überschritt dabei aber die Notwehrgrenze. "Ein gezielter Schuss auf Arme oder Beine wäre ausreichend gewesen", so der Richter. Als Jäger hätte der Mann das wissen müssen. Er habe aber in einer akuten Belastungsreaktion gehandelt.

mad/DPA / DPA
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