Mexiko Diese Stadt hat die Drogen-Kartelle vertrieben: Willkommen in Cherán, Heimat der Unbeugsamen

Auf dem zentralen Platz von Cherán haben sich Einwohner der Stadt zu einer Kundgebung versammelt
Auf dem zentralen Platz von Cherán haben sich Einwohner der Stadt zu einer Kundgebung versammelt
© Axel-Javier Sulzbacher
Mexiko versinkt im Strudel von Korruption und Gewalt. Ganz Mexiko? Nein! Da gibt es Cherán, eine Oase des Friedens mitten im Narco-Staat.
Jan Christoph Wiechmann

Es gibt keine Morde in dieser Stadt und keine Entführungen. Es gibt keine Banden oder Mafiosi und schon gar keine Drogenkartelle. Ja, es gibt nicht mal Schutzgelderpressungen oder Raubüberfälle, und selbst Diebstähle gibt es nicht. Das allein ist schon einzigartig in Mexiko, Land der Kapitalverbrechen, fast 35.000 Morde pro Jahr.

Aber es gibt in dieser Stadt auch keine Polizisten oder Soldaten. Keinen Bürgermeister, keine Parteien und Politiker, ja überhaupt keinen Vertreter des Staates. Auch das ist einzigartig in Mexiko.

Womöglich gehören beide Dinge zusammen: keine Narcos und keine Politiker – die Grundübel des Landes. Das jedenfalls glauben die Bürger von Cherán im Bundesstaat Michoacán, rund 20.000 Einwohner.

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