HOME

Steiniger Weg der Odenwaldschule: Mehrheit der Vorstandsmitglieder tritt zurück

Die hessische Odenwaldschule strebt nach dem Skandal um den Missbrauch zahlreicher Schüler einen Neuanfang an. Fünf der insgesamt sieben Vorstandsmitglieder erklärten nach einer Krisensitzung am Samstag ihren Rücktritt.

Die hessische Odenwaldschule strebt nach dem Skandal um den Missbrauch zahlreicher Schüler einen Neuanfang an. Fünf der insgesamt sieben Vorstandsmitglieder erklärten nach einer Krisensitzung am Samstag ihren Rücktritt. Auch in einer Reformschule im Schwarzwald tauchten einem Zeitungsbericht zufolge derweil Hinweise auf bisher nicht bekannt gewordene Missbrauchsfälle in den 50er und 60er Jahren auf.

In der Odenwaldschule blieben nach der Krisensitzung des Trägervereins am Samstag nur Schulleiterin Margarita Kaufmann und Geschäftsführer Meto Salijevic im Amt, wie die Pressesprecherin der Schule sagte. Nach Angaben der Schule wurden nach derzeitigem Untersuchungsstand 33 Schüler Opfer von Missbrauch, acht ehemalige Lehrer werden beschuldigt. Die Missbrauchsfälle an der reformpädagogisch orientierten Privatschule in Heppenheim waren Anfang März bekannt geworden. Sie beziehen sich auf die 70er und 80er Jahre. Die Staatsanwaltschaft in Darmstadt leitete Ermittlungsverfahren gegen mehrere Lehrer ein.

"Wir haben verstanden, dass die Schule Ruhe braucht", sagte anschließend die ausgeschiedene Vorsitzende des Vorstandes, Sabine Richter-Ellermann. Trägervereins-Sprecher Philipp Sturz sprach von einem "hochemotionalen Treffen". An dem Internat sollen vor Jahrzehnten zahlreiche Schüler von Lehrern missbraucht worden sein. Nun soll es Veränderungen geben.

Die Rücktritte begründete Richter-Ellermann mit "großem öffentlichen Druck." Für einen Moment schien die Öffentlichkeit das eigentliche und einzige Motiv gewesen zu sein - und nicht das Ausmaß und die persönlichen Folgen der Übergriffe. Dann doch eine Art Eingeständnis: "Wir haben vielleicht mitgeschwiegen, weil wir so etwas nicht für möglich gehalten haben."

Voraussichtlich am 29. Mai soll ein neuer Vorstand gewählt werden. "Wir brauchen einen klassischen Neuanfang", sagte Sturz. Ein schwieriger Neustart im Jubiläumsjahr: Nächsten Monat wird die Schule 100 Jahre alt, im Sommer ist eine Festwoche geplant.

Die Geschäfte führen bis zur Neuwahl Schulleiterin Margarita Kaufmann und Geschäftsführer Meto Salijevic. Sie gehören durch ihr Amt zwingend dem Vorstand an. Unterstützt werden sie von dem Zahnarzt Sturz (48) und dem früheren Landrat des Kreises Bergstraße, Norbert Hofmann (67), als Sprecher des Trägervereins. "Wir arbeiten wie ein Eichhörnchen. Wir knacken jeden Tag eine harte Nuss", beschreibt Sturz die Lage.

Schulleiterin Margarita Kaufmann hat sich von den rund 30 Mitgliedern des Trägervereins grünes Licht geben lassen, um die Privatschule umzukrempeln. Dabei könnten auch heilige Kühe geschlachtet werden. Denn auch das "Familien"-System, wonach Schüler und Lehrer in einem engen Verband zusammenwohnen, soll auf den Prüfstand. "Ich bin dankbar, dass der Vorstand zurückgetreten ist", sagt die 54-Jährige. Sie hatte für ihre Linie der rückhaltlosen Aufklärung aus dem Gremium nicht nur Unterstützung erfahren. Aber sie will daran festhalten.

Einen Neustart wünschen sich auch zahlreiche ehemalige Schüler. "90 Prozent von uns haben die Odenwaldschule als überaus positiv erlebt", sagt Marc Tügel als Sprecher der ehemaligen Odenwald- Schüler. So sieht es auch Sturz: "Ich habe hier immer gerne gelernt." Zu den sexuellen Übergriffen sagt der 61 Jahre alte Tügel: "Bei allem Respekt vor den Missbrauchsopfern: Das ist nicht die Odenwaldschule."

Über das genaue Ausmaß des Missbrauchs an der idyllisch gelegenen Privatschule gibt es noch keine endgültigen Zahlen. Die Schule spricht immer noch von 33 Betroffenen und acht beschuldigten ehemaligen Lehrern in den Jahren 1966 bis 1991. Neuere Zahlen des "Spiegel", der 40 missbrauchte Opfer und 10 verdächtigte Pädagogen nennt, wollte die Schule auch bei ihrer Krisensitzung nicht bestätigen. Die von ihr beauftragte Wiesbadener Rechtsanwältin Claudia Burgsmüller will erst einmal alle Informationen auswerten und dann mit gesicherten Zahlen an die Öffentlichkeit.

AFP, DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.