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Freundin von Stephen Paddock: Schwestern von Marilou D. äußern sich in Interview: Paddock schickte sie weg

Bei ihrer Rückkehr in die USA wurde Marilou D. von Beamten des FBI in Empfang genommen. Die erhoffen sich von Stephen Paddocks Lebensgefährtin wertvolle Hinweise für die Suche nach dessen Motiven. Das können sich auch die Verwandten der 62-Jährigen vorstellen.

Nach dem Blutbad von Las Vegas setzen die Ermittler bei der Suche nach einem Motiv auf die Freundin des Todesschützen. Die 62-jährige Marilou D. kehrte am Dienstagabend in die USA zurück und wurde dort von Beamten der US-Bundespolizei FBI in Empfang genommen. Die Ermittler erhoffen sich von ihr Aufklärung über die Motive des 64-jährigen Stephen Paddock, der am Sonntagabend von seinem Hotelzimmer in Las Vegas aus 58 Besucher eines Country-Festivals erschoss und Hunderte verletzte.

D. war zum Zeitpunkt der Bluttat auf den Philippinen. Die Ermittler gehen Berichten nach, wonach Paddock ihr dorthin eine Woche vor den tödlichen Schüssen in Las Vegas 100.000 Dollar (rund 85.000 Euro) überwiesen habe. Für ihre beiden in Australien lebenden Schwestern ist klar, dass Paddock seine Lebensgefährtin weggeschickt habe, damit sie seine Pläne nicht kreuzt: "Sie hat nicht mal geahnt, dass sie auf die Philippinen fliegt", so eine der Schwestern im Interview mit dem australischen TV-Sender "Channel 7", "bis Steve ihr sagte: 'Marilou, ich habe ein günstiges Ticket auf die Philippinen für dich gefunden."

Marilou D.: "Guter Mensch und sanfte Seele"

Er habe sie weggeschickt, damit er seinen Plänen in Ruhe nachgehen könne: "In dem Sinne danke ich ihm", so eine der Schwestern, deren Gesichter im Interview unkenntlich gemacht und deren Namen nicht genannt wurden, "dass er das Leben meiner Schwester verschont hat." Für die Leben der 59 getöteten Menschen würde das aber natürlich nicht entschädigen.

Marilou D. wird von ihren Schwestern als "guter Mensch" und "sanfte Seele" bezeichnet. Sie schien "sehr verliebt in Steve" gewesen zu sein. Womöglich sei sie auch die Einzige, die den Ermittlern noch helfen könne - jetzt, da Steve nicht mehr da sei, um zu sprechen.

Auch ein Neffe von D., Jordan K., drückte in einem Interview mit dem TV-Sender "Channel 9" sein Entsetzen aus. Der 23-Jährige habe noch vor wenigen Monaten Zeit mit ihr und Paddock in Las Vegas verbracht: "Es schien, als würde er einfach auf meine Tante aufpassen." Paddock habe nicht wie ein Typ gewirkt, "der so etwas macht".

tim / tim