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Steuerhinterziehung: Max Strauß freigesprochen

Ursprünglich war Max Strauß angeklagt, vom Rüstungslobbyisten Karlheinz Schreiber 2,7 Millionen Euro erhalten und nicht versteuert zu haben. Weil aber die Beweise gegen ihn zu dünn waren, wurde der Sohn von Franz-Josef nun vom Vorwurf der Steuerhinterziehung freigesprochen.

In der Neuauflage des Prozesses um Steuerhinterziehung in Millionenhöhe ist der Politikersohn Max Strauß vom Landgericht Augsburg freigesprochen worden. In der ersten Instanz war der 48-jährige Sohn des verstorbenen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß 2004 noch zu drei Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt worden. Die Kosten für das Verfahren trägt die Staatskasse.

Strauß war ursprünglich angeklagt, von dem nach Kanada geflüchteten Rüstungslobbyisten Karlheinz Schreiber über ein Tarnkonto mit dem Namen "Maxwell" 2,7 Millionen Euro Provisionen erhalten und nicht versteuert zu haben. Die Staatsanwaltschaft ließ jedoch bei ihrem Schlussplädoyer vergangene Woche wegen der schwierigen Beweislage einen Teil der Vorwürfe gegen Strauß fallen und beschränkte sich auf ein Airbusgeschäft mit Kanada.

Daraus soll Strauß ein Provisionsanspruch gegenüber Schreiber in Höhe von 896.000 Euro entstanden sein, den er dem Finanzamt verschwiegen haben soll. Das Urteil der ersten Instanz hatte der Bundesgerichtshof wegen nicht ausreichender Beweise im Herbst 2005 aufgehoben.

DPA / DPA